Historisch! Curacao holt gegen Ecuador ersten WM-Punkt überhaupt
Der WM-Debütant schafft gegen Ecuador die Sensation. Enner Valencia & Co. scheitern auch an ihrer Chancenverwertung.
Curacao schreibt am zweiten Spieltag der WM Geschichte: Die Nummer 81 der Weltrangliste ringt Ecuador ein 0:0 ab und holt damit den ersten WM-Punkt in der Geschichte des Landes.
Die kleinste Nation der Turniergeschichte liefert in Kansas City vor 68.598 Zuschauern eine unglaublich engagierte Leistung ab und darf sich auch bei Torhüter Eloy Room bedanken, der die Offensive der Ecuadorianer verzweifeln ließ.
In Gruppe E steht Deutschland nach zwei Siegen bereits fix im Sechzehntelfinale, dahinter liegt die Elfenbeinküste mit drei Punkten. Ecuador und Curacao halten bei je einem Zähler.
Curacao verteidigt geschickt
Ecuador hätte die Partie früh in die gewünschten Bahnen lenken können. Stürmer Enner Valencia scheitert nach zwei Minuten nach einem weiten Zuspiel aber aus rund elf Metern an Curacao-Tormann Room.
Der Underdog selbst wird vor der Pause nur bei einem Schuss von Sherel Floranus (8.) gefährlich, verteidigt sonst aber geschickt und profitiert auch davon, dass der Gegner in der Offensive zu langsam und wenig ideenreich agierte.
Room rückt trotzdem mehrmals in den Mittelpunkt, hält auch einen weiteren Abschluss von Valencia (20.) und einen von John Yeboah (42.).
Ecuador lässt zu viele Chancen liegen
Nach dem Seitenwechsel wird die Partie noch deutlich offener, da Curacao mutiger wird und auch vorne einige Male Akzente setzen kann.
So muss Hernan Galindez einen Comenencia-Schuss parieren, der Locadia-Nachschuss wird geblockt (60.). Zudem ist Ecuadors Schlussmann auch bei einem abgefälschten Versuch von Juninho Bacuna gefragt (74.).
Ein klares Chancenübergewicht bleibt aber auf Seiten der Südamerikaner. Kevin Rodriguez (62., 66.), Valencia (65., 77., 84.), Piero Hincapie (74.) und Pedro Vite (80.) lassen teils große Chancen aus. Mehrmals ist beim 37-jährigen Schlussmann von Miami FC Endstation.
Zudem trifft "Joker" Angelo Preciado bei einer abgerissenen Flanke noch die Latte (90.). Deshalb müssen die Starspieler Moises Caicedo, Piero Hincapie, Willian Pacho und Co. mit hängenden Köpfen den Platz verlassen. Auf Teamchef Sebastian Beccacece wird noch mehr Kritik als schon zuvor einprasseln.
Tränen bei Advocaat & Co.
Ganz anders die Situation beim Inselstaat. Dick Advocaat schafft es mit seiner Truppe, das 1:7 gegen Deutschland vergessen zu machen. Nach Schlusspfiff hat der Niederländer wie viele andere Akteure Tränen in den Augen.
Als Belohnung besteht nun die Chance auf den Aufstieg im direkten Duell mit dem zwei Zähler davorliegenden Tabellenzweiten Elfenbeinküste.