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OEPS mit Rekordaufgebot bei der WM in Aachen

Rund 40 Sportlerinnen und Sportler sind ab Dienstag im Einsatz. Den Start macht die Dressur-Mannschaft.

OEPS mit Rekordaufgebot bei der WM in Aachen Foto: © GEPA

Mit einem Rekordaufgebot ist der Österreichische Pferdesportverband (OEPS) bei den Weltmeisterschaften von Dienstag bis 23. August in Aachen vertreten.

Im größten Reitstadion der Welt mit Platz für 40.000 Zuschauer werden rund 40 heimische Sportlerinnen und Sportler mit ihren Pferden in allen sechs WM-Disziplinen - den drei olympischen Bewerben Springreiten, Dressur und Vielseitigkeit sowie Voltigieren, Vierspännerfahren und Para-Dressur - starten.

Die Springreiter sind in der zweiten Woche im Einsatz, den Anfang macht die Dressur mit dem Mannschaftsbewerb. Das Team wurde im Vergleich zu Olympia 2024 und der EM im Vorjahr fast komplett umgebaut, nur Weltcup-Finalistin Bettina Kendlbacher ist vom vorjährigen EM-Team wieder mit dabei.

"Kamen mir sofort die Tränen"

Mit Victoria Max-Theurer fehlt die erfolgreichste heimische Reiterin der vergangenen Jahre, die Oberösterreicherin erwartet ihr erstes Kind. Österreichs Beste in der Weltrangliste ist daher aktuell Felicita Simoncic, mit 21 Jahren ist sie die jüngste österreichische Dressur-WM-Teilnehmerin seit 20 Jahren.

"Als ich von meiner Nominierung erfuhr, kamen mir sofort die Tränen. Es ist nach wie vor ein unbeschreibliches Gefühl", erzählte die junge Wienerin. In der Para-Dressur geht Pepo Puch auf seine sechste WM-Medaille los, der Steirer startet diesmal allerdings in einer anderen Kategorie.

Rhomberg mit starker Saison

Die Equipe im Springreiten wird von Max Kühner, zuletzt GP-Dritter in Dinard, und Katharina Rhomberg angeführt. Die Vorarlbergerin reitet ihre bisher beste Saison, die mit ihrem ersten Erfolg bei einem Fünf-Sterne-Springen in Versilia im Mai einen Höhepunkt hatte.

"Aachen ist im Reitsport etwas ganz Besonderes - und dass dort heuer eine Weltmeisterschaft stattfindet, macht dieses Erlebnis noch einmal einzigartiger", sagt die 33-Jährige. Bianca Babanitz und Felix Koller komplettieren das Team, das auch schon ein Auge auf Los Angeles 2028 hat. Mit einem Platz unter den besten sieben Mannschaften würde man sich das Ticket für die nächsten Olympischen Spiele holen.

In der Dressur (Top 6) und der Vielseitigkeit (Top 7) scheint die Olympia-Qualifikation bei der WM unrealistisch. In der Vielseitigkeit setzt Österreich mit Lea Siegl, Harald Ambros und Katrin Khoddam-Hazrati auf jenes Trio, das im Vorjahr in der EM Rang fünf erreicht hat. Dazu feiert Daniel Dunst seine WM-Premiere.

Medaillenhoffnung im Voltigieren

Mit Medaillen-Ambitionen gehen die Voltigierer an den Start. "Die größten Chancen sehe ich im Nationenbewerb", erklärte Equipechef Manfred Rebel, der auch den EM-Dritten Philip Clement zu den Medaillenkandidaten zählt. Erstmals seit acht Jahren ist Österreich auch bei den Vierspännern, der Königsdisziplin im Fahrsport, mit einer kompletten Mannschaft vertreten.

Die WM in Aachen sind die ersten Titelkämpfe unter dem neuen OESP-Präsidenten Herbert Gugganig, der Elisabeth Max-Theurer nach 24 Jahren im Amt abgelöst hat. "Wir freuen uns sehr, dass Österreich in allen Weltmeisterschaftsdisziplinen vertreten ist. Dass wir beinahe 40 Athletinnen und Athleten entsenden können, zeigt die enorme Breite und Qualität des österreichischen Pferdesports", erklärte Gugganig.

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