NFL-Playoffs: Dallas Cowboys eliminieren Seattle

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NFL-Playoff-Siege der Dallas Cowboys sind seit dem letzten Super-Bowl-Triumph 1996 selten geworden, umso süßer schmeckt dieser.

In der Wildcard-Runde der NFC setzen sich die Texaner vor heimischem Publikum gegen die Seattle Seahawks in einer spannenden Partie mit 24:22 durch.

Ausschlaggebend ist neben einer starken Defense-Performance eine überragende Lauf-Leistung. Superstar-Running-Back Ezekiel Elliott erläuft 137 Yards und trägt den Ball im Schlussviertel zum vorentscheidenden Touchdown in die Endzone.

Quarterback Dak Prescott stellt den Sieg in der Schlussphase mit einem 1-Yard-Lauf sicher. Michael Gallup fängt einen TD-Pass des Cowboys-Spielmachers.

QB Russell Wilson erläuft einen Touchdown für die Seahawks, sein TD-Pass auf J.D. McKissic kommt zu spät.

Der Dallas-Gegner in den Divisional-Playoffs steht noch nicht fest. Es geht entweder zu den New Orleans Saints oder zu den Los Angeles Rams.

DALLAS COWBOYS (4) vs. SEATTLE SEAHAWKS (5) 24:22

SCORING:

Q1:

3:0: Brett Maher - 39-Yard-Field-Goal (9:54 Minuten)

Q2:

3:3: Sebastian Janikowski - 27-Yard-Field-Goal (7:05 Minuten)

3:6: Sebastian Janikowski - 42-Yard-Field-Goal (1:47 Minuten)

10:6: Michael Gallup - 11-Yard-Pass von Dak Prescott (0:24 Minuten)

Q3:

10:14: Russell Wilson - 4-Yard-Lauf (1:59 Minuten) - Two-Point-Conversion erfolgreich (Mike Davis)

Q4:

17:14: Ezekiel Elliott - 1-Yard-Lauf (12:28 Minuten)

24:14: Dak Prescott - 1 Yard-Lauf (2:14 Minuten)

24:22: J.D. McKissic - 7-Yard-Pass von Russell Wilson (1:18 Minuten) - Two-Point-Conversion erfolgreich (Chris Carson)

Laufspiel der Seahawks lahmt

Dass das Laufspiel in diesem Match eine entscheidende Rolle spielen würde, war absehbar. Schließlich war es auch das Duell des an Yards erfolgreichsten Rushers der Regular Season (Elliott) mit dem an Yards erfolgreichsten Team dieser Spielzeit (Seattle).

Während sich Elliott in Normalform präsentierte und kaum zu stoppen war, hat sich die Dallas-Defense hervorragend auf das Laufspiel der Seahawks eingestellt. Vor allem Chris Carson (20 Rushing Yards in 13 Versuchen) brachte im wahrsten Sinne des Wortes gar nichts weiter.

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Auch das Passspiel lahmte zu Spielbeginn. Wilson brachte das Kunststück zustande, das erste Viertel mit minus (!) 8 Passing-Yards abzuschließen - sein einziger angekommener Pass wurde deutlich hinter der Anspiellinie gestoppt.

Cowboys-Jubel kurz vor der Pause

Dallas bewegte den Ball von Beginn an deutlich effizienter, am Scoreboard machte sich dies kaum bemerkbar. Mehr als ein Field Goal von Brett Maher gelang im ersten Quarter ebenfalls nicht.

Seattle übernahm im zweiten Abschnitt dank zweier Field Goals von Sebastian Janikowski sogar erstmals die Führung.

24 Sekunden vor der Pause durften die Fans im AT&T Stadium dann doch noch den ersten Touchdown der Partie bejubeln. Prescott bediente Gallup mit einem 11-Yard-Pass in der Endzone, dem ging ein herrlicher 41-Yard-Lauf von Elliott vorher.

DALLAS COWBOYS:

Name

Passing Yards Rushing Yards Receiving Yards
Dak Prescott 226 (1 TD, 1 INT) 29 (1 TD)
Ezekiel Elliott 137 (1 TD) 32
Rod Smith 1
Tavon Austin -3 7
Amari Cooper 106
Cole Beasley 28
Michael Gallup 18 (1 TD)
Blake Jarwin 15
Allen Hurns 14
Noah Brown 6

Mit 123 Total Yards schaffte Elliott in der ersten Halbzeit im Alleingang mehr Yards als die komplette Seahawks-Offense (112).

Seattle-Kicker Janikowski verletzt sich

Seattle kam in der wenigen verbliebenen Spielzeit in Halbzeit eins sogar noch einmal in Field-Goal-Reichweite, doch Janikowski vergab aus 57 Yards. Dies kann bei dieser Distanz passieren, dennoch war es ein Kick, der die Dynamik des Spiels beeinflussen sollte. Denn der Routinier verletzte sich bei seinem Versuch und stand in der Folge nicht mehr zur Verfügung.

Ohne Kicker war man der Möglichkeit, Field Goals zu versuchen, beraubt. Selbiges galt für Extrapunkt-Versuche. Dies kam, ohne weiteren Schaden, gegen Ende des dritten Quarters zu tragen, als die Führung erneut wechselte.

Doug Baldwin zeigte mit einem tollen Catch auf, Wilson vollendete den Drive mit einem 4-Yard-Touchdown-Lauf. Mike Davis verwertete die mangels Janikowski gewählte Two-Point-Conversion zum 14:10 für Seattle.

Dallas ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und konterte bereits im nächsten Drive. Befeuert von einem Super-Catch von Amari Cooper marschierten die Hausherren über das Feld und Elliot aus einem Yard in die Endzone.

Prescott macht - vermeintlich - alles klar

Während die Cowboys-Defense in der Folge ihren Job erledigte, hielt jene der Seahawks ihr Team im Spiel. Als Dallas nach der Vorentscheidung strebte, fing K.J. Wright einen Prescott-Pass in der Endzone ab.

Doch auch dieser Lapsus machte die Cowboys nicht nervös und so holten sie besagte Vorentscheidung eben beim nächsten Ballbesitz nach. Gut zwei Minuten vor Schluss lief Prescott erst mit einem schönen Lauf an die Endzone und im nächsten Spielzug aus einem Yard zum 24:14 in selbige.

SEATTLE SEAHAWKS:

Name

Passing Yards Rushing Yards Receiving Yards
Russell Wilson 233 (1 TD) 14 (1 TD)
Rashaad Penny 29
Chris Carson 20 -1
Mike Davis 10 22
Tyler Lockett 120
Ed Dickson 42
Doug Baldwin 32
J.D. McKissic 13 (1 TD)
Nick Vannett 5

Dieser Score war auch notwendig. Denn es wären nicht die Seahawks, wenn sie nicht bis zuletzt um das Wunder fighten würden. Wilson führte sein Team noch einmal über das Feld und fand J.D. McKissic in der Endzone. Mangels Kicker ging man erneut auf zwei Punkte und holte sie abermals.

Dass Janikowski fehlte, machte sich aber spätestens beim folgenden - recht dilettantisch ausgeführten - Onside-Kick bemerkbar, den die Cowboys eroberten, woraufhin der Jubel keine Grenzen mehr kannte.

Vierter Playoff-Sieg seit letztem Super-Bowl-Triumph

"Americas Team" hat zwar fünf Vince-Lombardi-Trophys in der Vitrine stehen, aber seit dem letzten Super-Bowl-Sieg reihten sich Pleiten, Pech und Pannen munter aneinander.

Dies war das 13. Playoff-Spiel seit dem Triumph in Super Bowl XXX im Jänner 1996, aber erst der vierte Sieg - in diesem Jahrtausend gar erst der dritte.

Ob schon am kommenden Wochenende ein weiterer folgt? Wohin die Reise geht, hängt vom zweiten NFC-Wildcard-Duell ab. Gewinnt Chicago gegen Philadelphia, muss Dallas zu den an Nummer eins gesetzten New Orleans Saints. Bleiben die Eagles siegreich, geht es zu den Los Angeles Rams.

Fest steht nur, dass die einst so erfolgsverwöhnten Cowboys die Dienstreise als Außenseiter antreten werden. Fürs Ego der Franchise war dieser Erfolg aber so oder so wichtig, vielleicht beflügelt er ja zu weiteren Heldentaten.

Makel für Carroll-Bilanz

Die Seahawks wiederum stehen vor den Scherben ihrer Saison. Zudem hat nun die bislang eindrucksvolle Bilanz von Head Coach Pete Carroll einen Makel.

In allen sechs Saisonen, in denen er Seattle in seiner Amtszeit in die Playoffs führen konnte, gelang in selbigen zumindest ein Sieg. Der siebente Streich ist misslungen.

Legenden, junge Wilde und einige etablierte Haudegen. Die Playoff-Quarterbacks dieser NFL-Saison bieten ein breites Spektrum. LAOLA1 mit einem Ranking der Spielmacher:

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Eines vorneweg: Der Generations-Wechsel unter den NFL-Quarterbacks ist in vollem Gange. Sechs der Playoff-QBs wurden in den letzten drei Jahren gedraftet, mit Carson Wentz muss ein weiterer Jungstar (abermals) passen. Da diese "Jungen Wilden" logischerweise noch nicht über die Lebensläufe eines Brady oder Brees verfügen können, besteht in solch einem Ranking die Gefahr, Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Wir legen daher diesmal eine Spur mehr Wert auf die Aktualität, ohne aber die gerade in der Postseason so wertvolle Erfahrung außer Acht zu lassen.

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12. LAMAR JACKSON (Baltimore Ravens)

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Leider muss es einen Letzten geben. In einem in diesem Jahr sehr sehenswerten Feld an Playoff-Quarterbacks ohne "echten" Notnagel (Nick Foles sollte diesen Status abgelegt haben) trifft es Jackson. Hat dieser das Potenzial, dies als Irrtum zu entlarven? Ja, ja und nochmals ja. Seit der Rookie als Starter übernommen hat, führte er die Ravens zu einer 6-1-Bilanz, auch wenn der Großteil der Siege gegen sehr schlagbare Konkurrenz eingefahren wurde (Ausnahme Chargers). Nun wartet die Liga-Elite. Auch diese wird mit der speziellen Mobilität des "werfenden Running Backs" Probleme haben. Was wir noch zu wenig wissen: Wie tut sich Jackson, wenn er mit seinen Händen einen Rückstand aufholen muss? Sofern die Monster-Defense der Ravens überhaupt einen großen Rückstand zulässt...

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11. MITCHELL TRUBISKY (Chicago Bears)

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Wie Jackson kann auch Trubisky auf eine hervorragende Defense aufbauen, was immer hilft. Zu je weniger Aufholjagden man verdammt ist, umso besser. Der 24-Jährige, der Nummer-2-Pick des Drafts 2017, hat in seiner zweiten Saison einen großen Sprung nach vorne gemacht. Zu konstanten Heldentaten wie mancher Kollege war er jedoch nicht gezwungen. Zur Seite steht ihm ein starkes Laufspiel, zu dem er durchaus einen Beitrag leisten kann - nicht auf Jackson-Niveau, aber allemal erwähnenswert. Die Playoffs sind für junge QBs oftmals Reifeprüfungen. Trubisky hat das Zeug zum nächsten Schritt.

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10. DAK PRESCOTT (Dallas Cowboys)

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Prescott ist vielleicht nicht der profilierteste Passer in diesem Playoff-Feld, aber durchaus ein Spielmacher, der weiß, wie man Spiele gewinnt. Im dritten Karriere-Jahr erreichte er mit den Cowboys zum zweiten Mal die Playoffs. Statistisch ist sein überraschendes Rookie-Jahr immer noch sein bestes, aber der 25-Jährige hat sich so weit eingependelt, dass man ungefähr weiß, was man bekommt. Funktioniert das Laufspiel um Ezekiel Elliott, ist er eine gute Ergänzung - sowohl in der Luft als auch am Boden. Dass ihm die Cowboys im Saison-Verlauf mit Amari Cooper einen Einser-Receiver "gecheckt" haben, schadet auch nicht.

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9. NICK FOLES (Philadelphia Eagles)

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Kleiner Fun Fact und Kritik in eigener Sache: Im Vorjahr haben wir "Notnagel" Foles in diesem Ranking der Playoff-Quarterbacks auf dem 12. und letzten Platz geführt. Die Moral der Geschichte ist bekannt. Der 29-Jährige hat uns und vermutlich so ziemlich jeden, der sich mit der NFL beschäftigt, eines Besseren belehrt und darf sich inzwischen Super-Bowl-MVP nennen. In Philadelphia gibt es mit Frühjahr, Sommer, Herbst, Winter und Foles inzwischen fünf Jahreszeiten. Auch diesmal muss der Routinier für das verletzte Franchise-Gesicht Carson Wentz einspringen und rettete die Eagles zumindest einmal in die Playoffs. Vom eigentlichen Potenzial her ist Foles wohl auch diesmal der schwächste Playoff-QB, aber wir wetten nicht mehr gegen "Saint Nick". Auch wenn er diesmal selbst lädiert ist und alle Spiele auswärts bestreiten muss.

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8. JARED GOFF (Los Angeles Rams)

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Wir kommen bereits relativ früh in jene Regionen des Rankings, wo man bei fast jedem QB eine bessere oder schlechtere Positionierung argumentieren kann. Letztlich ist es wohl eine Mischung aus Geschmacksfrage und Gefühl. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Goff hat eine starke Saison gespielt und ist Teil einer der besten NFL-Offenses, wenngleich man argumentieren kann, dass RB Todd Gurley deren Herzstück ist. Im Saison-Finish hat der Nummer-1-Pick des Drafts 2016 die eine oder andere schwache Partie eingestreut, mit Cooper Kupp fehlte ihm sein Sicherheitsnetz spürbar. Was ebenso fehlt: Der erste Playoff-Sieg. Im Vorjahr fehlte noch die Erfahrung, jetzt gilt es, auch in der Postseason zu liefern.

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7 DESHAUN WATSON (Houston Texans)

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In diesen Playoffs messen sich einige Super-Bowl-Champions. Diesbezüglich kann Watson, ähnlich wie Goff, nicht mithalten. Schließlich ist es für ihn das Playoff-Debüt. Nachdem die Premieren-Saison des Erstrunden-Picks 2017 mit einer schweren Knieverletzung viel zu früh endete, kehrte er diese Saison auf hohem Niveau zurück. Watson kann seine Gegner durch die Luft und am Boden besiegen und tat dies in der Regular-Season nach einem 0-3-Horror-Start auch mit beeindruckender Konstanz. Seine letzte Interception warf er Mitte November. Trotzdem wird man das Gefühl nicht los, dass mehr ginge, wenn Houstons O-Line nicht so katastrophal wäre und neben Ausnahmekönner DeAndre Hopkins weitere verlässliche Anspielstationen zur Verfügung stünden. Der 23-Jährige hat das Potenzial, einer der ganz Großen zu werden. Die Playoffs bieten dafür die adäquate Bühne.

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6. PHILIP RIVERS (Los Angeles Chargers)

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Zählt der letzte Eindruck, wäre Rivers hier überbewertet. Das letzte Saison-Viertel des bald neunfachen Familienvaters war nur bedingt schön anzuschauen, alleine in den letzten drei Partien warf er jeweils zwei Interceptions. Aber: Was Rivers bis dahin aufführte, ginge in manchen Saisonen als MVP-Kandidatur durch. Der 37-Jährige verfügt über jede Menge Erfahrung - und auf genau diese wird es ankommen, will er sich im Spätherbst seiner Karriere doch noch den Traum vom Super-Bowl-Triumph erfüllen. An seinem Können als Passer gibt es wenige Zweifel. Nun muss er es abrufen, wenn es darauf ankommt.

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5. ANDREW LUCK (Indianapolis Colts)

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Hut ab! Die Comeback-Saison von Andrew Luck nach seiner schweren Schulter-Verletzung war mehr als ansprechend, spätestens nachdem er zu Saison-Beginn den Rost abschüttelte. Nach dem Fehlstart in die Saison war es auch dem Star-QB zuzuschreiben, dass die Colts neun ihrer letzten zehn Spiele gewannen und so noch das Playoff-Ticket lösten - der Totalaussetzer in Jacksonville sei also nur am Rande erwähnt. Seine Tendenz, immer wieder Interceptions einzustreuen, hat Luck nicht abgelegt, sie machte ihm jedoch keinen Strich durch die Rechnung. Der 29-Jährige verfügt über Playoff-Erfahrung, auch wenn es nie zum ganz großen Wurf reichte. Dass mit Frank Reich nun ein QB-Guru sein Head Coach ist, könnte helfen.

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4. RUSSELL WILSON (Seattle Seahawks)

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Der erste von drei Super-Bowl-Siegern in diesen Playoffs. Die ganz große Yardage wird Wilson im Vergleich mit anderen QBs wohl nicht so schnell erwerfen, dafür sind die Seahawks zu lauflastig. Aber das macht nichts: Wenn es auf den entscheidenen Wurf zur richtigen Zeit ankommt, ist der 30-Jährige mit beeindruckender Konstanz zur Stelle. Seine Mobilität und Big-Play-Fahigkeiten sind gefürchtet. Fehler streut er kaum ein (nur 7 Interceptions), vom QB-Rating war dies gar seine beste Saison. Inzwischen verfügt er auch über reichlich Erfahrung, und das macht die Seahawks gefährlich, auch wenn der Roster aktuell vielleicht nicht über die Qualität vergangener Jahre verfügt. Denn Wilson weiß, wie man in den Playoffs gewinnt.

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3. TOM BRADY (New England Patriots)

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NIE hätten wir gedacht, dass Brady bis 2036 jemals nicht die Nummer eins in diesem Ranking sein würde. Und ja eh, ehrlich gesagt haben wir eh ein wenig Bauchweh - nach oben wie nach unten. Von seinen Verdiensten her wäre es keine Frage, dass der fünfmalige Super-Bowl-Champion die Nummer eins sein müsste. Er ist der beste Playoff-Quarterback aller Zeiten. Punkt. Seine immer noch gute, aber für seine Verhältnisse eher durchschnittliche Saison lässt sich allerdings nicht ganz ignorieren. Zuletzt waren sehr wohl einige Spiele dabei, welche die Frage aufkommen lassen, ob nun doch der Zahn der Zeit am 41-Jährigen nagt. In anderen Rankings ist er deshalb noch weiter nach unten gepurzelt. Wir halten Rang drei für angemessen. Erstens ist es Brady trotz allem jederzeit zuzutrauen, auf den Punkt da zu sein. Zweitens ist dies auch als Lob an die beiden Erstplatzierten zu verstehen.

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2. PATRICK MAHOMES (Kansas City Chiefs)

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WOW! WOW! WOW! Mahomes hat gleich in seiner ersten vollen Saison wie ein Blitz eingeschlagen. Würde es irgendjemanden wundern, wenn es hierzulande in einigen Jahren viele Kansas-City-Fans gibt? Seahawks- und Patriots-Fans sind in der jüngeren Vergangenheit ja auch wie die Schwammerl aus dem Boden geschossen. Mahomes steht für spektakulären Football fürs Auge, dank seiner überragenden Statistiken (5097 Passing-Yards, 50 TD-Pässe) ist er der Favorit auf die Auszeichnung zum MVP. Angesichts der eher wackligen Chiefs-Defense wird er auch in den Playoffs sein A-Game auspacken müssen. Für das größte Fragezeichen, nämlich seine Erfahrung, kann er wenig. Die Playoff-Bühne hat schon viele QBs nervös werden lassen. Aber dank seiner Qualität wird er wohl noch viel Playoff-Erfahrung sammeln.

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1. DREW BREES (New Orleans Saints)

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Die Saison von Mahomes war atemberaubend, als Gesamtpaket entscheiden wir uns aber doch für Können, Präzision und vor allem Erfahrung von Brees. Die Yardage und die Zahl der TD-Pässe war 2018 vielleicht nicht in jenen lichten Höhen von einst, aber das musste sie auch nicht. In Sachen Effizienz war es wohl die beste Saison des Altstars, der am 15. Jänner seinen 40er feiert. Er brachte die beinahe schon absurde Zahl von 74,4 Prozent seiner Pässe an den Mann, womit er seinen eigenen NFL-Rekord brach. Das QB-Rating von 115,7 war das beste dieser Saison und auch das beste seiner eindrucksvollen Karriere. Nur 5 Interceptions sprechen für sich. Brees muss auch nicht mehr so viel hasardieren wie in früheren Jahren. Das Laufspiel um Alvin Kamara und Mark Ingram ist mehr als eine wertvolle Stütze. Die lebende Legende darf sich berechtigte Hoffnungen auf einen zweiten Super-Bowl-Ring machen.

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