NBA plant Regeländerung im Draft-System
Da es für die Teams am Ende der Saison zum Teil attraktiver war, zu verlieren, soll dieser Entwicklung mit mehreren Hebeln nun gegengesteuert werden.
Um absichtliches Verlieren zu verhindern, will die NBA ihr Regelwerk anpassen. Die Basketball-Liga verteilte zuletzt eine halbe Million Dollar Strafe an die Utah Jazz und 100.000 Dollar an die Indiana Pacers, da die Teams gesunde Spieler nicht eingesetzt hatten.
NBA-Boss Adam Silver nahm zu dieser Thematik am Samstag (Ortszeit) am Rande des All-Star-Wochenendes im Großraum Los Angeles Stellung. Zur Debatte stehe, dass Mannschaften künftig Rechte auf der Talentbörse verlieren.
Ursache bei Regeln im Draft begründet
In der NBA dürfen - wie im US-Sport üblich - die schlechtesten Teams einer Saison beim sogenannten Draft früher aus dem Pool an Nachwuchskräften auswählen als die besseren Mannschaften.
So will die Liga Chancengleichheit erhalten und verhindern, dass einzelne Teams auf Dauer keine Chance haben, vorne mitzuspielen - und umgekehrt, Seriensieger die Ausnahme bleiben.
Das führt dazu, dass Mannschaften früher oder später in einer Saison lieber verlieren, um in der Tabelle nach unten zu rutschen, als auf einem Platz im Mittelfeld zu landen.
Neue Ideen gefragt
"Die Liga ist 80 Jahre alt und es ist an der Zeit, mit einem frischen Blick zu schauen, ob das, was wir tun, antiquiert ist", sagte Silver mit Blick auf den derzeitigen Ablauf des Drafts. "Am Ende wollen wir einen fairen Prozess, um Spieler auf die Teams zu verteilen", sagte er.
Es sei im Interesse der Spieler und der Teams, dass die Liga ausgeglichen sei. "Es gibt nur eine begrenzte Anzahl an Jobs und Städten, aber wir müssen das mit frischen Gedanken angehen. Ich meine, das, was wir derzeit machen, was wir derzeit sehen, funktioniert nicht."