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Wimbledon: Kasachin feiert ersten Grand-Slam-Sieg

Wimbledon: Kasachin feiert ersten Grand-Slam-Sieg Foto: © getty

Elena Rybakina schreibt in Wimbledon Geschichte! Sie kann als erste Kasachin den Rasen-Klassiker gewinnen und holt gleichzeitig ihren ersten Grand-Slam-Titel.

Die 23-Jährige siegt im Finale überraschend gegen die Tunesierin Ons Jabeur nach schwachem ersten Satz mit 3:6 6:2 6:4. Die Leistungssteigerung der Nummer 23 der Welt wird mit dem erst dritten Turniersieg auf WTA- bzw. Grand-Slam-Ebene und einem Siegerscheck von 2 Mio. Pfund (ca. 2,36 Mio. Euro) belohnt.

Schon vor Beginn des Finals schrieben die beiden Akteurinnen Geschichte, erstmals kommt es in der "Open Era" in Wimbledon zu einem Endspiel zweier Spielerinnen, die nie zuvor bei einem der großen vier Turniere im Finale gestanden sind.

Rybakina startet nervös

Rybakina startet sichtlich nervös in ihr erstes Grand Slam Endpsiel. Sie kassiert bereits in ihrem 2. Aufschlagspiel das Break und ermöglicht ihrer Kontrahentin einen Traumstart. Jabeur gibt diesen Vorsprung nicht mehr aus der Hand und holt sich mit einem erneuten Break den ersten Satz mit 6:3.

Der zweite Satz verläuft komplett gegensätzlich. Diesmal gibt die Weltranglisten-Zweite ihr Aufschlagspiel gleich zu Beginn ab. Rybakina muss in den folgenden beiden Aufschlagspielen insgesamt vier Breakbälle abwehren, bevor sie der Tunesierin abermals den Aufschlag zum 4:1 abnimmt. Dadurch erzwingt sie einen Entscheidungssatz.

In diesen startet die Weltrangslisten 23. wieder exzellent und kann Jabeur erneut im ersten Game den Aufschlag abnehmen. Im sechsten Game beim Stand von 3:2 muss die Kasachin drei Breakbälle abwehren, nachdem sie bereits 0:40 in Rückstand lag. Die nächsten drei Games kann Rybakina ebenfalls für sich entscheiden und darf somit über ihren ersten Grand Slam Titel jubeln.

Rybakina wurde 2018 Kasachin

Rybakina ist in Moskau geboren, 2018 erfolgte der Nationenwechsel von Russland zu Kasachstan. "Sie ist unser Produkt. Wir wünschen ihr den Sieg", sagte Schamil Tarpischew, der Präsident des russischen Tennis-Verbandes. Russische und belarussische Profis wurden aufgrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine von Wimbledon ausgeschlossen.

Rybakina verlor im Jänner dieses Jahres das Finale von Adelaide gegen Ashley Barty, danach reichte es nur noch zu einer Viertelfinal-Teilnahme in Indian Wells. Umso überraschender kam ihr Vorstoß bis ins Finale.

Besonders auf Rasen lief es heuer noch nicht nach Wunsch für die 23-Jährige. In den zwei Vorbreitungstunieren konnte die Kasachin nur einen Sieg feiern. 

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