Auger-Aliassime, Felix
AUG
Cobolli, Flavio
COB
Trotz Sinner-Aus: Ein Italiener steht fix im French-Open-Endspiel
Cobolli trifft nach dem Sieg gegen die Nummer fünf der Welt im Halbfinale auf einen Landsmann.
Ein Italiener wird am Sonntag in Paris im Finale der Tennis-French-Open um den Titel im Männer-Einzel spielen.
Der als Nummer zehn gesetzte Flavio Cobolli erreichte am Mittwoch mit einem 4:6, 6:4, 6:4, 6:4 gegen den viertgereihten Kanadier Felix Auger-Aliassime sein erstes Halbfinale bei einem Grand-Slam-Turnier. Um das Finalticket geht es gegen Berrettini oder Arnaldi.
Das Viertelfinalduell der Matteos war für den Mittwochabend angesetzt. "Ich werde es mir nicht anschauen, sondern wie immer mit meinen Freunden essen gehen", sagte Cobolli und verriet, dass Aberglaube dahintersteckt.
Comeback nach Rückstand in Satz zwei
Davor hatte der 24-Jährige ab einem 1:3-Rückstand im zweiten Satz zurückgeschlagen und auch das dritte Duell mit dem 25-jährigen Auger-Aliassime gewonnen. "Nach dem ersten Satz bin ich auf die Toilette, um nachzudenken, was ich ändern könnte", sagte Cobolli. "Ich habe mir gesagt, dass ich kämpfen muss, denn das war die Chance meines Lebens."
Cobolli wird in die Top Ten der Weltrangliste vorstoßen, auch deswegen ist es "die beste Woche meines Lebens". Das auch, weil er ein Foto von sich mit der von PSG gewonnenen Trophäe der Fußball-Champions-League ergattert hat. "Aber es fehlt noch etwas, also muss ich weiterkämpfen."
Der Erfolgslauf der Italiener ist noch umso bemerkenswerter, da der ursprüngliche Titelfavorit und Weltranglistenerste Jannik Sinner in der zweiten Runde ausgeschieden ist. Außerdem hatte der Ranking-Elfte Lorenzo Musetti für das Major verletzt absagen müssen.