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French Open: Tennis-Stars fordern höhere Preisgelder

Führende Tennisprofis äußern ihre tiefe Enttäuschung über das Preisgeld bei den French Open und klagen über einen schrumpfenden Anteil an den Turnierumsätzen.

French Open: Tennis-Stars fordern höhere Preisgelder Foto: © getty

Führende Tennisprofis, darunter Novak Djokovic, Jannik Sinner, Aryna Sabalenka und Coco Gauff, haben ihre "tiefe Enttäuschung" über die Höhe des Preisgeldes bei den French Open zum Ausdruck gebracht.

Dies geschieht inmitten eines anhaltenden Streits mit den Organisatoren des Grand-Slam-Turniers.

Geringerer Anteil am Kuchen

Die Spieler bemängeln, dass ihr Anteil an den Einnahmen von Roland Garros von 15,5 Prozent im Jahr 2024 auf prognostizierte 14,9 Prozent im Jahr 2026 sinkt.

Dies ist besonders kritisch zu sehen, da die French Open im kommenden Jahr mit geschätzten Einnahmen von über 400 Millionen Euro rechnen, während das Preisgeld nur um 5,4 Prozenz auf 61,7 Millionen Euro ansteigt.

Damit liegt der Anteil der Spieler voraussichtlich weiterhin unter 15 Prozent, weit entfernt von den geforderten 22 Prozent, um mit den ATP- und WTA-1000er-Events gleichzuziehen.

Weitere Forderungen unberücksichtigt

Neben der fairen finanziellen Verteilung haben die Spieler weitere Forderungen, die bisher von den Offiziellen nicht berücksichtigt wurden. Dazu gehören eine bessere Vertretung der Spieler in Entscheidungsgremien, verbesserte Gesundheitsvorsorge und Altersvorsorgepläne.

Die Spieler fühlen sich in ihren Anliegen nicht ausreichend gehört und beklagen mangelnde Fortschritte in Bezug auf ihre Vertretung und die Weiterentwicklung des Sports.

Preisgelder für die French Open

Trotz der Kritik hat Roland Garros eine Erhöhung des Gesamtpreisgeldes um rund 10 Prozent angekündigt. Die Sieger im Einzel erhalten jeweils 2,8 Millionen Euro, die Zweitplatzierten 1,4 Millionen Euro.

Halbfinalisten dürfen sich über 750.000 Euro freuen, und selbst Erstrundenverlierer erhalten noch 87.000 Euro.

Auch im Doppel wurden die Preisgelder angehoben, wobei die Sieger im Herren- und Damen-Doppel 600.000 Euro und die Champions im Mixed-Doppel 122.000 Euro erhalten.

Gleiche Forderungen wie im Vorjahr

Die Spielergruppe, bestehend aus 20 Profis, hatte bereits im Vorjahr einen Brief an die Leiter der vier Grand-Slam-Turniere geschickt.

Darin forderten sie mehr Preisgeld und Mitspracherecht bei Entscheidungen, die sie direkt betreffen.

Sie betonen ihre Einheit in dem Wunsch nach Fortschritten bei der finanziellen Verteilung und der Governance des Sports und kritisieren, dass die Grand Slams sich Veränderungen widersetzen, während andere Sportarten modernisieren.

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