Djokovic: Aus der Krise auf den Tennis-Thron

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Novak Djokovic hat es geschafft. Am Montag ist der Serbe wieder die Nummer 1 der Tennis-Welt - zum ersten Mal seit Oktober 2016.

"Glaub an dich. Jeden einzelnen Tag", schreibt Djokovic in den sozialen Netzwerken unter ein Kinderfoto von ihm.

Seinem Glauben, Ehrgeiz und vor allem Durchhaltevermögen hat es der 31-Jährige zu verdanken, dass er nun wieder den Tennis-Thron besteigt. Denn er hat sich aus der wohl größten Krise seiner Karriere zurück an die Spitze gekämpft.

Dass der "Djoker" nach seiner Ellbogenverletzung 2017, die ihn trotz einer Operation immer wieder zurückwarf, noch einmal die Nummer eins werden könnte, glaubten wohl nur die Wenigsten.

"Ich habe immer an mich geglaubt, aber dass es so schnell klappt, da habe ich mich selbst überrascht", erklärt Djokovic nach seinem Viertelfinal-Einzug in Paris-Bercy. Der 14-malige Grand-Slam-Champion löst ab Montag Rafael Nadal an der Spitze des Rankings ab, nachdem der Spanier seinen Start in Paris verletzt abgesagt hatte.

Djokovic: "Ich musste mich neu erfinden"

Noch im Juni lag Djokovic nach seinem bitteren Aus bei den French Open nur auf Rang 22 - ein größerer Sprung war zuletzt Marat Safin im Jahr 2000 gelungen. Er verbesserte sich von 38 auf den 1. Platz.

"Ich musste mich neu erfinden", sagt Djokovic rückblickend auf die letzten Monate. Nach der Trennung von seinen Trainern Andre Agassi und Radek Stepanek im Frühjahr legte er unter dem neuen Coach Marian Vajda seine sensationelle zweite Saisonhälfte hin.

Der Triumph in Wimbledon war sein erster Grand-Slam-Titel nach mehr als zwei Jahren und der Beginn einer Erfolgsserie. Es folgten der Sieg bei den US Open sowie in Cincinnati und Shanghai.

"Verschiedene Extreme" bei Djokovic

"Wenn mir das im Februar jemand erzählt hätte, ich hätte es wohl kaum geglaubt", schmunzelt Djokovic. "Wir sind sehr, sehr zufrieden mit dem, was in den vergangenen vier, fünf Monaten erreicht wurde. Es sind ganz verschiedene Extreme, wie ich mich vor fünf Monaten gefühlt habe und wie ich mich jetzt fühle."

Bei den ATP Finals in London will Djokovic seinen Siegeszug fortsetzen und die Saison als Nummer eins beenden.

Das Selbstvertrauen stimmt beim 31-Jährigen jedenfalls: "Ich genieße das Tennis und den Wettkampf im Moment sehr, denn wenn du viele Matches gewinnst, hast du viel Selbstvertrauen. Und wenn du viel Selbstvertrauen hast, gehst du ganz anders in das Training und die Turniere."

Das bekommen seine Kontrahenten derzeit in eindrucksvoller Manier zu spüren. In Paris-Bercy feierte Djokovic am Freitagabend seinen 21. Erfolg in Serie. Am Samstag (ca. 16:30 Uhr im LIVE-Ticker) kommt es im Halbfinale zum Kracher-Duell mit Roger Federer.

"Ich weiß, dass ich besser spielen kann", sagt Djokovic, die Nummer eins der Tennis-Welt.

Textquelle: © LAOLA1.at

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