Vettel: "Ein Schuss in den Ofen"

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Groß waren die Hoffnungen bei Ferrari vor dem Grand Prix von Spanien. Ebenso groß dürfte nun die Enttäuschung sein.

Die Scuderia verpasste beim fünften Saisonrennen das Podest, Sebastian Vettel und Charles Leclerc mussten sich hinter dem dominierenden Mercedes-Duo und Max Verstappen mit den Rängen vier und fünf begnügen.

"Es war für uns ein enttäuschendes Wochenende. Wir hatten gehofft, etwas schneller zu sein. Natürlich war die Pace an diesem Wochenende ein großer Schritt nach hinten", gibt Vettel zu.

Zweifache Teamorder

Vettel fing sich bereits im Start-Fight mit Bottas einen leichten Bremsplatten ein und wurde von Verstappen überholt. "Am Anfang hab ich geahnt, dass da was gehen könnte gegen Mercedes. Aber der erste Stint war dann ein Schuss in den Ofen", sagt Vettel.

Im angesprochenen ersten Stint musste Vettel Leclerc vorbei lassen, im zweiten Stint war es dann genau umgekehrt, musste Leclerc Vettel ziehen lassen.

"Am Anfang war klar, dass Charles schneller war, ich war da schon angeschlagen. Und als er mehr und mehr Druck ausgeübt hat war klar, dass ich ihn durch lasse. Sonst halten wir uns nur gegenseitig auf", schilderte Vettel die Situation bei der ersten Teamorder.

Leclerc meinte dazu: "Im ersten Stint war ich schneller, aber es ist immer schwierig, wenn ein Fahrer hinter dir sagt, dass er schneller wäre. Aber sie haben mich vorbeigelassen und ich konnte mein Rennen fahren."

Vettel: "Strategie war unklar"

Im zweiten Stint haben beim Monegassen die harten Reifen nicht wirklich funktioniert, machte Vettel auf den Mediums von hinten Druck. Erst nachdem man die Teamkollegen einige Runden gegeneinander fahren ließ kam die Aufforderung an Leclerc, Vettel vorbei zu lassen.

"Im zweiten Stint war mir lange nicht klar, ob Charles und ich auf der gleichen Strategie sind", erklärte Vettel. "Aber als es klar war, wurde ich vorbeigelassen und war viel schneller."

Danach versuchte der Heppenheimer noch, Druck auf Max Verstappen auf Rang drei auszuüben. Dieses Vorhaben scheiterte unter anderem auch aufgrund der Safety-Car-Phase gegen Rennende. "Bedeutend schneller als der Max waren wir auch nicht", hielt Vettel konsterniert fest.

Der Deutsche liegt mit 64 Zählen nun auch in der WM hinter Verstappen (66) auf Rang vier. "Zu diesem Zeitpunkt hat es keinen Sinn auf die WM zu schauen. Wir müssen es Rennen für Rennen sehen", meinte Vettel.

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Textquelle: © LAOLA1.at

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