Thiem: "Zu siegen ist ein sehr schönes Gefühl"

Thiem:
 

Endlich!

Dominic Thiem gewinnt erstmals seit 419 Tagen wieder eine Partie und steht in der zweiten Runde der Salzburg Open.

Mit einem 6:4, 7:5-Sieg (Spielbericht >>>) gegen den 20-jährigen Landsmann Filip Misolic (ATP-210) machte der Lichtenwörter nach etwas mehr als zwei Stunden den Sack zu und wird am Donnerstag (ab 18 Uhr im LIVE-Ticker>>>) gegen den an Nummer 7 gesetzten Argentinier Facundo Bagnis um den Einzug ins Viertelfinale spielen.

Doch der erlösende Sieg kam alles andere als einfach für Thiem, der nach dem Kampf gegen Youngster Misolic voll des Lobes für den Steirer mit kroatischen Wurzeln war.

"Es ist ein sehr schönes Gefühl"

Thiem war in einer ersten Reaktion erleichtert: "Es ist sehr schön, das Gefühl nach 419 Tagen wiederzuhaben. Der Platz, den ich mir für den ersten Sieg nach dem Comeback ausgesucht habe, passte mit der Atmosphäre."

"Ich habe gewusst, dass ich eine gute Leistung abrufen muss, wenn ich gegen Filip gewinnen will. Er hat das Challenger (in Zagreb, Anm.) gewonnen, von dem her ist er ein richtig guter Spieler, wie die anderen im Hauptbewerb auch", streut der Niederösterreicher seinem jungen Kontrahenten Rosen.

"Die erforderte Leistung habe ich größtenteils auch gebracht. Das Wichtigste war aber, dass ich den Sieg über die Ziellinie bringe und das habe ich jetzt geschafft. Ich hoffe, ich kann mich von Match zu Match steigern", erklärt der 28-Jährige im Nachgang.

Thiem will ÖTV-Riegen "noch ein paar Jahre anführen"

Wahrlich war Thiem zu einer guten Leistung gezwungen, denn noch im ersten Satz setzte er sich nach einem Duell auf Augenhöhe mit 6:4 durch, im zweiten Satz lag Misolic aber mit 4:1 in Front.

"Ich hoffe natürlich, dass ich die Riege noch ein paar Jahre führen kann."

Thiem will den ÖTV-Youngsters noch nicht den Vortritt lassen

Doch der US-Open-Sieger des Jahres 2020 wusste um seine Qualitäten und ließ in Folge nur noch einen Gamegewinn von Misolic zu. Das Break zum 6:5 durchbrach endgültig den Widerstand des 20-jährigen Qualfikanten, Thiem servierte souverän zum Sieg aus.

Dass Österreich auch in Zukunft viel von Misolic hören und sehen wird, macht Thiem deutlich: "Filip wird uns noch sehr viel Freude bereiten. Wir brauchen auch richtig gute junge Spieler, die haben wir mit ihm definitiv. Auch mit Luggi (Lukas Neumayer, Anm.), der vorher (gegen Gilles Simon, Anm.) sehr imponiert hat. Aber ich hoffe natürlich, dass ich die Riege noch ein paar Jahre führen kann."

"Die Details werden zählen"

Am Donnerstag spielt Thiem gegen den Argentinier Bagnis - ein Kontrahent, gegen den er noch nie eine Partie bestritt. "Er ist Linkshänder und Sand ist mit Abstand sein Lieblingsbelag. Ein gestandener Top-100-Spieler", warnt der 28-Jährige vor eigener Leichtsinnigkeit.

Den freien Mittwoch will Thiem deshalb bestens nutzen, um auf das Match vorbereitet zu sein. Denn dieses soll nicht sein letztes bei den Salzburg Open bleiben, wenn es nach ihm geht. "Das Gefühl für Donnerstag wird sehr wichtig sein. Meine Trainer kennen Bagnis sicher besser als ich, deshalb geht es im Training um die Details", merkt er abschließend an.

"Gegen Dominic zu spielen ist eine Ehre"

Auf dem Papier zwar der Verlierer, bei Kennern des Sports allerdings genauso ein Sieger wie Thiem.

Die Rede ist von Filip Misolic, der nach dem unterhaltsamen Match betont: "Es war vor diesem Publikum ein unglaubliches Match, ich habe mein Bestes gegeben. Gratulation an Dominic. Ich hoffe, dass er weiter gut ins Turnier startet."

Zwar zeigte sich der einfache Challenger-Sieger in der Partie "sehr nervös", doch seine mentale Stärke - von der er selbst nicht wusste, woher sie komme - ließ er bis kurz vor Spielende nicht missen.

"Gegen Dominic zu spielen war mir eine Ehre, auch wenn ich versucht habe, mein bestes Tennis zu spielen. Er hat mich einfach unter Druck gesetzt", sagt der gebürtige Grazer und trauert seinen vergebenen Chancen im zweiten Satz hinterher: "Die habe ich leider nicht genutzt."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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