Kehrtwende: Zukunft von Ex-Audi-Teamchef nicht gesichert
Nach zwei Rennen hat Jonathan Wheatley den Rennstall aus persönlichen Gründen verlassen, ein Engagement bei Aston Martin schien nur noch Formsache zu sein.
Die Ära von Jonathan Wheatley als Teamchef von F1-Neuling Audi war bereits nach zwei Rennen wieder zu Ende. Offiziell verwies man auf persönliche Gründe für sein Ausscheiden, doch hinter den Kulissen wurde bereits über ein angehendes Engagement bei Aston Martin spekuliert.
Mittlerweile liegt sein Aus bei Audi mehrere Wochen zurück, Wheatleys Zukunft ist jedoch weiter offen. "BBC“-Korrespondent Andrew Benson äußert im "Chequered Flag Podcast" Zweifel an einem Engagement von Wheatley bei Aston Martin: "Ich weiß nicht, ob das definitiv passieren wird. Teambesitzer Lawrence Stroll kann ein bisschen launisch sein."
Bei Aston Martin soll Design-Guru Adrian Newey seine Rolle als Teamchef abgeben und sich künftig wieder seinen Aufgaben als Ingenieur widmen. Wheatley wurde als Topkandidat auf den dann freiwerdenden Teamchef-Posten gehandelt.
Düstere Prognose
Ein Engagement bei Aston Martin ist in der aktuellen Saisonphase eigentlich alternativlos. "Im Moment gibt es keine anderen offenen Stellen", betont Benson.
Sollte der Wechsel zum britischen Rennstall nicht zustande kommen, werde es "einige Zeit dauern, eine andere Stelle zu finden".
Es komme nicht allzu häufig vor, dass in der Formel 1 ein Teamchef-Posten frei werde, weiß Benson. "Sie werden nur hin und wieder frei, und es ist nicht immer so einfach, einen zu ergattern." Bei einer längeren Auszeit verliere "man an Wert, und die Leute finden einen vielleicht nicht mehr so attraktiv."