Revanche geglückt! Vollering gewinnt die Tour de France
Die Niederländerin sticht Kasia Niewiadoma auf der letzten Etappe aus. Vor zwei Jahren hatte Vollering beim Finale noch knapp den Kürzeren gezogen.
Die Niederländerin Demi Vollering hat sich mit einem eindrucksvollen Etappensieg ihren zweiten Gesamterfolg bei der Tour de France nach 2023 gesichert.
Die 29-Jährige hängte am Sonntag auf der Schlussetappe im bergigen Hinterland von Nizza (99 km) ihre Rivalin Kasia Niewiadoma entscheidend ab und feierte solo ihren dritten Tagessieg.
Vor zwei Jahren hatte Vollering in Alpe d'Huez gegen die Polin im Kampf um das Gelbe Trikot beim Finale um vier Sekunden den Kürzeren gezogen.
Pech für Reusser
Gesamtdritte wurde diesmal die Italienerin Elisa Longo Borghini, nachdem die bisher auf Podestkurs liegende Marlen Reusser infolge eines Sturzes weit zurückfiel.
Die Schweizerin hatte am Freitag die Führung am Mont Ventoux an Niewiadoma verloren, diese musste sie am Samstag an Vollering weiterreichen.
Vollering lässt Niewiadoma stehen
Am Schlusstag war die Niederländerin auf der neunten Etappe nicht mehr zu schlagen und ließ Niewiadoma im letzten Anstieg am Col d'Eze stehen.
Bis ins Ziel baute sie ihren Vorsprung im Gesamtklassement von acht Sekunden auf über eine Minute aus. Longo Borghini lag im Endklassement viereinhalb Minuten zurück.
Nächster großer Titel für Vollering
FDJ-Kapitänin Vollering hatte heuer auch schon den Giro d'Italia sowie 2024 und 2025 die Vuelta gewonnen. Bei der Tour war sie bei allen bisherigen fünf Austragungen nach dem Neubeginn Erste oder Zweite.
"Ich habe noch nie im Gelben Trikot gewonnen. Es ist unglaublich, diese wunderbare Tour de France Femmes zum zweiten Mal für mich zu entscheiden. Aber ich habe noch viele andere Träume, auf und abseits des Rades", sagte Vollering.
Nach Cavallar-Aufgabe keine Österreicherin im Ziel
Die Rundfahrt ging ohne Österreicherin zu Ende, denn Valentina Cavallar trat zur Schlussetappe nicht mehr an.
Ihr Rennstall SD Worx gab an, dass sie sich bereits die ganze Woche unwohl gefühlt hatte und man sich als Vorsichtsmaßnahme für eine Aufgabe entschieden habe. Aus dem gleichen Grund war auch schon ihre Teamkapitänin Anna van der Breggen vor dem Wochenende ausgestiegen.
Für die Tirolerin Christina Schweinberger war die Tour nach einem Sturz auf der ersten Etappe mit einem Handgelenksbruch frühzeitig vorbei gewesen. Ebenso für Titelverteidigerin Pauline Ferrand-Prevot, die am Samstag nach schlechtem Verlauf die Segel strich.