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Nach Bontus-Bronze! OeSV-Duo legt WM-Silber nach

Die 49er-Segler Keanu Prettner/Jakob Flachberger holen das zweite Edelmetall für Segel-Österreich an einem Wochenende.

Nach Bontus-Bronze! OeSV-Duo legt WM-Silber nach Foto: © GEPA

Die österreichischen 49er-Segler Keanu Prettner/Jakob Flachberger haben am Sonntag bei der Weltmeisterschaft in der olympischen 49er-Klasse vor Quiberon/Frankreich die Silbermedaille gewonnen.

Die Platzierungen vier und zwei in den beiden Medal Races reichten dem Duo vom Union Yacht Club Wolfgangsee zum Vorstoß von Rang fünf auf zwei. Für die EM-Vierten aus dem Vorjahr ist es der bisher größte Erfolg ihrer Karriere. Am Samstag hatte Valentin Bontus WM-Bronze geholt.

Nach dem Podestplatz des Formula-Kite-Olympiasiegers in Portugal legten seine Landsleute also nach. Die beiden 26-Jährigen mussten sich nur den Neuseeländern Seb Menzies/George Lee Rush geschlagen geben.

Pettner: "Ganz realisiert haben wir es noch nicht"

Dritte wurden die Niederländer Bart Lambriex van Aanholt/Floris van de Werken. "Dass wir es dieses Jahr so gut umsetzen konnten, ist natürlich überragend", sagte Prettner.

"Ganz realisiert haben wir es noch nicht. Die Bedingungen hier mit etwas mehr Wind liegen uns einfach. Wir haben uns nicht viele Fehler erlaubt, sind konstant gesegelt und hatten einfach Spaß am Attackieren."

Flachberger gab an, dass er und sein Kollege bewusst attackiert haben: "Es war für den Kopf brutal - beide waren wir angespannt. Aber wir haben es geschafft. Unglaublich. Das muss jetzt mal ein wenig sacken." Diese Silbermedaille ist Österreichs vierte WM-Medaille in der olympischen 49er-Klasse. Nico Delle Karth/Nikolaus Resch holten zweimal Silber (2007 und 2016), Benjamin Bildstein/David Hussl segelten 2017 zu Bronze.

OeSV-Sportdirektor Schmid: "So ein Wochenende ist selten"

OeSV-Sportdirektor Matthias Schmid zeigte sich äußerst erfreut: "Zwei WM-Medaillen an einem Wochenende haben wir überhaupt nur ganz selten gehabt - ich kann mich nicht daran erinnern. Es unterstreicht, dass wir aktuell sehr gut arbeiten und in mehreren olympischen Klassen realistische Chancen auf Medaillen haben."

In Quiberon seien technologische und meteorologische Komponenten wie Strömungs- und Windmessungen ein enorm wichtiger Bestandteil des Erfolgs gewesen.

Bontus zollte Schmid ein Jahr nach dessen Kreuzbandriss "höchsten Respekt".

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