Sebastian Vettel droht eine Rennsperre

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Für Sebastian Vettel läuft es in der aktuellen Formel-1-Saison alles andere als rund.

Auch beim vergangenen Grand Prix in Monza erlebte der Ferrari-Pilot ein Wochenende zum Vergessen. Im Rennen kassierte er für seine Kollision mit Lance Stroll eine 10-Sekunden-Strafe und zudem drei Strafpunkte.

Damit hat der Heppenheimer in dieser Saison insgesamt nun schon neun Strafpunkte am Konto. Sammelt er in den kommenden drei Rennen weitere drei Punkte, wird er für ein Rennen gesperrt. Erst am 19. Oktober verfallen nach Jahresfrist wieder zwei von Vettels Strafpunkten.

Seit der Einführung des Strafpunktesystems im Jahr 2014 hat der Ferrari-Fahrer von allen Piloten die meisten gesammelt.

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Ferrari: "Müssen Vettels Laune aufbessern"

Unter dem Nachthimmel von Singapur muss Sebastian Vettel eine weitere dunkle Stunde fürchten. In der wohl schwersten Zeit seiner Formel-1-Karriere spricht beim 15. Saisonlauf auf dem Marina Bay Street Circuit nur wenig für eine Trendwende beim kriselnden Ferrari-Star aus Deutschland. Mann der Stunde bei der Scuderia ist Charles Leclerc.

Der junge Monegasse hat die jüngsten zwei Rennen in Spa und Monza gewonnen und Ferrari damit zu einem Zwischenhoch im Kampf gegen Mercedes verholfen. Leclerc hat zudem in der Fahrer-WM auch den routinierten Stallrivalen Vettel überholt. "Wir müssen seine Laune aufbessern", mahnte Ferrari-Präsident Louis Camilleri vor dem Flutlichtrennen am Sonntag.

Anders als zuletzt in Spa und Monza ist Ferrari in Singapur aber nur Außenseiter gegen Mercedes und Red Bull. Und für Vettel läuft in dieser Saison ohnehin so ziemlich alles schief. Nie fand der 32-Jährige das Vertrauen in sein Auto, es häuften sich Fahrfehler und taktische Patzer. Der jüngste Dreher neben der Zeitstrafe in Monza nach einer verunglückten Qualifikation lieferten das Sinnbild für den Absturz des viermaligen Weltmeisters.

"Ich liebe noch immer, was ich mache. Aber wenn du es nicht gut machst, kannst du auch nicht glücklich sein", sagte Vettel schmallippig inmitten der Jubelarien der Tifosi für den neuen Ferrari-Helden Leclerc.

Ferrari will Vettel nicht abschreiben

Der Monegasse sollte eigentlich ein Lehrjahr beim deutschen Routinier absolvieren und diesem in engen Situationen Vorfahrt gewähren. Doch zuletzt ließ der 21-Jährige Vettel in der Qualifikation siebenmal in Serie hinter sich, holte die ersten Ferrari-Siege des Jahres und liegt nun auch in der WM-Wertung 13 Punkte vor dem Deutschen.

Als Fünfter des Klassements mit 115 Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Lewis Hamilton ist Vettel zum Nebendarsteller auf der WM-Bühne geworden. Die jüngsten sechs Rennsiege haben Hamilton und seine potenziellen Thronerben Leclerc und Max Verstappen unter sich aufgeteilt. Dass Vettel die höchste Stufe des Podiums erkletterte, liegt schon mehr als ein Jahr zurück.

Ferrari-Boss Camilleri aber sagte dem britischen TV-Sender Sky: "Ich mag es nicht, dass die Leute Seb abschreiben. Er ist ein toller Rennfahrer und ich habe völliges Vertrauen, dass er sich zurückmelden wird." Auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff rechnet fest mit einem Konter von Vettel. "Der Unterschied zwischen den Großartigen und den Guten liegt darin, dass die Großartigen wieder aufstehen. Und ich habe keinen Zweifel, dass er das schafft", sagte der Österreicher.

Viermal hat Vettel schon in Singapur gewonnen. Doch die Erinnerungen daran sind ziemlich verblasst. Der Startcrash 2017 und die verspielte Siegchance im Vorjahr waren bittere Wegmarken bei Vettels vergeblichen Bemühungen, mit Ferrari den Titel zu gewinnen. Die Zeit läuft dem Deutschen davon. Manche glauben sogar, sie sei eigentlich schon abgelaufen.

Textquelle: © LAOLA1.at

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