Formel 1 plant wohl keinen Ersatz für Bahrain und Saudi-Arabien
Die Motorsport-Königsklasse schloss mögliche Ersatztermine aber nicht explizit aus.
Die abgesagten Formel-1-Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien wegen der militärischen Eskalation im Nahen Osten werden in dieser Saison höchstwahrscheinlich nicht nachgeholt.
Laut Informationen der Nachrichtenagentur Reuters ist es aufgrund logistischer und witterungsbedingter Umstände unwahrscheinlich, dass die beiden für 12. und 19. April angesetzten Rennen zu einem späteren Zeitpunkt gefahren werden. Die Formel 1 hatte Ersatztermine nicht explizit ausgeschlossen.
Der Rennkalender umfasst nun 22 statt 24 Rennen. Der April ist rennfrei, gefahren wird erst wieder am 3. Mai in Miami. "Auch wenn es eine schwierige Entscheidung war, ist sie angesichts der aktuellen Lage im Nahen Osten zum jetzigen Zeitpunkt leider die richtige", sagte Formel-1-CEO Stefano Domenicali in einer Mitteilung.
Hohe Austragungsgebühren
Die beiden Rennen leisten einen maßgeblichen finanziellen Beitrag für die Motorsport-Königsklasse. Die Austragungsgebühr für den Großen Preis von Bahrain wird auf etwa 45 Millionen US-Dollar pro Jahr geschätzt, für das Rennen in Saudi-Arabien soll die Summe noch höher sein.
Eine Rückkehr in den Nahen Osten ist für das Saisonende geplant. Katar am 29. November und als Schlusspunkt Abu Dhabi am 6. Dezember sollen das WM-Jahr beschließen.
Am 28. Februar hatten Israel und die Vereinigten Staaten den Iran angegriffen. In der Folge attackierte die Führung in Teheran Israel sowie mehrere US-Militärstützpunkte in der Region.
Die arabischen Golfstaaten beheimaten gemeinsam Tausende US-Truppen. In Manama, der Hauptstadt Bahrains, befindet sich etwa ein Stützpunkt der US-Navy.
In Bahrain, wo seit 2004 in Sakhir gefahren wird, hatte die Formel 1 in dieser Saison noch zwei Tests veranstaltet. Ende Februar wurden aber die zweitägigen Reifentests von Pirelli "aus Sicherheitsgründen" gestrichen.