Habsburg braucht Schokolade und eine lange Dusche

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Während Lucas Auer beim zweiten DTM-Rennen in Zolder als Dritter eine überraschende Rückkehr auf das Podium bejubeln kann (HIER nachlesen>>>), ist es für Ferdinand Habsburg ein Nachmittag mit etwas mehr Schatten als Licht.

Als Siebter fährt der Kaiser-Urenkel zwar erneut ein respektables Ergebnis ein - und das nach einer Aufholjagd - sein vermutlich bestes DTM-Ergebnis, vielleicht sogar ein Podium, wird dem Audi-Fahrer aber schon in der ersten Kurve zunichte gemacht.

Nach einem tollen Start kollidiert er mit Polesetter Timo Glock, beide fallen ans Ende des Feldes zurück (Szene oben im Highlight-VIDEO).

"Vom letzten auf den siebten Platz hochzukommen, ist eigentlich ziemlich stark. Ich hätte für mich aber auf mehr gehofft und mehr gewollt", schwankte der 23-Jährige zwischen Zufriedenheit und Enttäuschung.

Weil nächstes Wochenende wieder in Zolder gefahren wird, ist das Abschneiden aber ein gutes Zeichen nach vorn. "Wir fühlen uns motiviert. Jetzt werden wir drei Tage viel Schokolade essen, Schlafen, runterkommen - auch mal ordentlich lang duschen. Es gibt auch das superberühmte Kriegsfeld hier, das ich mir gern anschauen würde", hat Habsburg einen klaren Regenerations-Plan.

Es gibt keine Österreicher-Wertung

Profiteur war letzten Endes ein anderer Österreicher. Lucas Auer kehrte als Dritter auf das Podest zurück - unerwartet, denn von Startplatz zwölf waren die Erwartungen überschaubar. Mit gerade einmal einem Punkt aus den letzten sieben Rennen war der Tiroler zuletzt nicht gerade im "Hoch".

"Im Motorsport geht es so rund, speziell in so chaotischen Rennen ist alles drin", weiß der Berger-Neffe schon zu gut. "Das Wichtigste ist, dass du im Kopf immer frisch ins Wochenende gehst. Wenn es etwas zu holen gibt, so wie heute, ist es wichtig, dass du es dir nimmst."

Mit 51 Punkten setzt sich Auer in der Gesamtwertung wieder an die Spitze des Österreicher-Trios, das nun schon seit einiger Zeit dicht beieinander liegt. Er ist vor Habsburg (47) und Eng (45) momentan wieder die rot-weiß-rote Nummer eins, sagt aber: "Es gibt keine Österreicher-Wertung. Für mich zählt nur der, der ganz oben steht."

Die großen Erinnerungen bleiben aus

Nichts zu holen gab es hingegen für Philipp Eng, der als 14. nur einen Konkurrenten hinter sich ließ. Daran war auch eine Strafe für ein Vergehen nach dem Safety-Car-Restart schuld.

"Es war scheiße. Darf ich das überhaupt sagen? Man kann es leider nicht anders beschreiben", so ein ernüchterter Salzburger. "Ich habe mir keine Illusionen gemacht, dass wir vom 15. Startplatz was reißen. Wir hätten aber etwas reißen können."

Dabei liegt Eng Zolder eigentlich, 2019 feierte er hier seinen ersten DTM-Sieg. "Die großen Emotionen habe ich heute auch gehabt, aber in die andere Richtung. Was letztes Jahr war, werde ich nie vergessen. Das was heute und gestern passiert ist, vergesse ich aber lieber ganz schnell."

Am nächsten Wochenende sollen diese positiven Erinnerungen wieder im Fokus stehen. Ähnlich wie Habsburg hat auch Eng ein klares Regenerations-Konzept: "Ich fahre jetzt zurück, werde mir morgen einen netten Tag machen, meine Mofas reparieren und dann komme ich am Donnerstag wieder her und fahre so schnell im Kreis, wie es geht."

Textquelle: © LAOLA1.at

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