"Fans erwarten Sieg": Hält Verstappen Druck stand?

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Max Verstappen hat seine enthusiasmierte Anhängerschaft vorerst nicht enttäuscht. Der Niederländer geht aus der Pole Position in sein Heimrennen in Zandvoort.

Vor mehr als 70.000 überwiegend in Orange gekleideten Fans schrieb der WM-Zweite im Qualifying mit einer Zeit von 1:08,885 Minuten die schnellste Runde an. Der Red-Bull-Pilot lag damit 38 Tausendstelsekunden vor seinem schärfsten Widersacher, Weltmeister Lewis Hamilton im Mercedes.

"Ich bin geflogen. Es ist ein unglaubliches Gefühl, hier die Pole zu holen. Das Publikum ist Wahnsinn! Das Qualifying hat richtig Spaß gemacht. Das Auto war richtig gut zu fahren und diese Strecke ist auch super cool", schwärmt Verstappen.

Verstappen ohne DRS auf Pole

Dabei ist beim 23-Jährigen im letzten Qualifying-Abschnitt nicht alles nach Wunsch verlaufen. "Es sind ein paar Sachen passiert", verrät Verstappen. Wie Red-Bull-Teamchef Christian Horner bei "Sky" erklärt, hat Verstappen unter anderem bei seiner letzten schnellen Runde kein DRS mehr gehabt, der Heckflügel hat sich nicht richtig geöffnet. Das habe Verstappen "ein oder anderthalb Zehntel" gekostet.

Heißt im Klartext: Verstappens Vorsprung auf Hamilton hätte größer sein können. Für Motorsportberater Helmut Marko spielt das keine Rolle: "Wir sind überglücklich. Es ist eng geworden am Schluss, aber egal: Vorne ist vorne", sagt er im ServusTV-Interview.

Verstappen will auch den Sonntag zum Feiertag machen

Eine gute Startposition - in diesem Fall die beste - ist in Zandvoort wichtiger als auf den meisten anderen Strecken im Formel-1-Kalender, denn das Überholen auf dem Kurs an der Nordseeküste ist eine schwierige Angelegenheit. Außerdem muss man nach bisher insgesamt sechs Roten Flaggen an diesem Wochenende auch von der ein oder anderen Safety-Car-Phase im Rennen ausgehen. Es könnte am Sonntag also durchaus chaotisch werden.

"Das Rennen wird eine harte und schwierige Angelegenheit", meint Marko. Dessen ist sich auch Verstappen bewusst. "Ich erwarte kein einfaches Rennen", sagt er trotz der Pole Position. "Jeder weiss, wie schwierig das Überholen auf dieser Strecke ist. Wir haben für das Rennen eine guten Ausgangslage, aber das Reifen-Management und eine kluge Strategie werden ganz wichtig sein, um auch aus dem Sonntag einen Feiertag zu machen."

Einen weiteren Oranje-Feiertag - nicht weniger erwarten sich die Fans, die sich wohl nur mit einem Sieg des Lokalmatadors zufriedengeben werden.

Druck? Verstappen ist "stark genug"

Aber kann Verstappen dem Druck standhalten? "Natürlich erwarten die Fans von Max einen Sieg. Aber er ist ruhig und stark genug. Er genießt das auch, aber er kann das abliefern, ohne dass ihn das belastet", glaubt Marko.

Teamchef Horner sieht es ähnlich. Verstappen sei trotz seiner erst 23 Jahre "gereift und verfügt über sehr viel Erfahrung". Die Fan-Massen seien eher ein Ansporn für den um die WM kämpfenden Niederländer.

"Es ist fast so, als ob all das da draußen gar nicht stattfindet. Max scheint es nicht zu spüren, er ist ganz entspannt", schildert Horner. "Er nimmt es wie ein normales Rennwochenende, und das, obwohl das Publikum auf der anderen Seite des Zauns absolut ausflippt."

Das Rennen in Zandvoort beginnt am Sonntag um 15:00 Uhr - im LIVE-Ticker >>>

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Vor dem 13. Saisonlauf am Sonntag (15:00 Uhr) führt Hamilton die Fahrer-WM mit drei Punkten Vorsprung vor Verstappen an. In der Vorwoche war Verstappen beim Regen-Fiasko im belgischen Spa nach wenigen Runden hinter dem Safety-Car zum Sieger erklärt worden.

VIDEO: Red-Bull-Show in Zandvoort


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