Fonseca, Joao FON
Djokovic, Novak DJO
Endstand
3:2
4:6 , 4:6 , 6:3 , 7:5 , 7:5
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Sensation! Auch Djokovic ist bei den French Open früh raus

Der Serbe vergibt erst zum zweiten Mal in seiner Karriere eine Zwei-Satz-Führung bei einem Grand Slam. Damit scheitert nach Jannik Sinner der nächste Favorit.

Sensation! Auch Djokovic ist bei den French Open früh raus Foto: © IMAGO / Anadolu Agency

Die French Open werden immer verrückter!

Nach Jannik Sinner scheidet mit Novak Djokovic der nächste Superstar bereits in der ersten Woche in Roland Garros aus.

Der 24-malige Major-Gewinner muss sich dem 19-jährigen Brasilianer Joao Fonseca in einem hochklassigen Match nach fast fünf Stunden Spielzeit mit 6:4, 6:4, 3:6, 5:7, 5:7 geschlagen geben.

Es war erst das zweite Mal in 271 Matches, dass Djokovic nach einer Zweisatzführung noch verloren hat. Im davor einzigen Mal gehörte der Sieg im French-Open-Viertelfinale 2010 dem Niederösterreicher Jürgen Melzer.

Warten auf den 25. Major-Titel

Nun endete ein weiterer Anlauf von Djokovic auf seinen 25. Major-Titel ungewöhnlich früh. Mit einem solchen Triumph wäre der 39-Jährige geschlechterübergreifend alleiniger Rekordhalter.

Die Chance darauf schien diesmal besonders groß, da Australian-Open-Sieger Carlos Alcaraz verletzungsbedingt nicht dabei ist und der Weltranglistenerste Sinner am Tag davor gegen den Argentinier Juan Manuel Cerundolo ebenso in fünf Sätzen ausgeschieden ist.

Doch der erst 19-jährige Fonseca hatte gegen sein Idol etwas gegen dessen Plan.

Djokovic fehlten nur zwei Punkte auf den Sieg

Dabei schien alles auf einen glatten Sieg des Altmeisters hinauszulaufen. "Am Anfang hat mir die Hitze zu schaffen gemacht", erklärte Fonseca im Siegerinterview. Und auch am Ende habe er den 20 Jahre älteren "Djoker" fitter gesehen als sich selbst.

Doch der Brasilianer kämpfte sich am Geburtstag seiner Mutter in die Partie. Djokovic war im vierten Satz nur noch zwei Punkte vom Matchgewinn entfernt, Fonseca jedoch schaffte es - auch mit vielen Linienbällen, aber auch sehr harten Schlägen - in den entscheidenden Durchgang.

Drei Asse en suite zum Sieg

Da lag Djokovic mit einem Break bereits 3:1 voran, doch Fonseca glich aus und hob fortan mit seinem Gegner das ohnehin schon hohe Niveau weiter an. "Ich habe es nur genossen, gegen mein Idol das erste Mal auf dem Platz zu stehen", sagte der Südamerikaner.

"Ich bin sehr glücklich. Ich habe nur versucht, den Ball so hart zu schlagen, wie ich kann." Im letzten Game hatte der Südamerikaner Breakball gegen sich, beendete die Partie aber mit drei Assen en suite. "Ich bin superglücklich, dass ich es so beenden konnte", ließ Fonseca wissen.

Es gibt einen neuen Champion

Damit wurde der im Anschluss an die Partie gegen den Franzosen Quentin Halys auf den Platz gegangene Alexander Zverev zum noch größeren Titelfavoriten. Der als Nummer zwei gesetzte Deutsche wartet noch auf seinen ersten Major-Titel.

Fix ist, dass es auf jeden Fall einen neuen Titelträger auf Grand-Slam-Ebene geben wird, da kein bisheriger noch im Bewerb ist.

Fonsecas nächster Gegner ist der Sieger der späten Freitag-Partie zwischen dem Norweger Casper Ruud (Nr. 15) und dem US-Amerikaner Tommy Paul (24).

Auch De Minaur, Khachanov out

Mit Alex de Minaur verabschiedete sich ein weiterer Top-Ten-Spieler früh, der Australier verlor gegen den Tschechen Jakub Mensik (26) nach einem makellosen ersten Satz 6:0, 2:6, 2:6, 3:6.

Und auch Karen Khachanov (13) unterlag einem Außenseiter, nämlich dem Niederländer Jesper de Jong in fünf Sätzen. Er wäre Zverevs nächster Gegner.

Mit Andrey Rublev kam aber doch ein Russe ins Achtelfinale. Für ein direktes Achtelfinalduell qualifizierten sich die Spanier Pablo Carreno Busta und Rafael Jodar (27).

Swiatek souverän

Bei den Frauen kam die vierfache French-Open-Gewinnerin Iga Swiatek (4) durch ein 6:4, 6:4 gegen ihre polnische Landsfrau Magda Linette weiter. In je zwei Sätzen erreichten auch die Russin Mirra Andreeva (8) und die Ukrainerin Marta Kostyuk (15) das Achtelfinale.

Eine Überraschung gelang der Schweizerin Jil Teichmann mit einem 6:1,7:5 gegen Karolina Muchova (10), die Tschechin war Swiatek 2023 erst im Finale unterlegen.

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