Kritik von Gerhard Berger
Gerhard Berger kritisierte die Kurzfristigkeit der Entscheidung. "Hier hätten wir uns - gerade in Corona-Zeiten - ein Vorgehen im Sinne unserer gemeinsamen Gesellschaft gewünscht", sagte der 60-jährige Tiroler.
"Nun ist die Situation zusätzlich verschärft. Wir möchten so schnell wie möglich Planungssicherheit für die Teams, die Hunderttausenden Fans, die Sponsoren und alle Mitarbeiter schaffen, deren Arbeitsplätze an der DTM hängen."
Audi-Fokus auf Formel E
Audi fokussiert sich hingegen auf die Formel E. "Audi hat die DTM geprägt und die DTM hat Audi geprägt. Das demonstriert, welche Power im Motorsport liegt - technologisch und emotional", sagte Markus Duesmann, Vorsitzender des Vorstandes der Audi AG. Nun solle jedoch der Wandel zum Anbieter "sportlicher, nachhaltiger Elektromobilität" vorangetrieben werden, sagte Duesmann. Die Formel E biete "dafür eine sehr attraktive Plattform. Ergänzend prüfen wir für die Zukunft weitere progressive Motorsport-Formate".
Audi blickt auf eine überaus erfolgreiche DTM-Vergangenheit zurück und hinterlässt im Deutschen Tourenwagen-Masters eine enorme Lücke. Mit 23 Meistertiteln, darunter elf Fahrertiteln, und 114 Siegen hat Audi die DTM von 1990 bis 1992 und ab 2000 geprägt. Mit drei von drei möglichen Meistertiteln und mehreren Rekorden war 2019 die bisher erfolgreichste DTM-Saison der Unternehmensgeschichte.