Schwarz/Lehaci verpassen Kanu-Finale

Schwarz/Lehaci verpassen Kanu-Finale
 

Die Flachwasser-Kanutinnen Ana Roxana Lehaci und Viktoria Schwarz verpassen bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio im Kajak-Zweier das Finale deutlich.

Die Oberösterreicherinnen belegen in ihrem Semifinale Platz sechs, die Top vier steigen in den Endlauf auf. Der Rückstand von Lehaci/Schwarz auf den letzten Aufstiegsplatz beträgt 2,278 Sek.

Im B-Finale belegt das österreichische Duo Rang vier, das bedeutet Platz zwölf in der Gesamtabrechnung.

Mehr war nicht drin, daher Zufriedenheit

Vorzuwerfen haben sich Lehaci und Schwarz nichts. Im Semifinale seien sie in 1:39,497 persönliche Bestzeit gepaddelt, ihre Saisonbestmarke haben sie damit um rund zwei Sekunden gedrückt.

"Wir haben rausgeholt, was wir rausholen konnten", sagt Schwarz. "Wir haben bis zum letzten Schlag gefightet und haben alles versucht, aber das Feld ist einfach brutal. Es ist einfach die Dichte so extrem hart, da entscheiden Zehntel."

Die Bedingungen seien mit Rückenwind für die beiden günstiger gewesen als am Vortag, vor allem als im Viertelfinale. Der Kampf gegen die Wellen habe aber alles abverlangt. "Viki hat einen Mega-Job gemacht, weil sie muss stabilisieren", lobt Lehaci ihre Partnerin. Die beiden sind vor allem wegen ihrer optimierten Leistung zufrieden. "Wir können nicht mehr, es war ein richtig gutes Rennen von uns", meint Schwarz. Muskulös seien andere überlegen. "Wir halten es körperlich einfach nicht so durch."

Der Einer wird einfach mitgenommen

Ein Erschwernis sei gewesen, dass sich diesmal zwei Boote pro Nation qualifizieren konnten, im Gegensatz zu einem in Rio de Janeiro 2016. Man habe zwar das Erreichen des Finales als Ziel gehabt, papierformgemäß war es aber nicht. Schwarz: "Da hätte ein Wunder passieren müssen, wenn wir uns ehrlich sind. Wir wollten aber alles daran setzen, dass wir das schaffen." Lehaci stimmt zu: "Wir haben davon geträumt. Wir sind auch ins Semifinale mit dem Glauben gegangen, dass wir uns das holen."

Der Fokus lag von Lehaci/Schwarz von Beginn weg auf dem Zweier. Den Einer-Bewerb nehmen sie mit, obwohl sie zu rund 70 Prozent ihres Trainings im Einer absolvieren. Genannt dafür haben sie freilich mehr für den Fall, falls die jeweils andere für den Zweier ausfallen sollte.

"Wir sind auch keinen 500er im Einzel gefahren vor den Spielen, das wird die Premiere", betont Schwarz. Jedenfalls soll es noch etwas heißer werden als ohnehin schon, die Sonne brannte gnadenlos ins Sea Forest Waterway.

Aus sechs Einer-Vorläufen steigen jeweils die Top drei direkt ins Semifinale auf. Schwarz hat da den Vorteil, dass sie den einzigen Sechser-Heat erwischt hat. Lehaci muss in einem Siebener-Vorlauf ihr Glück versuchen. Die zweite Semifinalchance gibt es rund zwei Stunden danach, aus vier Viertelfinali steigen je drei auf. Die Finalphase ist für Donnerstag angesetzt, wobei aus vier Semifinali je zwei den Endlauf erreichen. Die Dritt- und Viertplatzierten kommen in das B-, alle übrigen in das C-Finale.

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Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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