Verstappen gegen Renault-Chef: "Er ist frustriert"

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Die Motoren-Wechsel bei Red Bull Racing im Vorfeld des GP von Russland in Sotschi sorgen für ein Duell der Worte zwischen Max Verstappen und Renault-Teamchef Cyril Abiteboul.

Auslöser: Red Bull kann nicht auf die neue C-Spezifikation des Motors zurückgreifen, da diese in der Höhenlage von Mexiko und Sao Paulo Probleme bekommen soll.

Nachdem Abiteboul am Freitag Verstappen für seine Aussagen kritisiert hatte, schießt der Niederländer im Interview mit dem TV-Sender "Ziggo Sport" zurück: "Der Mann ist doch nur frustriert."

Mit Red Bull abgestimmt

Abiteboul will jedenfalls nichts von konkreten Problemen für die GPs in Mexiko und Brasilien wissen.

Der Franzose stellt klar: "Jeder Motor läuft in der Höhenlage schlechter, aber der Leistungsvorteil wäre in Mexiko der gleiche gewesen. Wir haben aber Zuverlässigkeitsprobleme, daher wäre Max mit seinem neuen Motor nicht bis Saisonende durchgekommen. Daher haben wir uns entschlossen, auf eine frühere Spezifikation zurückzuwechseln."

Dieser Plan sei mit Red Bull abgesprochen. Oder wie Abiteboul betont: "Mit der Red-Bull-Ingenieurs-Abteilung, nicht mit der Red-Bull-Fahrerabteilung."

"Nur einer redet ständig über den Motor"

Möglicherweise auch eine Nachwirkung des Singapur-GP, als sich Verstappen immer wieder über die Fahrbarkeit der neuen C-Spezifikation beschwert hatte.

"Es frustriert mich, dass von den 20 Fahrern in der Formel 1 nur einer ständig über den Motor redet. Das ist etwas seltsam", so Abiteboul gegenüber Sky Sports F1."Ich weiß nicht, welches Spiel Red Bull da spielt. Ich denke, dass wir die sechs Rennen noch ausharren müssen - dann ist die Sache erledigt."

Verstappen: "Ich lüge nicht"

Verstappen lässt diese Kritik nicht auf sich sitzen: "Ich bin nur ehrlich. Ich habe erklärt, warum wir auf den B zurückgehen müssen. Der Turbo würde in Mexiko und Brasilien nicht halten. Mit dem neuen Motor würden wir es sicher nicht ins Ziel schaffen. Ich lüge nicht."

Der Niederländer meint weiter: "Ja, ich verlange viel vom Material. Aber ich bin auch hier, um zu gewinnen. Ich will nicht Siebter werden wie sie (Anm.: Das Renault-Team)."

Und er legt nach: "Wenn ich er wäre, würde ich mich ein bisschen mehr auf mein eigenes Team konzentrieren statt die ganze Zeit zu jammern. Dann wären sie vielleicht schon Weltmeister."

Textquelle: © LAOLA1.at

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