Basketball Superliga plant Alternative zum Abstieg

Basketball Superliga plant Alternative zum Abstieg Foto: © GEPA
 

Während die Basketball Superliga der Männer sportlich in ihre finale Phase geht, laufen beim Verband bereits die organisatorischen Vorbereitungen für kommende Saison auf Hochtouren.

Auf einer Liga-Sitzung wurde am Donnerstag die Möglichkeit geschaffen, dass jenes Team, das am Saisonende als sportlicher Absteiger feststeht, nicht in die Zweitklassigkeit muss. Begründet wurde diese Maßnahme mit der durch die Corona-Pandemie beeinträchtigten Saison.

Wildcard als Alternative zum Abstieg

"Wir verstehen, dass Covid Einfluss auf das sportliche Ergebnis in dieser Saison hatte. Aus diesem Grund wird ein möglicher BSL-Absteiger heuer die Möglichkeit haben, um eine Wildcard anzusuchen", gab Liga-Geschäftsführer Johannes Wiesmann nach der Sitzung mit den Clubs am Freitag in einer Aussendung bekannt.

Konkret soll diese Wildcard den Klassenerhalt ermöglichen, allerdings ohne dass einem Verein aus der 2. Liga (B2L) dadurch der Aufstieg verwehrt wird.

Grundsätzlich muss der BSL-Absteiger den Gang in die Zweitklassigkeit nur dann antreten, wenn der sportliche Aufsteiger aus der B2L auch um eine Lizenz ansucht und diese erhält. Heuer haben laut Liga-Angaben nur die Fürstenfeld Panthers und die BBC Nord Dragons aus Eisenstadt eine Lizenz beantragt.

Sollte eines der beiden Teams Zweitliga-Meister werden, bedeutet das dieses Jahr aber nicht automatisch den Abstieg des Verlierers der BSL-Playdowns. Mit Hilfe der Wildcard kann die Erstklassigkeit erhalten bleiben, vorausgesetzt die Rahmenbedingungen zum Erhalt der Lizenz werden erfüllt.

Wildcard nicht umsonst erhältlich

Allerdings ist die Wildcard nicht gratis. Der BSL-Letzte erhält im Gegenzug entweder einen Fünf-Punkte-Abzug für die kommende Saison oder er zahlt 5.000 Euro pro Strafpunkt - das heißt, der Verein kann sich mit 25.000 Euro von den Strafpunkten freikaufen.

Das Wildcard-Angebot richtet sich übrigens auch an Zweitliga-Vereine, die den Meistertitel und somit die sportlichen Aufstiegskriterien verpassen, aber aufsteigen wollen - also potenziell Fürstenfeld oder Eisenstadt. Die Kosten wären die gleichen, das Geld soll dem heimischen Basketball-Nachwuchs zugute kommen.

Somit könnten in der kommenden Saison zehn, elf oder zwölf Vereine in der BSL spielen. "Es handelt sich hier um eine faire Hintertür, die Traditionsvereinen den Klassenerhalt ermöglicht und den B2L-Teams die Chance gibt, in ihrer Entwicklung den nächsten Schritt zu machen, auch wenn Covid womöglich Einfluss auf die sportlichen Ergebnisse hatte", begründete Wiesmann die Entscheidung.

Im Lizenzierungsverfahren für kommende Saison haben unterdessen in der ersten von drei Abgaberunden nur die Traiskirchen Lions und die Vienna D.C. Timberwolves die BSL-Lizenz erhalten. Allerdings wird davon ausgegangen, dass auch die anderen aktuellen Erstligisten in den verbliebenen Abgaberunden die Spielgenehmigung bekommen werden.

Textquelle: © APA / LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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