Vor erstmaliger WM-Teilnahme: Teamchef von Curacao tritt zurück
Der Ex-Cheftrainer könnte zurückkehren.
Fred Rutten ist als Fußball-Teamchef von Curacao zurückgetreten, wie der Verband des erstmals für die WM-Endrunde qualifizierten Landes (FFK) am Montag mitteilte.
Dies könnte den Weg für eine Rückkehr seines Vorgängers Dick Advocaat vor der WM ebnen. Der Rücktritt bedeutet eine Kehrtwende für den FFK, der am Freitag Forderungen von Spielern und Sponsoren nach einer Wiedereinstellung Advocaats entschieden zurückgewiesen hatte.
Laut FFK erfolgte Ruttens Rücktritt nach "offenen und konstruktiven" Gesprächen zwischen dem Trainer und Verbandspräsident Gilbert Martina.
Rücktritt, um professionelles Umfeld zu schützen
Der Verband betonte, dass Rutten zwar nicht direkt Gegenstand interner Auseinandersetzungen gewesen sei, sich aber dennoch zum Rücktritt entschlossen habe, um das professionelle Umfeld der Mannschaft zu schützen.
"Ein Klima, das gesunde professionelle Beziehungen zwischen Spielern und Mitarbeitern schädigt, darf nicht entstehen", wurde Rutten in einer Mitteilung des Verbandes in den sozialen Netzwerken zitiert. "Es ist vernünftig, zurückzutreten. Die Zeit drängt, und Curacao muss vorankommen."
Kehrt Advocaat zurück?
Der 78-jährige Advocaat führte die Karibikinsel im vergangenen November zur historischen WM-Qualifikation, trat aber im Februar zurück, um sich um seine schwer erkrankte Tochter zu kümmern. Rutten wurde daraufhin zu seinem Nachfolger ernannt.
Niederländische Medien berichteten am Montag, dass Advocaat nach der Besserung des Gesundheitszustands seiner Tochter nun einer Rückkehr nicht abgeneigt sei.
Der erfahrene Trainer, der im Falle seiner Teilnahme an der WM ältester Trainer in der Geschichte des Turniers wäre, genießt laut Berichten die Unterstützung eines Großteils der Mannschaft.
Für Dienstag ist eine Pressekonferenz angesetzt, um weitere Details zum Übergangsprozess zu erläutern. Die erste WM-Partie bestreitet Curacao am 14. Juni gegen Deutschland.