Nur drei Monate Arbeitsverbot
Der ehemalige McLaren-Mitarbeiter Budkowski hatte vor Kurzem beim Weltverband gekündigt, sein Verbot für andere Tätigkeiten in der Formel 1 soll aber nur drei Monate betragen.
Gleich zu Beginn des neuen Jahres dürfte Budkowski dennoch nicht bei Renault anfangen. Nach "konstruktiven Gesprächen" mit der FIA spreche man vom "frühen April", sagt Renault-Sportchef Cyril Abiteboul.
Budkowski wird Geschäftsführer des Renault-Werkes in Enstone in England. Wie lange die Zusammenarbeit dauern soll, wurde nicht bekanntgegeben.
Horner sauer: "Er ist in Geheimnisse aller Teams eingeweiht"
Red-Bull-Teamchef Christian Horner äußert gegenüber "Sky Sports F1" große Bedenken hinsichtlich dieses Transfers: "Marcin ist ein toller Kerl, aber er ist in die intimsten Geheimnisse aller Teams eingeweiht, sowohl vergangene als auch zukünftige. Gerade vor zwei Wochen erst haben wir mit ihm über unsere Radaufhängungs-Systeme gesprochen. Er war auch in unserem Windkanal. All dieses Wissen hat er in seinem Kopf. Zu erwarten, dass er das nicht verwenden wird, ist ziemlich naiv."
Ähnlich sieht es Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost, der es als ein "No-Go" sieht, dass FIA-Mitarbeiter nur über eine Arbeitssperre von drei Monaten verfügen. Er forderte mindestens sechs, andere Teamchefs sogar ein Verbot von zwölf Monaten.