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ÖTV-Team glaubt trotz 0:2-Rückstand noch an den Sieg

Trotz "Worst-Case-Szenario" lassen die Österreicher nach dem ersten Spieltag gegen Portugal nicht die Köpfe hängen.

ÖTV-Team glaubt trotz 0:2-Rückstand noch an den Sieg Foto: © GEPA

"Es ist natürlich das Worst-Case-Szenario, wenn man beide Partien in drei Sätzen verliert", brachte es ÖTV-Kapitän Jürgen Melzer nach dem ersten Spieltag des Davis-Cup-Länderkampfes Österreich gegen Portugal in Schwechat auf den Punkt.

Trotz des 0:2-Rückstands nach den ersten beiden Einzeln stellt der Niederösterreicher aber auch klar fest: "Es ist immer noch alles drin!"

Was Melzer trotz der Niederlagen von Jurij Rodionov gegen Nuno Borges (Spielbericht>>>) und Sebastian Ofner gegen Joao Sousa (Spielbericht>>>) positiv stimmt?

"Waren nur einen Punkt vom 1:1 weg"

"Im Endeffekt waren wir nur einen Punkt vom 1:1 weg – dann sitzen wir mit anderen Gesichtern da", spielt Melzer auf den vergebenen Matchball von Ofner im dritten Satz beim Spielstand von 5:2, 40:30 und eigenem Aufschlag an.

"Congrats zu den anderen. Die haben die wichtigen Punkte besser gespielt – das muss man neidlos anerkennen. Jurij hat im Tiebreak des ersten Satzes bei 4:3 vier unforced errors hintereinander gespielt. Im dritten Satz war der andere einfach besser. Sousa hat Ofi am Ende, als es um die Wurst gegangen ist, gar nichts mehr gegeben."

Am Samstag geht es zunächst für das Doppel Alex Erler/Lucas Miedler darum, den erwarteten Pflichtpunkt zum 1:2 holen. Danach soll Ofner gegen Borges auf 2:2 ausgleichen.

Ofner: "Brauch an meinem Spiel nichts ändern"

"Ich brauch an meinem Spiel nichts ändern", so Ofner, der zuletzt bei den US Open einen Vier-Satz-Sieg über Borges einfahren konnte.

"Ich glaube, dass mir Borges ein bisschen mehr von den Schlägen entgegenkommt. Er ist aber natürlich auch ein richtig guter Spieler."

Novak statt Rodionov?

Im letzten Spiel würde nach aktuellem Stand der portugiesische Altstar Sousa auf Rodionov treffen. Melzer behält sich aber vor, möglicherweise auf Dennis Novak zurückzugreifen. Der ÖTV-Kapitän will die Entscheidung noch am Samstagabend treffen und auch dem Team mitteilen.

Welcher Österreicher auch zum Einsatz kommen wird, leicht wird die Aufgabe gegen den ehemaligen Top-30-Spieler mit Sicherheit nicht.

"Wenn Sousa mit der Vorhand zum spielen kommt, ist er richtig stark. Er hat mir gar nichts gegeben", so Ofner. "Natürlich muss man ihn eher auf der Rückhand halten, wenn er seine Slice auspackt, ist das aber auch nicht leicht. Er ist wirklich sehr schwierig zu spielen."

Sollte Österreich das Wunder von Schwechat gelingen, wäre es übrigens das erste Mal in der österreichischen Davis-Cup-Geschichte, dass das ÖTV-Team einen 0:2-Rückstand noch in einen Sieg ummünzen kann.

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