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Findet die U21-EM 2029 in Österreich statt?

Der ÖFB bewirbt sich für die Austragung der übernächsten U21-EM. Präsident Josef Pröll sprach außerdem über die mögliche Verlängerung von Teamchef Rangnick.

Findet die U21-EM 2029 in Österreich statt? Foto: © GEPA

Österreich wird sich um die Austragung der U21-EM 2029 bewerben. Das teilte ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzender Josef Pröll im Rahmen einer Studienpräsentation zur wirtschaftlichen Bedeutung des Fußballs mit.

Für das Vorhaben wurden am Freitag vom Aufsichtsrat einstimmig 100.000 Euro freigegeben. Die Vergabe des Turniers durch die UEFA erfolgt wohl 2027.

Seit der zusammen mit der Schweiz ausgetragenen Männer-EM 2008 ging in Österreich keine europäische Endrunde mehr über die Bühne.

Pröll: "Wir nehmen die Bewerbung sehr ernst"

Pröll meinte dazu: "Wir wollen uns ernsthaft aufstellen und das Projekt angehen, wir nehmen die Bewerbung sehr ernst."

Man werde sich für das Projekt zügig aufstellen und externe Unterstützung organisieren. Die Endrunde 2029 wird mit 16 Teilnehmern ausgetragen, benötigt werden wohl sechs bis acht Stadien.

Vizeweltmeister-Jahrgänge wären 2029 im Einsatz

Laut Bernhard Neuhold, Geschäftsführer der ÖFB Wirtschaftsbetriebe GmbH, ist zu erwarten, dass die UEFA die Bewerbungsunterlagen noch in diesem Jahr übermittelt. Dann wird auch Klarheit darüber herrschen, welche Länder noch für dieses Turnier kandidieren.

Mit einer Entscheidung rechnet Neuhold noch vor der U21-EM 2027, die in etwa eineinhalb Jahren in Albanien und Serbien stattfindet.

Sollte Österreich den Zuschlag erhalten, wären 2029 jene ÖFB-Jahrgänge im Einsatz, die im vergangenen November U17-Vizeweltmeister wurden.

Rangnick-Verlängerung: Gespräche "sehr positiv"

Abgesehen von der U21-Bewerbung nahm Pröll auch zu einer möglichen Vertragsverlängerung von A-Teamchef Ralf Rangnick Stellung.

"Ich habe dem Aufsichtsrat berichtet, dass es Gespräche gibt, die wir jederzeit intensivieren können. Wir werden die Öffentlichkeit informieren, wenn eine Entscheidung getroffen wurde."

Die Unterredungen mit Rangnick beschrieb Pröll als "sehr aufrecht und sehr positiv".

Boykott der WM 2026?

Zur Frage eines möglichen Boykotts der Männer-WM in den USA, Kanada und Mexiko, die von manchen europäischen Politikern aufgeworfen wurde, erklärte Pröll:

"Ich plädiere klar und deutlich dafür, politische Ereignisse und deren politische Konsequenzen in der Politik zu halten. Der Sport ist getrennt davon zu sehen."

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