Austrian Alpine Open als Stelldichein heimischer Topsportler
Diverse Olympia-Medaillengewinner schauten in Kitzbühel vorbei.
Dass Golf im Leben vieler Sportler aus anderen Disziplinen eine Rolle spielt, zeigt sich bei der Austrian Alpine Open.
Unter den Tausenden Besuchern befinden sich auch heimische Topathleten: Olympia-Medaillengewinner Jakob Dusek, Jonas Müller oder Thomas Steu gingen dieser Tage in Kitzbühel "Sepp Straka"-Schauen und entpuppten sich als Golffanatiker.
Auffällig: Viele Wintersportler sind dabei. "Jetzt in der Vorbereitung ist dafür Zeit", gab Dusek eine logische Erklärung.
Der Snowboard-Weltmeister von 2023 spielt nach eigenen Angaben seit drei Jahren ambitioniert Golf und nimmt auch an Turnieren teil. Nicht nur beim Schwung, auch mental könne man einiges lernen, sagte Dusek.
"Meine Rennen dauern ja alle nur recht kurz, aber beim Golf muss man über Stunden auf der Höhe sein. Da kann man sich etwas abschauen", meinte Dusek, der zugab, dass ihm misslungene Schläge noch lange im Kopf bleiben können. Das müsse man abschütteln, so der 29-Jährige.
Anreise zum "Straka"-Schauen
Im Moment bereitet sich der Snowboarder mit Kraft- und Konditionstraining auf den kommenden Winter vor. Das gilt auch für Skilangläufer Michael Föttinger, der mit seinem ehemaligen Schulkollegen Dusek - beide drückten die Schulbank in der Schladminger Ski-HAK - anreiste.
Den Salzburger hat der Opa in jungen Jahren zum Golfen gebracht: "Es lässt sich gut in die Freizeit integrieren, ein paar Löcher am Abend spielen zu gehen", sagte Föttinger.
Die Weltklasse-Rodler Müller und Steu scheuten eine Drei-Stunden-Autofahrt aus Vorarlberg nicht, um Straka, Wiesberger und Co. beim DP-World-Tour-Turnier auf die Schläger zu schauen.
Die beiden Bludenzer sind ebenfalls Freunde von Birdies und Eagles und haben gemeinsam mit Nico Gleirscher und Noah Kallan die aussagekräftige Marke "Badbadgolf" gegründet.
Bereits beim Pro-Am-Turnier am Mittwoch hatten viele (Ex-)Sportler abgeschlagen, unter anderem der französische Alpinskifahrer Clement Noel oder die im Sportruhestand befindlichen Michael Hayböck, Philipp Schörghofer, Felix Gottwald und Viktoria Rebensburg.