Berrettini, Matteo BER
Rodionov, Jurij ROD
Endstand
2:0
6:3 , 7:6
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Harter Kampf bleibt unbelohnt! Rodionov verliert DC-Auftakt

Der Niederösterreicher erzwingt beinahe einen dritten Satz. Italien geht erwartungsgemäß mit 1:0 in Führung.

Harter Kampf bleibt unbelohnt! Rodionov verliert DC-Auftakt Foto: © GEPA

Österreich liegt im Davis-Cup-Viertelfinal-Duell gegen Italien mit 0:1 zurück.

Jurij Rodionov muss sich am Mittwoch im Auftaktmatch dem italienischen Routinier Matteo Borrettini nach einem harten Kampf mit 3:6, 6:7 (4) geschlagen geben.

Im zweiten Satz liegt der Niederösterreicher mit einem Break Vorsprung mit 5:2 in Führung. Als der Italiener bei 4:5 gegen den Satzverlust serviert, kann Rodionov bei 0:40 drei Satzbälle in Folge nicht verwerten.

Im Anschluss bekommt es Filip Misolic im zweiten Einzel mit Flavio Cobolli zu tun. Das möglicherweise entscheidende Doppel bestreiten Lucas Miedler und Alexander Erler gegen Simone Bolelli und Andrea Vavassori.

"Ich fand es eine sehr ausgeglichene Partie. Im ersten Satz war ein blödes Break meinerseits die Entscheidung. Das darf auf diesem Niveau nicht passieren", sagte Berrettini in einem ersten Statement im ORF noch auf dem Platz. "Im zweiten Satz serviere ich auf den Satz, dann liegen die Nerven ein bisschen blank und Matteo hat das Tiebreak dann sehr gut gespielt. Momentan ist die Enttäuschung riesengroß", gestand der Niederösterreicher.

Bei großartiger und "echter" Davis-Cup-Atmosphäre waren die beiden Mannschaften in die volle "SuperTennis-Arena" einmarschiert. Rodionov begann das Match abgebrüht. Der Unterschied zwischen der aktuellen Nummer 177 im ATP-Ranking und der Nummer 56 aus Italien war vorerst nicht zu sehen. Beide Spieler brachten im ersten Satz ihre Aufschlagspiele sicher durch, ehe sogar Außenseiter Rodionov im siebenten Game die erste Breakchance des Spiels vorfand.

Lichtprobleme zu Beginn des zweiten Satzes

Berrettini wehrte diese mit einem Ass ab. Im Anschluss führte Rodionov bei 3:4 und eigenem Service 40:15, doch sein Kontrahent erarbeitete sich postwendend selbst die erste Möglichkeit zum Break.

Berrettini nützte sie aber sofort und stellte auf 5:3. Unter lautstarken "Matteo, Matteo"-Anfeuerungsrufen verwertete der Lokalmatador seinen zweiten Satzball nach 33 Minuten. Unbeeindruckt davon gewann Rodionov zu Beginn des zweiten Satzes zu Null sein Aufschlaggame.

Ehe es Berrettini ihm gleichtun konnte, musste das Match plötzlich für 20 Minuten unterbrochen werden: Ein grelles Notfall-Licht schaltete sich ein und ließ sich zunächst nicht mehr abstellen. "Ich bin Profi genug, um das zu ignorieren", stellte Rodionov später dazu fest. Nach der Unterbrechung blieb Rodionov konstant und schaffte zum 4:2 das erste Break für Österreich.

Der 26-jährige Linkshänder bestätigte das Break nach 78 Minuten zum 5:2. Ein schwaches Aufschlaggame Rodionovs führte zum Rebreak zum 4:5 aus Berrettinis Sicht. Der Italiener zeigte auch Nerven und geriet mit 0:40 in Rückstand - drei Satzbälle für Rodionov. Berrettini wehrte diese aber ohne Chance für sein Gegenüber ab und egalisierte den 2:5-Rückstand. Danach ging es mit dem Service ins Tiebreak, in dem sich ein Doppelfehler Rodionovs zum 2:3 als fatal erwies.

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