Voller Erfolg: Fanansturm dank Straka!
Mehr als 20.000 Fans konnten die Austrian Alpine Open begrüßen - damit rechneten die Organisatoren nicht. Für Sepp Straka war es ein Wiedersehen mit alten Bekannten.
Golfstar Sepp Straka hat sich in Kitzbühel als der erwartete Publikumsmagnet für die Austrian Alpine Open erwiesen.
Von Donnerstag bis Sonntag strömten Menschenmassen zu den Flights des zweifachen Ryder-Cup-Champions, die Rede war von der "Straka-Karawane".
"Das Positivste generell war die Stimmung. Es war Wahnsinn, vor diesen Fans zu spielen", sagte Straka. "Es ist phänomenal und die beste Bühne für den Golfsport", meinte Niki Wiesberger von Golf Austria.
Dass so viele Menschen auf einem heimischen Golfplatz Sportler am Tee, auf den Fairways und Greens bestaunen, ist ungewohnt.
"Ich bin ja auch schon seit vielen Jahren im Golfgeschäft. Aber die Szenen, die sich wegen Sepp abgespielt haben, gab es bei uns bisher noch nie. In Österreich an einem Donnerstagvormittag Menschen in vier, fünf Reihen um einen Abschlag zu sehen - und das war der erste Tag - ist sensationell", staunte ÖGV-Geschäftsführer Wiesberger im APA-Gespräch.
Organisatoren von Fanansturm überrascht
Waren am Donnerstag 5.500 Fans am Golfplatz Kitzbühel-Schwarzsee-Reith zugegen, steigerte sich das auf 7.400 am Freitag und 8.500 am Samstag. Damit wurden die Zuschauerzahlen vom Vorjahr in Salzburg deutlich gesteigert. Alle wollten "Straka schauen".
Selbst die Verantwortlichen der DP World Tour staunten nicht schlecht angesichts der Zahl an Fotografen und Kamerateams sowie dem Fan-Gedränge, das den Weltranglisten-18. auf Schritt und Tritt verfolgte.
So musste die Medienzone erweitert werden, sein Pressestatement am Freitag wurde kurzfristig ins deutlich geräumigere Medienzelt verlagert. Tourmitarbeiter sprachen von Rory-McIlroy-Dimensionen.
Wiedersehen mit alten Bekannten
Straka selbst nahm den Rummel gelassen, schrieb zahlreiche Autogramme, beantwortete alle Fragen, erfüllte viele Fotowünsche und meinte auf die Frage, ob es sich wie ein Nachhausekommen anfühle:
"Ja, auf jeden Fall. Also es ist eine super Woche. Die Atmosphäre war die ganze Woche lang wahnsinnig gut. Ich glaube, es ist ein tolles Turnier für den österreichischen Golfsport."
Und es war auch ein Wiedersehen für den 33-Jährigen. Straka traf zahlreiche bekannte Gesichter aus seiner Jugendzeit, die er im Golfclub Fontana in Oberwaltersdorf südlich von Wien verbrachte, und als Nationalkaderspieler.
Darunter war auch sein einstiger Coach Claude Grenier. "Leider habe ich diese Woche nicht so viel Zeit abseits des Platzes gehabt, aber es war schön, den Claude zu sehen. Meine Eltern waren dabei, ein paar Freunde noch dazu. Es ist einfach immer schön, wieder zu Hause zu sein."
Einstige Weggefährten honorieren Strakas Leistungen
Auch Niki Wiesberger sowie die einstige Proette Marina Stütz sind ehemalige Weggefährten von Straka und trafen diesen in Kitzbühel wieder.
"Wir haben ja eine lange Geschichte gemeinsam. Wir haben als kleine Kinder im Regionalkader unter Claude Grenier trainiert. Es war sehr schön, ihn wieder einmal zu sehen. Das ist ja viel zu selten. Ich glaube, er genießt es - zu Recht, weil er hat sich diese Position verdient", meinte Wiesberger.
Stütz, die sich 2012 als erste Österreicherin im Alter von 19 Jahren für die US-Profi-Tour der Frauen (LPGA) qualifiziert hatte, ist der gleiche Jahrgang wie Straka (1993).
"Ich glaube, wir haben sieben Jahre im Nationalkader gemeinsam gespielt. Der Kontakt ist über die Jahre verloren gegangen", sagte die Oberösterreicherin, die nun in Kitzbühel lebt. Sie habe zu Hause noch Bilder hängen, "da war er Burschenstaatsmeister und ich die Mädelsstaatsmeisterin."
"Natürlich schaut man da auf"
Das weiß auch Straka noch. "Wir haben ewig gespielt zusammen. Ich kann mich erinnern, wir haben beide das 'Duke of York' (englisches Nachwuchsturnier, Anm.) gespielt. Sie ist wahrscheinlich immer noch eine super Golferin", erzählte der Golfprofi. Stütz gab das Lob zurück. "Sepp ist ein absoluter Superstar."
Sie bewundere dessen Ruhe. "Die hat er früher auch schon in der Jugend gehabt." Dem schloss sich auch Maximilian Steinlechner an. "Was der Sepp bisher erreicht hat in seiner Karriere - Ryder Cup gewonnen, PGA-Turniere gewonnen, alle möglichen Majors gespielt -, natürlich schaut man da auf."
Am Montag geht es für Straka wieder über den Atlantik, denn kommende Woche ist der ÖGV-Golfer wieder in seiner US-Wahlheimat aktiv. Ab Donnerstag steht in Dublin/Ohio das Memorial, ein PGA-Signature-Event, am Spielplan des Österreichers.