-
Marc-Olivier Duquette
-
Jeremy Gregoire
-
Felix Koschek
-
Mitch Hults
-
Linden Vey
-
Anze Kuralt
Endlich wieder Playoff-Eishockey: "Einfach geil!"
Nach zwei Jahren ohne Playoffs darf Kevin Macierzynski wieder die schönste Jahreszeit erleben - und wird bei den Vienna Capitals direkt ins kalte Wasser geworfen.
Viel Zeit blieb Kevin Macierzynski und Ramon Schnetzer nicht, sich bei den Vienna Capitals einzugewöhnen.
Am Sonntag spielten beide noch für die Pioneers Vorarlberg gegen den HC Bozen, am Montag stand per Zug die Anreise nach Wien am Programm.
Am Dienstag folgte das erste Kennenlernen und Training mit der Mannschaft, ehe am Mittwoch die erste Pre-Playoff-Partie gegen Fehervar AV19 absolviert wurde - und das mit 5:1 höchst erfolgreich.
"Sie wurden uns wärmstens empfohlen"
Turbulente Tage also für das Vorarlberger Duo, das von Head Coach Kevin Constantine sofort das Vertrauen ausgesprochen bekam.
Dabei gab der Trainer zu, bis vor wenigen Tagen noch gar nicht gewusst zu haben, wer die beiden sind. "Ich war einfach glücklich, einen weiteren Kevin hier zu haben", scherzte der US-Amerikaner.
Constantine erläuterte: "Sie wurden uns wärmstens empfohlen. Wir waren ziemlich zuversichtlich, dass sie uns aufgrund ihrer Erfahrung helfen können."
Nötige Tiefe
Doch nicht nur deshalb: Sie sollten dem Kader insbesondere mehr Tiefe verleihen.
Die Personalsituation ist nämlich angespannt. Gegen Fehervar fehlten Nelson Nogier, Senna Peeters, Marco Richter und Erik Kirchschläger verletzt, Scott Kosmachuk angeschlagen und Sebastian Wraneschitz krank. Weitere Cracks bissen auf die Zähne.
"Wir wussten nicht, ob wir sie sofort einsetzen würden oder nicht", sagte Constantine, "aber wir brauchten sie".
Direkt ins kalte Wasser
So kam es dazu, dass beide ihr Debüt im Capitals-Trikot feiern durften.
Schnetzer rotierte vorwiegend mit Raphael Wolf in der dritten Verteidigungslinie, Macierzynski wurde überhaupt sofort in die Top-Reihe mit Kapitän Linden Vey und Jeremy Gregoire gespannt.
Und das, ohne auch nur ein Mal gemeinsam mit ihnen trainiert zu haben. "Am Dienstag wurde nur Powerplay und Unterzahl trainiert, nichts mit den Linien. Am Mittwochvormittag war das Training optional. Ich bin ganz frisch reingeschlüpft."
Dafür verrichtete der 33-Jährige solide Arbeit. "Ich kenne meine Rolle, soll Platz für Vey und Gregoire kreieren. Ich habe mich gut gefühlt. Viel Energie reinzubringen, gehört zur Rolle dazu, so "Mace".
"Bissl dreckig, bissl blöd reden"
Während Schnetzer im Vorjahr während der Playoffs bei den Graz99ers aushalf, lag Macierzynskis letztes Postseason-Spiel "leider" schon wieder zwei Jahre zurück.
Dass die Capitals und Fehervar gleich im ersten Duell einige "Nettigkeiten" austauschten, freute den 33-Jährigen regelrecht. Er strahlte: "Für mich war es einfach geil! Bissl dreckig, bissl blöd reden, da ein versteckter Stockschlag." Das gehöre in den Playoffs dazu.
Aber natürlich nur solange der Schiedsrichter keinen Wind davon bekommt und man "der eigenen Mannschaft nicht schadet", merkte der Feldkircher an.
Das zweite Duell am Freitag (19:15 Uhr im LIVE-Ticker >>>) in Ungarn konnte er kaum erwarten. "Es war ein guter Start in die Serie. Wir haben Selbstvertrauen getankt."