Die 15 größten Stadien Nordamerikas
Seattle Seahawks
41:6-Sieg gegen die San Francisco 49ers
by sportfan_1990
Was für eine Vorstellung von den Seattle Seahawks. Der Nummer-1-Seed der NFC konnte nach seiner Bye Week auf beeindruckende Art und Weise seine Ambitionen auf die Vince-Lombardi-Trophy untermauern. Der NFC-West-Rivale, die San Francisco 49ers, wurde regelrecht überrollt.
Obwohl die Voraussetzungen nicht sehr gut waren: Denn Quarterback Sam Darnold musste am Donnerstag auf den Injury Report – er hat sich die Bauchmuskeln gezerrt. Im Spiel hat man davon aber kaum etwas bemerkt.
Die Seahawks waren in allen Belangen besser als San Francisco. Mit der Offensive überlief man die Front der 49ers. Insgesamt waren es 175 Yards. So konnte man Sam Darnold ein wenig verstecken. Er warf nur für 124 Yards, aber mehr war nicht notwendig. Die Defensive war zu jeder Zeit brutal stark. Die Niners konnten kaum Downfield gehen. San Francisco hatten keine einzige Completion über 20 Yards. Das Run Game um McCaffrey wurde auch regelmäßig gestoppt. Der längste Lauf von McCaffrey war acht Yards lang. Auch bei den Turnovers gewann Seattle mit 3:0.
Last but not least konnten die Seahawks auch im Special Team überzeugen. Schon im ersten Play des Spiels brachte Rashid Shaheed mit einem Kickoff-Return-Touchdown Seattle auf die Siegerstraße.
RASHID SHAHEED 95 YARDS TO THE HOUSE ON THE OPENING KICKOFF 😱
— ESPN (@espn) January 18, 2026
(via @Seahawks)pic.twitter.com/2xx4vqNpQk
Nun wartet im Conference-Championship-Game der NFC-West-Rivale Los Angeles Rams. Das kann eine absolut tolle Partie werden – wie auch schon in Week 16, als die Seahawks mit 38:37 nach Overtime gewonnen haben.
Josh Allen
30:33-Niederlage gegen Denver Broncos (25/39, 283 Passing Yards, 3 TDs, 2 INTs, 2 Fumbles lost)
by Fredix
Was wurde vor den Playoffs nicht geschrieben, heuer ist die Chance für die Bills, endlich die Super Bowl zu gewinnen und die Playoffs fingen gut an: Gegen die Jaguars gelang Josh Allen der erste Auswärtssieg in den Playoffs und er blieb das 6. Playoffspiel in Folge ohne Turnover.
Doch gegen die Broncos sollte ihm nicht nur der erste Sieg in Overtime seiner Karriere verwehrt bleiben, sondern es sollte noch bitterer kommen: Seine Career High vier Turnovers in den Playoffs hatten maßgeblichen Anteil am Aus gegen die Broncos und unterstreichen, wie sehr die Bills von ihm und davon, dass er das Team schultert und im Alleingang zum Sieg führt, abhängig sind.
Look at all the shitbag athletes in the world who are celebrated despite carrying more about their IG followings than winning.
— Bobby Burack (@burackbobby_) January 18, 2026
Josh Allen is breaking down in tears because of the loss. This is my QB!
pic.twitter.com/GJprKSAAY4
Kyren Williams
20:17-Sieg gegen Chicago Bears (21 Carries für 87 Yards, 2 TDs, 4 Receptions für 30 Yards)
by Fredix
Sicher könnte hier auch mit Kenneth Walker III der Running Back des Divisionsrivalen stehen, auf den die Rams im Championship-Game treffen, denn er hat mehr Yards und TDs erzielt, doch im Gegensatz dazu sorgte Williams für sämtliche TDs der Rams beim knappen Sieg gegen die Bears.
Williams hat sich als RB1 bei den Rams etabliert (3. Saison in Folge mit über 1.000 Rushing Yards und mindestens zehn TDs, Pro Bowl 2023) und seine Vertragsverlängerung im vergangenen August (3 Jahre, 33 Mio.), bevor sein Rookie-Contract nach dieser Saison ausläuft, gerechtfertigt. Etwas, das er dem oben erwähnten Kenneth Walker III voraus hat - doch vielleicht macht der ja ausgerechnet am kommenden Spieltag Werbung in eigener Sache für eine Vertragsverlängerung...
C.J.Stroud
16:28-Niederlage gegen die New England Patriots (20/47 für 212 Yards, 1 TD, 4 INT)
by sportfan_1990
Die Houston Texans haben wohl die beste Defensive der Liga. Was braucht man, wenn die eigene Defense insgesamt drei Takeaways generiert – weitere zwei Fumbles auch noch "forced"? Richtig! Einen Quarterback, der selbst keine Fehler produziert. C.J. Stroud hat schon vergangene Woche im Wild-Card-Playoff gegen Pittsburgh drei Mal den Ball verloren. Da ist es nochmals gut gegangen. Im Gegensatz zum Sonntag.
Er verzeichnete alleine in der ersten Halbzeit vier Interceptions. Somit verdreifachte er seine Playoff-Interceptions – denn in seinen ersten fünf Playoff-Spielen hatte er nur zwei Interceptions. Eine Interception wurde auch noch zu einem Touchdown zurückgetragen. So kann man keine Partie gewinnen. Zusätzlich verlor Running Back Woody Marks noch einmal den Ball in der Red Zone.
Marcus Jones with the pick six!
— Preme Football (@premefootball) January 18, 2026
CJ Stroud is struggling big time, already with 5 turnovers in just 6 playoff quarters. pic.twitter.com/sptMsX7HMT
Die Texans haben nun eine Saison verspielt, in dieser der Titel durchaus drinnen war. Auch kommende Saison sehe ich sie wieder ganz weit vorne in der AFC, aber die Offensive um Stroud muss besser werden. Und für Stroud selbst geht es nun langsam auch um seine Zukunft. Nächstes Jahr geht er in sein finales Vertragsjahr. Mehr über C.J. Stroud wird mein Kollege Fredix in seiner eigenen Meinung schreiben.
Jayden Higgins
16:28-Niederlage gegen New England Patriots (6 Receptions für 59 Yards)
by Fredix
Die bloßen Zahlen lassen es nicht vermuten, aber Higgins war der Leading-Receiver der Texans in der Partie. Sicherlich haben die Verletzungen von WR Collins und TE Schultz dabei eine Rolle gespielt, doch Higgins hat die sich daraus ergebene Chance genützt und nicht nur das: In den Playoffs war er mit 98 Receiving Yards der Nummer-zwei-Receiver der Texans (hinter Christian Kirk), in der Regular Season mit 525 Yards die Nummer drei (hinter den erwähnten Nico Collins und Dalton Schultz).
Insgesamt also eine Rookie Saison, auf der sich aufbauen lässt.
20
by sportfan_1990
Das ist die Anzahl der Turnover, die in dieser Woche passiert sind. Spitzenreiter war das Spiel Patriots vs. Texans. Hier sind insgesamt acht Turnover zu Stande gekommen. Somit war es das erste Playoff-Spiel seit 2015 mit so einer hohen Anzahl an Turnover.
Auch bei Broncos vs. Bills konnten die Zuschauer sechs Turnover sehen. Alleine Josh Allen war für vier verantwortlich – siehe Verlierer der Woche. Bears sowie Niners schenkten jeweils drei Mal den Ball her.
Und warum spreche ich das vor allem hier an? "Protect the ball" ist wohl einer der wichtigsten Phrasen im American Football. Jene Mannschaften, die durch Turnover öfter den Ball verloren haben, haben am Wochenende auch allesamt verloren. Allen, Williams und Stroud warfen mehrere Interceptions und brachten so ihre Teams in Rückstand. Die beiden Erstgenannten warfen zudem in der Verlängerung den Ball zum Gegner und bekamen ihn auch nicht wieder zurück.
Schon letzte Woche wurde darüber diskutiert, ob die NFL schwächer wurde. Sind viele Turnover ein Beweis dafür, dass die NFL schwächer ist? Was sind Parameter dafür? Sind Defenses heuer einfach stärker und forcieren Turnover oder sind die Offenses schwächer und fehleranfälliger? Wie seht ihr das?
sportfan_1990:
Nachdem die beiden Nummer-1-Seeds der jeweiligen Conferences ihre Spiele gewonnen haben und nun im Conference-Championship-Game Heimrecht genießen dürfen, darf ich euch bekannt geben, dass es die erste komplette Playoff-Saison seit 2002/2003 ist, in welchem es keine Indoor-Spiele gab.
Die alten Hasen unter uns können sich noch an die großen Playoff-Schlachten im Schnee (Patriots vs. Raiders 2002) oder die Spiele bei eisigen Temperaturen (Packers vs. Giants 2008) erinnern.
In den letzten Jahren häuften sich die Spiele, die Indoor gespielt wurden. Oftmals wurden auch Super Bowls in einem neuen Stadion mit Dach gespielt. So nicht in diesem Jahr. Da findet die Super Bowl in Santa Clara statt. Derzeit spielen in der NFL zehn Teams in Indoor-Stadien und 22 Teams outdoor - Anzahl steigend.
Gerade am Sonntag sah man im Spiel zwischen den Patriots und den Texans, dass das Wetter eine zusätzliche Komponente bringt. Ein paar Drops sowie auch Fumbles waren mit Sicherheit auch dem Wetter (Schneefall) zuzuschreiben. In Chicago mussten die Spieler bei eisigen Minus-Temperaturen das Spiel bestreiten – auch da gab es einige Drops.
Also für Football-Romantiker sind diese Playoffs ein Traum. Jedes Spiel outdoor, bei oftmaligem schlechtem Wetter. Football-Herz, was willst du mehr?!
Fredix:
Josh Allens und C.J. Strouds Zukunft
Beide QBs haben Spiele abgeliefert, die in Erinnerung bleiben werden, doch wie soll es weitergehen? Meiner Meinung nach gab es im ersten Moment eine Menge Überreaktionen wie "Josh Allen sollte die Bills verlassen, wenn er ein Schicksal wie Dan Marino (abzüglich Super-Bowl-Teilnahme) vermeiden möchte" oder "für C.J. Stroud geht es in der 2. Hälfte gegen die Patriots um seine Karriere".
Ich glaube nicht, dass eine Trennung im Interesse der beiden Teams ist. Man baut ein Team um einen QB herum auf und nicht zuerst das Team und sucht dann den QB.
Für Stroud besteht nach drei Jahren in der NFL im Sommer erstmals die Möglichkeit, den Vertrag zu verlängern. Die Texans werden aller Voraussicht nach die 5th-Year-Option für seinen Rookie-Contract ziehen, weil diese günstiger ist, als eine langfristige Vertragsverlängerung und dadurch mehr Zeit bleibt, eine solche auszuverhandeln. Auch wenn die Art und Weise, wie die Texans ausgeschieden sind, enttäuschend ist, sollte man nicht vergessen: Drei Jahre in Folge schaffen es nicht viele Teams in die Divisional Round und eine Änderung auf der QB-Position ist keine Garantie dafür, überhaupt wieder so weit, geschweige denn weiter, zu kommen.
Bei Josh Allen haben die Bills erkannt, dass sie mit McDermott nicht zum Erfolg kommen werden und Gefahr laufen, Josh Allens "Prime Years" zu verschwenden. Viel hat bislang nicht gefehlt, aber es hat einfach nicht gereicht. Ein neuer Head Coach ist die erste Änderung, vielleicht die eine oder andere zusätzliche Anspielstation für Josh Allen und die Bills sollten in einer guten Position sein, kommende Saison den nächsten Anlauf auf den ersten Super-Bowl-Triumph in Angriff zu nehmen. Allens aktueller Vertrag läuft noch bis 2030, idealerweise gelingt also in den kommenden drei Jahren der ganz große Wurf, bevor man sich erneut zusammensetzt und die (gemeinsame) Zukunft diskutiert.