Lewis Hamilton gewinnt Jubiläums-GP in China

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Auch der dritte Grand Prix der Formel-1-Saison 2019 geht an Mercedes! Wie in Bahrain steht Lewis Hamilton am Ende ganz oben.

Der Brite entscheidet das 1000. F1-Rennen am Start für sich, als er am Teamkollegen Valtteri Bottas vorbeizieht. Der Finne kommt als Zweiter ins Ziel, muss seine WM-Führung aber an den regierenden Champion abgeben.

Dahinter erreicht in Shanghai Sebastian Vettel Rang drei. Der Deutsche profitiert in einer frühen Phase des Rennens aber davon, vom Team den Vorzug vor Charles Leclerc zu bekommen, obwohl der Monegasse nicht bedeutend langsamer unterwegs ist und Vettel nicht davonziehen kann.

Der Ferrari-Neuzugang war in der ersten Kurve am Vierfach-Weltmeister vorbeigegangen.

Leclerc muss sich nach der Aufsplittung der Ferrari-Strategie sogar mit Rang fünf zufriedengeben, weil Max Verstappen im Red Bull an ihm vorbeigeht.

Die Top Ten werden von Pierre Gasly (Red Bull), Daniel Ricciardo (Renault), Sergio Perez (Racing Point), Kimi Räikkönen (Alfa Romeo) und Alex Albon (Toro Rosso) komplettiert. Der Zusatzpunkt für die schnellste Rennrunde geht an Gasly, der sich dafür zwei Runden vor dem Ende noch frische Reifen holt.

Hamilton übernimmt WM-Führung

Das Rennen verläuft weitestgehend ohne Zwischenfälle, einzig eine Kollision von Daniil Kvyat mit beiden McLarens in der ersten Runde löst ein kurzes Virtual Safety Car aus.

Der Grand Prix von China ist das 1000. Rennen in der Geschichte der Formel 1. Von den 1.000 Grand Prix hat der fünffache Weltmeister Hamilton 75 gewonnen, sechs davon in China. In der WM führt Hamilton nun mit 68 Punkten vor Bottas (62) und Verstappen (39) sowie Vettel (37) und Leclerc (36).

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Start bringt Entscheidung

Das ganz große Spektakel brachte der Jubiläums-Grand-Prix nicht. Hamilton sorgte bereits am Start für die Entscheidung, indem er seinen aus der Pole Position gestarteten Teamkollegen überholte. Danach kontrollierte er das Rennen. "Ich habe es am Start verloren, ganz einfach", sagte Bottas über seine leicht durchdrehenden Räder. Zum Saisonauftakt in Australien war das Duell noch in die andere Richtung ausgegangen.

Nun hatte zum zweiten Mal Hamilton die Nase vorne. "Ein Doppelsieg im 1.000. Grand Prix ist wirklich speziell", sagte der Weltmeister. Drei derartige Coups in den ersten drei Saisonläufen hatte zuletzt Williams 1992 eingefahren. "Es hat einfach ausgesehen, das war es aber nicht", betonte Mercedes-Teamchef Toto Wolff im ORF-Interview. Im Training am Freitag hatten die Silberpfeile noch über Probleme geklagt.

Ferrari wieder mit Stallorder

Ferrari machte statt mit Schnelligkeit aber wieder einmal mit Stallregie von sich reden. Die Scuderia forderte Leclerc, der am Start an seinem Teamkollegen vorbeigekommen war, früh auf, Tempo zu machen, sonst müsse er Vettel vorbeilassen. In Runde elf bekam der Monegasse, den vor zwei Wochen in Bahrain ein technischer Defekt den ersten Sieg gekostet hatte, dann die unmissverständliche Anweisung: "Lass Sebastian vorbei, lass Sebastian vorbei."

Leclerc gehorchte, war über den Aufruf aber alles andere als glücklich. "Ich habe im Auto nicht das komplette Bild. Manchmal hast du eine andere Wahrnehmung, was draußen passiert", erklärte der 21-Jährige. "Für mich ist es natürlich schwierig, das zu akzeptieren, aber ich schaue nach vorne." Weil Ferrari bei seiner Boxenstopp-Strategie danebengriff, konnte Leclerc im Finish auch Verstappen nicht mehr gefährden.

Für einen Rennsieg war die Scuderia, mit großen Vorschusslorbeeren in die Saison gestartet, ohnehin nicht gut genug. "Es ist ein gutes Ergebnis, aber kein großartiges", sagte Vettel nach seinem ersten Podestplatz des Jahres. "Am Ende steht, dass wir mit den Mercedes nicht mithalten konnten." Ähnlich sah es Verstappen, der sich mit dem Deutschen Mitte des Rennens ein gutes Duell geliefert hatte: "Vierter war das Maximale."

Gasly holt bestes Ergebnis im Red Bull

Red Bull hatte Verstappen früh zum ersten Reifenwechsel an die Box beordert. Die Konkurrenz musste reagieren. Es folgte eine zweite Boxenstopp-Phase, in der Mercedes sogar beide Piloten innerhalb einer Runde hereinholte, um den Doppelsieg, den 47. seiner F1-Geschichte, nicht zu gefährden.

Die schnellste Rennrunde und damit einen Extrapunkt für die WM schnappte sich im vorletzten Umlauf Pierre Gasly. Der Franzose holte mit Platz sechs sein bisher bestes Ergebnis für Red Bull. Der Thailänder Alexander Albon landete für das Zweitteam Toro Rosso als Zehnter erneut in den Punkterängen. Das nächste Rennen steht in zwei Wochen mit dem Grand Prix von Aserbaidschan in Baku auf dem Programm.

Stimmen:

Lewis Hamilton: „Fantastisches Wochenende, fantastisches Ergebnis für das Team. Wir haben mehr mit Ferrari mehr gerechnet, aber hier beim 1000. GP die Plätze eins und zwei ist toll. Der Start hat das Rennen entschieden. Die ersten drei Rennen als Team zu gewinnen ist toll. Es ist trotzdem ziemlich eng, jedes Rennen ist anders.“

Valtteri Bottas: „Ich habe das Rennen am Start verloren, ganz einfach. Da hatte ich etwas Wheelspin. Der Rennspeed war ok. Aber es noch früh in der Saison, es läuft gut. Ich bin stolz auf das Team.“

Sebastian Vettel: "Ich bin glücklich am Podest zu sein, es war wirklich hart. Wir haben versucht, Mercedes zu fordern, aber das war einfach nicht möglich. Sie waren außer Reichweite. Ich habe mich auch mit Max (Verstappen) gematcht, das hat Spaß gemacht. Ich habe gewusst, Max wird es probieren, aber ich habe einfach zurückgeschlagen. Aber wir wären gerne schneller gewesen. Zur Teamorder: Ich habe das Gefühl gehabt, dass ich schneller war. Aber unterm Strich steht heute, dass wir Mercedes nicht schlagen konnten. Es ist ein gutes Ergebnis für uns, aber es hätte besser sein können."

Textquelle: © LAOLA1.at

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