"Absoluter Anti-Handball": Deutschland-Keeper schießt gegen ÖHB
Schon vor dem EM-Start fliegt ein deutscher Giftpfeil Richtung Österreich. Ins Visier geraten dabei auch die ÖHB-Stars Mykola Bilyk und Lukas Hutecek.
Deutschlands Weltklasse-Torhüter Andreas Wolff bringt vor dem Start der Handball-Europameisterschaft 2026 in Dänemark, Schweden und Norwegen zusätzliche Brisanz in das Auftaktduell mit Österreich am Donnerstag (20:30 Uhr im LIVE-Ticker >>>).
Der 34-Jährige äußerte in einer Medienrunde in Hannover sein Missfallen über die Spielweise des ÖHB-Teams in aller Deutlichkeit. "Österreich spielt natürlich absoluten Anti-Handball, das möchte eigentlich keiner sehen, das ist sehr unattraktiv", sagte er.
Das rot-weiß-rote Handball-Nationalteam verteidige mit "sehr viel Leidenschaft und Härte" und hätte nach der Ansicht des Tormanns "ein bisschen den Bonus, dass sie als Außenseiter gesehen werden und ihnen das ein oder andere Foul durchgehen gelassen wird."
Hässliches Angriffsspiel
Österreich nimmt im Angriff gerne den Torhüter für einen siebten Spieler vom Feld. Wolff meint dazu: "Du musst in der Abwehr sehr viel arbeiten und sehr darauf achten, einfache Ballgewinne zu erzielen, um das 7 gegen 6 zu bestrafen."
Mykola Bilyk, mit dem Wolff beim THW Kiel spielt, bezeichnete er als absolutes "Alpha-Tier" und "Anführer" im ÖHB-Team, der gemeinsam mit Teamkollege Lukas Hutecek "das Angriffsspiel in all seiner Hässlichkeit" leitet.
Der Keeper erwartet zum EM-Auftaktspiel in Herning daher "keinen Leckerbissen" für Handball-Fans. Dem ÖHB-Team ist das herzlichst egal, Bilyk betonte bereits, dass man Deutschland "endlich einmal schlagen" will.