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Potapova spricht vom Titel: "Ich bin hier, um es zu gewinnen"

Anastasia Potapova strotzt bei den French Open vor Selbstvertrauen und will keine Angst mehr vor ihren Zielen haben.

Potapova spricht vom Titel: "Ich bin hier, um es zu gewinnen" Foto: © GEPA

Zwei Siege für Anastasia Potapova und Julia Grabher sowie eine Niederlage für Jurij Rodionov hat es am Pfingstmontag in Paris in der ersten Runde der French Open gegeben.

Die als Nummer 28 gesetzte Potapova ließ der Australierin Maya Joint beim 6:1, 6:2 ebenso keine Chance wie Grabher der Slowakin Rebecca Sramkova beim 6:2, 6:2. Qualifikant Rodionov unterlag dem als Nummer 22 gesetzten Franzosen Arthur Rinderknech vor rund 10.000 Tennis-Fans nach 2:26 Stunden 6:7(5), 2:6, 3:6.

Für Grabher geht das Turnier nun gegen die als Nummer 6 gesetzte US-Amerikanerin Amanda Anisimova oder die Französin Tiantsoa Rakotomana Rajaonah weiter, Potapova spielt gegen Katie Boulter (GBR) oder Akasha Urhobo (USA). Beide Gegnerinnen wurden noch am Montag ermittelt, die Matches finden allerdings erst am Donnerstag statt.

Potapova denkt mit positivem Mindset sogar an Titel

Potapova, die nach ihren Leistungen in dieser Sandplatzsaison mit hohen Erwartungen nach Paris gekommen ist, war erleichtert über den nur 69 Minuten währenden Auftritt bei 31 Grad Hitze, auch wenn ihr Hitze eigentlich nichts ausmacht.

"Ich bin sehr glücklich mit meinem Spiel heute. Wie wir alle wissen, kann man sich toll fühlen, aber die Grand Slams sind immer anders. Sie berühren einen mental anders", erklärte die 25-Jährige.

Die gebürtige Russin, die seit diesem Jahr für Österreich spielt, strotzt vor Selbstvertrauen. Mit dem Linz-Finale, dem Madrid-Halbfinale und dem Achtelfinale in Rom hat sie sich auch prächtig für Roland Garros eingeschlagen.

"Ich bin hier, um es zu gewinnen. Ich habe keine Angst, es laut zu sagen. Wenn nicht, machen wir einfach weiter, und ich versuche es in Wimbledon", sagte Potapova.

Sie habe jüngst realisiert, dass es "ziemlich blöd" sei, Angst vor seinen Zielen zu haben. "Mein Level ist gut genug, um in die späten Phasen der größten Turniere vorzudringen. Warum nicht?"

Grabher stolz: "Bin nicht mit viel Selbstvertrauen hierhergekommen"

Grabher, die zum dritten Mal bei einem Major und zum zweiten Mal 2026 nach Melbourne eine zweite Runde erreicht hat, war "erleichtert. Ich bin nicht mit viel Selbstvertrauen hierhergekommen, umso stolzer bin ich auf die erste Runde, weil das war ein sehr gutes, solides Match, darauf kann ich aufbauen", sagte die 29-jährige Vorarlbergerin.

In Runde zwei wird es freilich weit schwieriger werden. Der glatte Sieg bei großer Hitze hat ihr aber viel Energie gespart. "Das gibt mir Selbstvertrauen für die nächste Runde, die wird sicher sehr hart."

Enttäuschung bei Rodionov

Rodionov war nach seinem Aus enttäuscht. Bei teilweise großartiger Atmosphäre auf dem Court Suzanne Lenglen war es für ihn auch eine Art Auswärts-Davis-Cup-Match.

"Vieles ist am ersten Satz gelegen. Wenn ich den ersten gewinne, dann ist es für Rinderknech nicht einfach. Ich fand, dass ich im ersten Satz der bessere Spieler war. Ich hab meine Chancen, die ich hatte, einfach nicht genutzt", erklärte der 27-Jährige. "Bei 'best of five' und über 30 Grad macht das einen Riesenunterschied, weil das mental nicht einfach ist, wenn man nach dem vergebenen Satz weiß, jetzt muss ich nochmal drei Sätze investieren."

Rodionov, der in Paris von Touringcoach Alexander Peya begleitet wurde, hätte im ersten Satz alle Möglichkeiten gehabt. In diesem war kein Unterschied zwischen der Nummer 158 und der Nummer 25 im ATP-Ranking zu bemerken. Rodionov gelang zum 2:1 das erste Break des Spiels, er gab sein Service aber postwendend wieder ab.

Danach ließ Österreichs Nummer 3 beim Stand von 4:4 gleich drei Breakchancen ungenutzt und wehrte bei 5:6 dann selbst gleich vier Satzbälle ab. Im Tiebreak führte er schon 3:1, ein schlampiger Vorhandfehler und bei 5:5 zum ungünstigsten Zeitpunkt ein Doppelfehler besiegelten aber nach 71 Minuten Kampf den Satzverlust.

Danach war es für Rodionov gegen den erfahreneren 30-jährigen Lokalmatador, der das Publikum im Rücken hatte, mental nicht mehr möglich, das Match zu drehen. "Ich spiele viermal im Jahr Davis Cup. Es macht trotzdem einen Unterschied, dass ich in Frankreich gegen einen Franzosen spiele. Ich war in den Situationen nicht so oft. Es hat eher an der mentalen Fitness gelegen."

Für Rodionov sieht der Plan nun wie folgt aus: Ein Sand-Challenger in Bad Rappenau (GER) sowie dann die Rasenturniere in Stuttgart, Birmingham und Qualifikation in Wimbledon. Noch sei aber nicht sicher, ob er nicht eventuell den Sand-Challenger auslässt.

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