Londoner Wembley-Stadion wird nicht verkauft

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Es ist eines der legendärsten Stadien der Welt - das Londoner Wembley-Stadion. Jetzt stand das Stadion, in dem die englische Nationalmannschaft und aktuell auch der Premier-League-Klub Tottenham Hotspur ihre Heimspiele austragen, kurz vor dem Verkauf.

Der US-Unternehmer Shahid Khan zeigte großes Interesse daran, "Wembley" zu erwerben. Nun hat Khan sein Angebot über 600 Mio. Pfund (680 Mio. Euro) aber zurückgezogen.

Somit bleibt der englische Fußballverband (FA) der Besitzer des Stadions.

"Seriöses Angebot"

Die FA sprach in ihrer Mitteilung von einem "seriösen Angebot" und sagte, man habe "ernsthaft darüber nachgedacht". Tatsächlich hatte sich der Vorstand bereits für einen Verkauf ausgesprochen.

Der Erlös für das Wembley-Stadion hätte in die Verbesserung der nationalen Infrastruktur fließen sollen, etwa zur Modernisierung veralteter Fußballplätze. Für die kommende Woche war eigentlich eine Abstimmung in der FA-Ratsversammlung angesetzt.

Khan, der das Angebot abgegeben hatte, ist zudem Besitzer des Londoner Klubs FC Fulham sowie des NFL-Teams Jacksonville Jaguars. Er plante, dass die Jaguars mehrere Heimspiele pro Saison im Wembley-Stadion hätten austragen sollen.

Nicht nur Begeisterung

Allerdings gab es auch kritische Stimmen, die Khan schließlich auch zur Rücknahme des Angebots bewegten. "Ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass das Ergebnis der Abstimmung in der nächsten Woche nicht genügt, um die breite Zustimmung auszudrücken, die sich der FA-Vorsitzende wünscht, um das Wembley-Stadion zu verkaufen", wurde Khan in britischen Medien zitiert. "Ich ziehe mein Angebot, das Wembley-Stadion zu kaufen, respektvoll zurück."

2007 ließ man sich den Neubau des Wembley-Stadions satte 757 Mio. Pfund (866 Mio. Euro) kosten. Die FA blieb dabei auf 142 Mio. Pfund (162 Mio. Euro) sitzen. Diese will der Verband bis 2024 abbezahlen. Auch diese Restschuld hätte Khan mit seinem Kauf übernommen.

Im Wembley-Stadion wird das Finale der Europameisterschaft 2020 ausgetragen, welche erstmals nicht an ein Land vergeben wurde, sondern in mehreren europäischen Ländern stattfinden wird. Sowohl 2011 als auch 2013 stieg hier das Finale der UEFA Champions League.

Textquelle: © LAOLA1/APA

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