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Valentina Höll startet Mission Titelverteidigung

Für die österreichischen Mountainbikerinnen steht gleich zum Weltcup-Auftakt eine Premiere an.

Valentina Höll startet Mission Titelverteidigung Foto: © GEPA

Erstmals in der Geschichte des Mountainbike-Weltcups startet am Freitag die Saison in Südkorea. Schauplatz ist Yongpyong, bekannt als Schauplatz der alpinen Technikbewerbe bei den Olympischen Winterspielen 2018.

Ausgetragen werden Downhill und Cross-Country, aus österreichischer Sicht mit von der Partie sind u.a. Vierfach-Downhill-Weltmeisterin Valentina Höll sowie im Cross Country Mona Mitterwallner und Laura Stigger. Bei den Männern ist im Downhill Andreas Kolb am Start.

Die Strecke ist die große Unbekannte für die Sportler. Für die Cross-Country-Athleten ist es übrigens überhaupt die Premiere auf dem asiatischen Kontinent, die Downhiller waren zuletzt vor 25 Jahren in Asien.

Mission Titelverteidigung

Im Downhill ist bei den Frauen einmal mehr Valentina Höll die große Gejagte. Die 24-jährige Salzburgerin hat sich im Vorjahr nicht nur ihr viertes WM-Gold en suite gesichert, sondern wurde auch zum vierten Mal Weltcupgesamtsiegerin.

Die Ausgangslage ist interessant, hat Höll doch nach der Insolvenz von YT mit Commencal Schwalbe Les Orres ein neues Team. Höll ist "mega zufrieden" mit ihrer neuen Equipe, ließ sie auf APA-Anfrage verlauten.

"Von außen wirkt es vielleicht wie ein kleines Team, aber intern ist es extrem professionell aufgestellt - und jeder liebt das Racing. Ich glaube, genau das macht es so besonders. Alle verfolgen das gleiche Ziel, egal ob Physio oder Mechaniker. Jeder lebt fürs Rennenfahren."

Höll fühlt sich im familiären Team wohl

Höll schätzt die besonders persönliche Atmosphäre bei Commencal. "Es ist viel familiärer geworden. Mein Coach, Cecile Ravanel, und ihr Mann Cedric, der Teammanager ist, sind sehr eng eingebunden. Ich kenne sie schon ewig. Genauso wie meinen neuen Line Coach, mein bester Freund David Potter. Es ist einfach megacool, mehr Freunde um sich herum zu haben", so die Salzburgerin.

Derart motiviert und umsorgt wird Höll wohl auch in diesem Jahr wieder ganz vorne mitmischen.

"Ich will vor allem konstant bleiben - so wie in den letzten Jahren - und schauen, wo es mit dem neuen Bike hingeht. Highlights sind auf jeden Fall wieder die Weltmeisterschaft, und ich freue mich auf jeden einzelnen Weltcup-Stopp", erklärte Höll, die mit der nun zweifachen Olympiasiegerin im Ski-Slopestyle, der Schweizerin Mathilde Gremaud, liiert ist.

Mitterwallner tanzt weiter auf zwei Hochzeiten

Mona Mitterwallner, die ihre Zweigleisigkeit mit Mountainbike und Straßenrennen fortsetzt, ist entgegen früheren Absichten nun doch auch in Asien dabei.

Die für Human Powered Health antretende Tirolerin fuhr zuletzt die Straßenklassiker Amstel Gold Race, Fleche Wallonne und Lüttich-Bastogne-Lüttich und wechselt nun wieder auf das Mountainbike.

Die im Team Mondraker engagierte Tirolerin bevorzugt keine der beiden Sparten und ist überall mit vollem Sportlerherz dabei.

"Bei jedem Weltcup, an dem ich am Start bin, möchte ich gewinnen. Jedes Rennen ist ein Ziel und eine Chance, die ich nicht verstreichen lassen will", lautet ihre Prämisse.

Stigger nicht mehr auf der Straße

Laura Stigger hat ihr doppeltes Engagement hingegen aufgegeben und dem Straßenrennsport nach dem Vorjahres-Intermezzo wieder den Rücken gekehrt. Für die 25-jährige Haimingerin im Team Specialized Factory Racing stehen die Vorzeichen bestens.

"Die Vorbereitungen auf die neue Saison waren richtig gut, ich bin voll zufrieden. Das Wichtigste war, dass ich gesund geblieben bin", sagte Stigger vor ihrem Abflug.

Nach Trainingslagern in Südafrika und Italien sammelte sie in Vorbereitungsrennen mit drei Siegen und einem zweiten Platz Selbstvertrauen. Südkorea ist für die Olympia-Sechste von Paris "ein interessantes Abenteuer".

"Ich bin schon voll gespannt auf die neue Strecke in Yongpyong und vor allem auch auf die Atmosphäre in Südkorea." Ihr großes Ziel ist die WM Ende August im Val di Sole.

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