NEWS

Teamchef Bader: "Spiele gegen solche Teams machen uns besser"

Auch wenn Österreich sie verliert. Tschechien war in Wien eine Nummer zu groß, im "Rückspiel" hofft Roger Bader auf eine Steigerung seiner Mannschaft.

Teamchef Bader: "Spiele gegen solche Teams machen uns besser" Foto: © GEPA

Tschechien war für Österreich am Donnerstag im ersten von zwei Test-Duellen eine Nummer zu groß.

Das ÖEHV-Team musste sich dem siebenfachen Weltmeister in Wien mit 1:5 geschlagen geben.

"Das Ergebnis entspricht ungefähr der Leistungsfähigkeit beider Mannschaften. Tschechien ist brutal stark", sagte Teamchef Roger Bader.

Tschechien mit halber WM-Mannschaft in Wien

Auf tschechischer Seite war bereits das halbe WM-Team in der Bundeshauptstadt vertreten. Der Olympia-Viertelfinalist besiegte Deutschland zuletzt in zwei Testspielen jeweils klar.

Bader würdigte den Gegner: "Sie sind sehr schnell, verfügen über starke Skills. Ihre Spieler spielen alle in europäischen Topligen. Sehr beeindruckend war ihr schnelles Umschaltspiel. Wenn wir den Puck verloren haben, sind sie mit drei, vier Spielern ausgeschwärmt."

Erinnerungen an die Weltmeisterschaft 2024 wurden wach, dort unterlag Österreich dem damaligen Gastgeber in Prag mit 0:4. "Wir waren dort gegen keinen Gegner chancenloser als gegen Tschechien", erklärte der Schweizer.

Im ersten Drittel deutlich unterlegen

Mit der Leistung seiner Mannschaft war der 61-Jährige bedingt zufrieden.

Insbesondere im ersten Spielabschnitt war die ÖEHV-Auswahl deutlich unterlegen und lag zur Pause 0:2 zurück. Die nötigen Tugenden, um auf internationalem Niveau mithalten zu können, wurden in den ersten 20 Spielminuten nicht umgesetzt.

"Wir haben in der Pause und natürlich in der Vorbereitung darüber gesprochen", so Bader, der seinen Spielern keinen Vorwurf machen wollte. "Es ist im Spiel immer noch ein großer Unterschied. Wenn man es am eigenen Leib erlebt, ist es etwas anderes."

Tempo und Intensität nicht gewohnt

Ab dem zweiten Drittel konnte Österreich das hohe Tempo mitgehen, fand auch zunehmend besser in die Zweikämpfe und belohnte sich durch Debütant Leon Kolarik mit dem zwischenzeitlichen 1:3.

Letzten Endes sei das Resultat womöglich um einen Treffer zu hoch ausgefallen, sagte Bader.

Doch der Schweizer betonte: "Spiele gegen solche Teams machen uns besser, auch wenn wir sie verlieren. Dieses Tempo und diese Intensität sind die Spieler im 'daily business' nicht gewohnt."

Bader hofft auf Steigerung im Rückspiel

Nur Spiele auf diesem Niveau würden die Spieler weiterbringen und ihnen die Möglichkeit geben, sich daran zu adaptieren. Bader: "Ich hoffe, dass morgen ein Schritt erkennbar ist."

Am Freitag (17:00 Uhr) steigt im tschechischen Jihlava das "Rückspiel". Dort wird unter anderem Benjamin Nissner nicht dabei sein. Der Salzburger erhält wie zwei weitere Cracks, die Bader namentlich nicht nennen wollte, eine Pause.

Kommentare