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"Der Sieg ist das Ziel" - Bricht Leclerc seinen Heim-Fluch?

Noch nie hat Charles Leclerc seinen Heim-GP in Monaco gewonnen. Heute startet er von der Pole - während Max Verstappen in der Quali schwer geschlagen war.

Foto: © getty

Der Grand Prix von Monaco ist vielleicht der aufregendste der ganzen Saison. 

In diesem Jahr trifft das nicht nur auf das Drumherum im Fürstentum, sondern auch auf das Geschehen auf der Strecke zu. Die Ausgangslage lässt auf ein spannendes Rennen hoffen - ab 15 Uhr im LIVE-Ticker >>>

Lokalmatador Charles Leclerc hat sich die Pole Position für den Großen Preis von Monaco gesichert. Der Monegasse im Ferrari bestätigte im Qualifying am Samstag seine Trainingsleistungen und holte sich wie schon 2021 und 2022 den ersten Startplatz im Fürstentum. Leclerc startet im achten Saison-Rennen vor McLaren-Pilot Oscar Piastri und Carlos Sainz im zweiten Ferrari.

Verstappen: "Erwarten keine Wunder"

Schwer geschlagen war hingegen der Weltmeister: Max Verstappen musste sich im Red Bull mit dem sechsten Startplatz zufrieden geben. Der Niederländer berührte in der Quali im letzten schnellen Versuch bereits in der ersten Kurve die Bande.

"Dieses Auto ist rutschig", beschwerte sich Verstappen, der zuletzt acht Mal in Serie auf dem ersten Startplatz gestanden war. Damit verpasste es der Triple-Champion, als erster Pilot überhaupt neun Pole Positions hintereinander zu erfahren bzw. acht zum Saisonstart.

Verstappen muss auf außergewöhnliche Ereignisse hoffen, Regen ist für Sonntag jedenfalls keiner angesagt. "Wenn wir in die Nähe des Podiums kommen, wäre es schon sehr gut", sagte Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko im ORF. Der Austro-Rennstall habe sich Hoffnungen auf die erste Startreihe gemacht, deshalb sei Platz sechs "natürlich eine kräftige Ernüchterung".

"Es können in Monaco Dinge passieren, die man nicht erwartet und man sollte niemals nie sagen, aber wir erwarten keine Wunder", sagte Verstappen. "Es war im Allgemeinen kein gutes Wochenende für das Team. Wir haben in den letzten Tagen viele Änderungen ausprobiert, aber nichts hat dazu beigetragen, die Leistung des Autos zu verbessern", sagte der Niederländer.

Noch mehr Probleme hatte Teamkollege Sergio Pérez, der nur auf Platz 18 fuhr und damit weit hinter den eigenen Ansprüchen blieb.

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Leclerc denkt an Vergangenheit: "Das habe ich in den letzten Jahren nicht geschafft"

Für die Scuderia war es die 250. Pole Position, für Leclerc die 24. seiner Karriere.

"Das Gefühl nach der letzten Quali-Runde ist hier immer sehr speziell. Ich bin sehr glücklich", sagte der Ferrari-Hoffnungsträger, der allerdings gleich relativierte. "Das Qualifying ist nicht alles, ich muss im Rennen alles zusammenbringen. Das habe ich in den letzten Jahren nicht geschafft, aber wir sind jetzt ein stärkeres Team und können Großes erreichen. Der Sieg ist das Ziel. Was auch immer passiert, wir müssen das nach Hause bringen."

Leclerc wurde im Fürstentum geboren und lebt noch immer dort. Allerdings konnte der 26-Jährige trotz guter Startpositionen noch nie in seiner Heimat gewinnen, ein vierter und sechster Platz waren seine bisher besten Resultate auf dem ikonischen Stadtkurs an der Côte d'Azur.

Da Überholmanöver in Monaco ein schwieriges Unterfangen sind, hat Leclerc beste Chancen auf seinen ersten Grand-Prix-Sieg seit Spielberg 2022.

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