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Iran reist diese Woche nach Amerika - aber nicht in die USA

Weiterhin gibt es viele Fragezeichen um den Iran bei der Fußball-WM. Das Basecamp wird in Mexiko aufgeschlagen. Kommt es zum Duell mit den USA auf dem Platz?

Iran reist diese Woche nach Amerika - aber nicht in die USA Foto: © IMAGO / ABACAPRESS

Es soll für Donald Trump ein Sommer der Superlative werden. Die Fußball-Weltmeisterschaft beginnt kommende Woche.

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Nur wenige Tage nach dem WM-Start feiert der US-Präsident seinen 80. Geburtstag mit Käfigkämpfen in einer Arena am Weißen Haus, die derzeit in Windeseile hochgezogen wird.

Und am 4. Juli begehen die USA ihren 250. Geburtstag. Doch die erhoffte Feierlaune wird getrübt: Die USA stecken immer noch mitten im Krieg mit dem Iran.

Ob Trump bis zum Start der WM ein Rahmenabkommen mit dem Iran für einen Ausweg aus dem Krieg schließen wird, ist unklar.

Treffen USA und Iran in K.o.-Phase aufeinander?

So oder so wird der Iran bei der WM Thema sein, denn die iranische Fußballmannschaft nimmt am Turnier teil. Es könnte sogar zu einem Duell zwischen den USA und Iran auf dem Platz kommen.

Belegen die USA in Gruppe D und der Iran in Gruppe G jeweils den zweiten Platz, treffen die Teams im Sechzehntelfinale unmittelbar vor den Unabhängigkeitstagsfeierlichkeiten am 3. Juli in Arlington bei Dallas aufeinander.

Iran-Team reist am Samstag nach Mexiko

Und schon in den vergangenen Wochen war Iran immer wieder im WM-Kontext in den Schlagzeilen. So gab es Wirbel, als das iranische WM-Quartier von den USA nach Mexiko als Mitausrichter der Meisterschaft verlegt worden war.

Laut Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum wollten "die Vereinigten Staaten nicht, dass die iranische Nationalmannschaft in den USA übernachtet". Außerdem gab es Probleme rund um die Visa für die Einreise in die USA.

Jene für Mexiko stehen den Iranern mittlerweile zur Verfügung. Am Samstag reist das seit Mai in der Türkei einquartierte Team nach Mexiko. In Tijuana wird das Team in der Nacht auf Sonntag erwartet.

Trump: Iran zwar "willkommen", aber...

Kurz nach Kriegsbeginn am 28. Februar hatte Trump im März erklärt, dass die iranische Mannschaft zwar bei der WM "willkommen" sei, er es aber "wirklich nicht für angemessen halte, dass sie dort sind, zu ihrem eigenen Schutz und ihrer eigenen Sicherheit".

Letztlich ließ der Präsident FIFA-Chef Gianni Infantino - die beiden Männer demonstrieren immerzu ihren guten Draht zueinander - freie Hand über die Entscheidung einer Teilnahme.

Chance für Trump: Ablenkung von der Politik?

Eigentlich müsste die Fußball-WM für Trump vom Grundsatz her wie gerufen kommen: Ein großes Sportevent, das Ablenkung von Krisen bietet. Mit dem Potenzial, eine ganze Nation als Ausrichter mitzureißen - mit vielen fröhlichen Szenen von feiernden Fans in amerikanischen Stadien.

Die Welt zu Gast in Amerika. Trump braucht genau solche Bilder. Denn in seiner zweiten Amtszeit seit Jänner 2025 sind seine Beliebtheitswerte laut Umfragedaten im eigenen Land zurückgegangen. Vor allem der Iran-Krieg bringt Trump Kritik ein.

Trump, der vom Fußball-Weltverband FIFA mit einem zweifelhaften Friedenspreis geehrt worden war, hatte im Frühjahr versprochen: "Es wird das größte und sicherste Sportereignis in der Geschichte der USA werden."

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