Keine Nachfolger-Suche: Binotto bleibt Audi-Teamchef
Jonathan Wheatles sei aus "persönlichen Gründen" zurückgetreten. Nun gibt es Spekulationen um ein Aston-Martin-Angebot - Audi sucht vorerst keinen Nachfolger.
Vor dem Grand Prix von Japan am Sonntag (ab 7:00 Uhr im Live-Ticker>>>) erlebt das neue Audi-Werksteam schon wieder eine Art Neuanfang.
Vor einer Woche trennte sich der F1-Neuling überraschend von Teamchef Jonathan Wheatley (alle Infos >>>). Auslöser seien "persönliche Gründe", hieß es.
Der Leiter des Formel-1-Projekts von Audi, Mattia Binotto, übernahm vorerst auch die Aufgaben des Teamchefs - das tut er möglicherweise auch für eine längere Zeit. Denn im Interview mit "Sky" sagte der Italiener, das Team suche derzeit nicht nach einem Nachfolger für Wheatley.
Geht Wheatley zu Aston Martin?
"Es war sehr schnell und überraschend, manchmal sind die Dinge eben so", sagte Binotto zu der Trennung. Wheatley habe das Team informiert, dass er sich nicht langfristig verpflichten könne.
Spekuliert wird, dass Konkurrent Aston Martin dem 58-Jährigen ein Angebot unterbreitet hat. Zudem soll sich Wheatleys Frau in der Schweiz, dem Sitz der Audi-Rennfabrik, nicht wohlgefühlt haben und zurück in die britische Heimat wollen.
Für Audi bietet die lange Rennpause im April wegen der Absage der WM-Läufe in Bahrain und Saudi-Arabien nun "eine gute Gelegenheit, um uns zu reorganisieren", wie Binotto erklärte.