Charles Leclerc glänzt auch in Singapur-Quali

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Charles Leclerc holt sich seine dritte Formel-1-Pole in Folge! Der Monegasse wird auch den Nacht-GP von Singapur (So., ab 14:10 Uhr im LIVE-Ticker) vom ersten Startplatz in Angriff nehmen.

Der Ferrari-Youngster sichert sich den Platz ganz vorn im letzten Outing mit einer Zeit von 1:36,217 Minuten, Lewis Hamilton (Mercedes/+0,191) kommt am nähesten ran. Lange sieht es in Q3 so aus, als könnte Sebastian Vettel ein großes Comeback feiern, er dreht seine schnellste Runde schon im ersten Outing - aber sie reicht nicht für die erste Startreihe, mit 0,220 Sekunden Rückstand bleibt dem Deutschen der dritte Startplatz.

Die zweite Startreihe wird von Max Verstappen (Red Bull) komplettiert, dahinter folgen Valtteri Bottas (Mercedes) und Alex Albon (Red Bull) auf den Rängen fünf und sechs.

Die Top Ten werden durch Carlos Sainz (McLaren), Daniel Ricciardo, Nico Hülkenberg (beide Renault) und Lando Norris (McLaren) komplettiert.

Pole gute Grundlage für den Sieg

Wie wichtig die Pole auf dem Marina Bay Street Circuit mit seinen 23 Kurven ist, beweist die Tatsache, dass in den bisher elf Rennen im Stadtstaat am Äquator acht Mal der Sieger von der Pole los gefahren ist. Überholen ist hier ähnlich schwierig wie in Monaco.

Vettel hat mit Platz drei zwar einen Lichtblick, muss sich seinem jungen Teamkollegen Leclerc aber zum bereits achten Mal in diesem Jahr beugen. Dabei tut der Deutsche unter Flutlicht alles, um sich seinen Status bei Ferrari zurückzuerobern.

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In beiden Outings von Q3 fährt der Vierfach-Weltmeister vorne weg, erzielt im ersten auch Bestzeit. Den zweiten Versuch muss er aber abbrechen und sich am Ende mit Platz drei zufriedengeben.

"Der letzte Schuss hätte besser sein müssen", gesteht Vettel. "Ich fühle mich aber wohl im Auto, habe mich von Outing zu Outing verbessert. Durch einige kleine Fehler habe ich eine bessere Platzierung verpasst."

Keine fehlerfreie Runde

Dabei erwischt Leclerc in der Entscheidung nicht einmal eine ganz saubere Linie. "Ich bin so glücklich. Es war eine Superrunde, aber ich hatte auch Momente, wo ich die Kontrolle über das Auto verloren habe", gesteht Leclerc. "Dass sich trotzdem noch die Pole ausgegangen ist, habe ich dem Team zu verdanken."

Der starke Ferrari-Auftritt insgesamt überrascht auch Hamilton. "Ich habe alles aus meinem Auto herausgeholt", beteuert der britische Mercedes-Pilot. "Ich weiß nicht, wo Ferrari die Pace hergeholt hat. Wir hatten nicht erwartet, dass sie hier so stark sind", sagt der Titelverteidiger, der das Flutlicht-Spektakel in den beiden vergangenen Jahren gewonnen hat.

Auf dem kurvenreichen Stadtkurs brauchen die Autos hohen Abtrieb, bisher war das in dieser Saison eine große Schwäche des Ferrari. "Ich bin mit der ersten Reihe zufrieden", ergänzt Hamilton.

Wolff befürchtet Zwickmühle

Noch im Freitagstraining hatten Leclerc und Vettel deutlichen Rückstand auf Hamilton und Red-Bull-Fahrer Verstappen. Danach wurde Ferrari immer stärker und hat dank eines neuen Aero-Paketes schon mit der Leclerc-Bestzeit im dritten Training überrascht. "Unsere Neuerungen haben funktioniert", stellt Leclerc erleichtert fest.

"Wir haben unsere Schwächen erkannt und das Auto in die richtige Richtung entwickelt", sieht es Ferrari-Teamchef Mattia Binotto in einem größeren Zusammenhang.

Für Leclerc ist es die dritte Pole Position in Folge und die bereits fünfte in dieser Saison. So viele hat 2019 noch kein anderer geschafft. Ob es am Sonntag tatsächlich für den nächsten Leclerc-Triumph reicht, darf dennoch bezweifelt werden.

"Die Pace von Ferrari ist enorm. Überall, das muss man eingestehen", sagt Hamiltons Teamchef Toto Wolff einerseits. Der Wiener relativiert aber: "Wir waren heute auch einfach nicht gut. Beim Verkehr haben wir absolut daneben gegriffen."

Weil Valtteri Bottas im zweiten Mercedes über Platz fünf nicht hinauskommt, könnte laut Wolff Hamilton am Sonntag von Leclerc und Vettel in die Zwickmühle genommen werden. "Platz zwei ist nicht ideal. Wenn Charles führt und Vettel dahinter ist, können die eine Strategie spielen. Den Speed kannst du hier nur von vorne kontrollieren."

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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