Rallye Monte Carlo: Ogier zieht mit Röhrl gleich

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Chapeau, Sebastien Ogier! Der sechsfache Weltmeister aus Frankreich feiert bei der Rallye Monte Carlo seinen sechsten Sieg in Serie.

Insgesamt holt der 35-jährige ehemalige Skilehrer aus Gap seinen 7. Monte-Erfolg und zieht mit der deutschen Rallye-Legende Walter Röhrl gleich, indem er die "Monte" - die Mutter aller Rallyes - mit vier verschiedenen Marken für sich entscheidet.

Ogier gewinnt beim Comeback von Citroen im C3 WRC nach 16 Prüfungen nur 2,2 Sekunden vor Thierry Neuville (BEL/Hyundai).

Was der großartige Röhrl in den 1980er-Jahren erreichte, wiederholt Ogier bei seiner Rückkehr ins Citroen-Cockpit.

Röhrl gewann einst die 48. Auflage der Rallye Monte Carlo (1980) in einem Fiat 131 Abarth, siegte 1982 im Opel Ascona 400, holte 1983 den Sieg in einem Lancia Rally 037 und triumphierte 1984 bei der 52. Ausgabe der Monte im Audi quattro.

Ogier siegte erstmals 2009 in einem Peugeot 2007

Ogier feierte seinen ersten Sieg 2009 (kein WM-Status) in einem Peugeot 207, es folgten die Triumphfahrten im VW Polo R WRC (2014, 15, 16) sowie im Ford Fiesta WRC (2017 und 18) ehe er die 86. Auflage des Klassikers im Citroen C3 WRC gewinnt.

"Das ist die Rallye, die ich am meisten gewinnen will, deswegen bin ich so glücklich", sagt der Lokalmatador, der im Rallye-Zentrum Gap geboren ist. Sechs Mal in Folge mit drei unterschiedlichen Autos zu gewinnen, ist nicht so schlecht, oder?", zeigt sich Ogier sichtlich gerührt.

Neuville und Tänak verlieren Rallye am Freitag

Der unterlegene Neuville zählt zu den ersten Gratulanten. "Wir haben ihm am Freitag mit unserem Fehler ein schönes Geschenk gemacht", sagt der Hyundai-Pilot der bei einem Ausritt zu Beginn der Rallye 15 Sekunden "verschenkte".

Der Belgier zeigt sich dennoch zufrieden: "Das Wochenende war gut und jetzt müssen wir nicht als erstes Fahrzeug in Schweden losfahren. Wir können viel Positives für den nächsten Lauf mitnehmen."

Auch Ott Tänak erlebt sein Hoppala am Freitag, als ihn ein Reifenschaden auf der 7. SP aus dem Rennen um den Sieg warf. In der Folge zeigt der Toyota-Pilot klar, wer der schnellste Fahrer in den Seealpen ist und stürmt mit sechs Bestzeiten in Folge noch auf das Podest.

Loeb: "Voll angegriffen, aber nicht auf dem Podest!"

Sebastien Loeb kommt bei seiner Rückkehr in die WRC mit Tänak nicht mit. Der kurzfristige Wechsel zu Hyundai, die zwei Wochen im Wüstensand der Dakar und die geringe Vorbereitungszeit auf die Monte verhindern eine Podiumsplatzierung des 44-jährigen Rekord-Champions.

"Ich kann nicht behaupten, dass ich mit meinen Zeiten zufrieden bin", erklärt Loeb und meint weiter: "Wir haben voll angegriffen, konnten aber nichts reißen. Okay, der vierte Platz beim Debüt im Hyundai ist nicht so schlecht.

Kris Meeke gewinnt Powerstage

Die abschließende Power-Stage gewinnt Toyota-Neuzugang Kris Meeke. Auch er fällt nach Reifenschäden am Freitag weit zurück, spielt in der Entscheidung um das Podium keine Rolle und belegt mit 5:36 Minuten Rückstand auf dem umjubelten Sieger Ogier den 6. Endrang.

Textquelle: © LAOLA1.at

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