Dadic holt Hallen-WM-Silber im Fünfkampf

Dadic holt Hallen-WM-Silber im Fünfkampf Foto: © getty
 

Ivona Dadic gewinnt am Freitagabend bei der Hallen-WM in Birmingham Silber im Fünfkampf.

Die 24-Jährige muss sich mit 4.700 Punkten nur der Britin Katarina Johnson-Thompson (4.750) geschlagen geben. Bronze geht an die Kubanerin Yorgelis Rodriguez (4.637).

Dadic holt damit die insgesamt fünfte Medaille Österreichs bei den seit 1985 ausgerichteten Indoor-Titelkämpfen. Im Mehrkampf ist es die erste.

Den bis dato letzten rot-weiß-roten Indoor-WM-Podestplatz schaffte Karin Mayr-Krifka 2004 mit Bronze über 200 m.

Für Dadic ist es die bereits dritte Medaille bei einem Großereignis. 2016 gewann die Oberösterreicherin Freiluft-WM-Bronze im Siebenkampf, im Vorjahr Hallen-EM-Silber im Fünfkampf. Ebenfalls in der vergangenen Saison belegte sie bei der Freiluft-WM Rang sechs.

Vier Trainer zum Erfolg

"Es ist unfassbar, dass ich das erreicht habe, die Medaille ist ein Traum. Ich weiß jetzt, dass ich an die Weltspitze herangekommen bin. Das gibt mir viel Selbstvertrauen für die Zukunft", betont Dadic. Die Silberne von Birmingham widmet sie ihrem vor neun Jahren bei einem Motorradunfall mit 18 Jahren verunglückten Bruder Ivan.

Einen großen Anteil am aktuellen Erfolg hätten ihre Betreuer-Entscheidungen aus dem Vorjahr. "Jetzt weiß jeder, warum ich vier Trainer gebraucht habe. Das ganze Team hat mir sehr viel gebracht."

Dadic startete mit persönlicher Bestzeit von 8,32 Sekunden und Rang fünf über 60 Meter Hürden vielversprechend in den nicht mit allen Topstars besetzten Wettkampf. "Es hat sehr gut angefangen, darüber habe ich mich sehr gefreut, das war eine gute Basis."

Im Hochsprung verbesserte sie sich mit 1,82 m an die vierte Stelle. Im Kugelstoßen schob sich die Welserin mit neuer persönlicher Bestmarke von 14,27 Metern auf Platz drei.

Weitsprung als Knackpunkt

Mit 6,40 Metern im Weitsprung setzte sie sich dann auf die Silberposition. "Das war ausschlaggebend, da habe ich gewusst, es ist möglich."

Im abschließenden 800-m-Lauf (2:17,82 Min.) gab sie als Dritte hinter Johnson-Thompson (2:16,63) und Rodriguez (2:17,70) die Silberne nicht mehr aus der Hand. "Ich habe erst auf den letzten 100 Metern realisiert, dass ich Zweite geworden bin. Es war heute wichtig, dass ich mich immer fokussiert habe, dass ich einen Bewerb nach dem anderen die Konzentration gehalten habe."

Auch im Vorjahr bei der EM in Belgrad hatte die Olympia-21. von Rio de Janeiro mit neuem Landesrekord von 4.767 Punkten Silber geholt, 2016 hatte sie Freiluft-EM-Bronze erreicht. Ihr nächstes großes Ziel ist die heurige Freiluft-EM in Berlin. In der Vorbereitung darauf lässt sie das Heim-Meeting in Götzis aus und tritt stattdessen in Ratingen an.

Distelberger in den Top 10

Seine Arbeit im Siebenkampf noch nicht beendet hat Dominik Distelberger. Er liegt nach dem ersten Tag auf Platz neun.

Der Niederösterreicher kam am Freitag in der vierten Teildisziplin Hochsprung lediglich auf 1,93 Meter und fiel um zwei Ränge zurück.

An der Spitze liegt mit 3.536 Punkten der französische Topfavorit Kevin Mayer vor dem Kanadier Damian Warner (3.491) und dem Esten Maicel Uibo (3.436). Distelberger kam nach 6,93 Sekunden über 60 Meter, 7,35 m im Weitsprung, mäßigen 13,04 m im Kugelstoßen und mit seinem Hochsprung auf 3.215 Zähler.

Die 60 m Hürden, der Stabhochsprung und der abschließende 1.000-Meter-Lauf sind für Samstag angesetzt.

Freud und Leid bei den Hürdenläuferinnen

Am Samstag nicht mehr dabei ist Beate Schrott. Sie scheiterte als Fünfte ihres Vorlaufs über 60 Meter Hürden. Nur die ersten Vier und weitere vier Zeitschnellste kamen weiter. Dabei musste sich die ÖLV-Rekordhalterin in einer Zeit von 8,27 Sekunden um sieben Hundertstel sowohl gegenüber Platz vier in ihrem Heat, als auch der viertschnellsten weiteren Läuferin geschlagen geben.

Besser macht es Stephanie Bendrat, die in 8,06 Sekunden nur hinter der US-Amerikanerin Sharika Nelvis (7,97) landet.

Das Semifinale steigt am Samstag um 19:05 Uhr mitteleuropäischer Zeit, ein etwaiges Finale folgt um 21:55 Uhr.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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