Stark, aber nicht perfekt - nun warten auf ÖHB-Truppe 2 Endspiele
Österreich zeigt sich nach dem verpatzten EM-Auftakt trotz starker Leistung enttäuscht. Besonders ein Akteur äußert sich sehr selbstkritisch.
Die große Überraschung blieb aus, die Leistung macht dennoch Mut.
Österreichs Handball-Nationalteam musste sich zum EM-Auftakt Titel-Mitfavorit Deutschland am Donnerstag in Herning mit 27:30 geschlagen geben (Spielbericht), verlangte dem Medaillenkandidaten aber über weite Strecken alles ab.
Der Traum vom Hauptrundeneinzug lebt weiter – leicht wird es jedoch in den nächsten Tagen nicht.
Nach dem knappen Erfolg Spaniens gegen Serbien ist für die ÖHB-Auswahl klar: Die Partien gegen die Iberer am Samstag und gegen Serbien am Montag sind echte Endspiele.
Romero: "Alle haben über 60 Minuten ein richtig gutes Spiel gemacht“
Trotz der Niederlage zeigte sich Teamchef Iker Romero im ORF-Interview zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: "Ich bin mit allen zufrieden. Alle haben über 60 Minuten ein richtig gutes Spiel gemacht“, betonte der Spanier, verwies aber auch auf die nötige Perfektion gegen ein Team wie Deutschland.
"Wenn du gegen eine Toptoptop-Mannschaft gewinnen willst, muss einfach alles klappen.“ Der Blick ging beim ÖHB-Coach bereits nach vorne.
Ziel bleibt Hauptrunde
Auch Rückraumspieler Lukas Hutecek hob die kämpferische Leistung hervor: "Es war ein gutes Spiel mit einem guten Kampf von uns. Unser Ziel hat sich nicht geändert – wir wollen in die Hauptrunde.“
Goalie Constantin Möstl sprach dagegen offen von einer verdienten Niederlage: "Wir waren heute auf jeden Fall die schlechtere Mannschaft.“
"Wenn ich besser spiele, können wir gewinnen“
Sehr selbstkritisch analysierte Tobias Wagner seinen Auftritt. "Ich habe heute nicht mein bestes Spiel gemacht. Das tut mir sehr leid, weil die Mannschaft alles gegeben hat“, so der Kreisläufer. "Ich glaube, wenn ich besser spiele, können wir gewinnen.“
Besonders lobte Wagner die Defensivarbeit der Österreicher: "Unsere Abwehr war unglaublich.“ Verbesserungspotenzial sah er vor allem im Abschluss und im Tempospiel: "Im Abschluss und im Konterspiel können wir sicher noch eine Spur zulegen – aber dafür waren wir noch nie berühmt.“
Druck steigt – Hoffnung bleibt
Österreich zeigte gegen Deutschland eine Leistung auf Augenhöhe, ließ sich auch von Rückschlägen nicht entmutigen und brachte den Favoriten bis in die Schlussminuten ins Wanken.
Gegen Spanien und Serbien braucht es nun Punkte – und wohl erneut sehr starke Leistungen.