Nach den beiden sieglosen Spielen in der Quali hatten die ÖFB-Kicker im Vorfeld betont, noch eine Rechnung mit den Serben offen zu haben, diese ist nun definitiv beglichen.
„Wir haben eine sehr, sehr gute Performance abgeliefert“, strahlt Kapitän Philipp Lienhart. Nach anfänglicher Nervosität bekam die ÖFB-U21 das Geschehen zunehmend gut in den Griff.
Jovic war kein Problem
Horvath sagt: „Am Anfang war es schon ein bisschen ungewohnt, da hatten wir schon Respekt. Aber dann haben wir gesehen, dass wir gut mitspielen können. Das hat uns Selbstvertrauen gegeben.“
Vor allem defensiv ließen die Österreicher praktisch nichts zu. Superstar Luka Jovic machte – abgesehen von einem Lattenkopfball nach der Pause – praktisch keinen Stich.
„Wir sind sehr kompakt gestanden, der Gegner hatte es sehr schwer, durchzukommen“, ist Kevin Danso stolz. Extra-Lob für die Innenverteidigung gibt es von Lienhart: „Wir haben sehr, sehr gute Arbeit verrichtet. Vorne sind wir gut angelaufen und hinten kompakt gestanden. Posch und Danso haben Jovic gut kontrolliert, er hatte nicht viel Raum.“
Gregoritsch zufrieden: „Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir waren kompakt und das Umschaltverhalten hat zu 100 Prozent funktioniert. Was die Mannschaft geleistet hat, war großartig.“
Alle bleiben am Boden
Goalie Alexander Schlager stimmt in den Kanon ein: „Ich bin irrsinnig stolz auf die Mannschaft. Wir haben so viel investiert, sind so viele Wege gegangen, waren so kompakt.“
Doch trotz des Auftaktsiegs bleiben die Österreicher bodenständig. Schlager weiß: „Für uns hat sich nichts verändert. Wenn wir im nächsten Spiel nicht performen, können wir uns von diesem Sieg nichts kaufen. Wir müssen bis Donnerstag wieder alle Kräfte bündeln und dann wieder so eine Leistung rausboxen.“
Gregoritsch ist aber sehr wohl bewusst, dass seine Truppe ein Ausrufezeichen setzen konnte: „Wir gelten von allen Mannschaften als der Außenseiter. Alle haben geglaubt, dass wir ein leichter Gegner sind. Heute haben wir gegen eine starke serbische Mannschaft gezeigt, dass wir sie so bespielen können, dass wir gewinnen.“
Doch auch der Teamchef warnt: „Wir müssen dieses Projekt weiterverfolgen, sehr geerdet bleiben. Wir werden jetzt sicher nicht feiern solange es geht.“
Einen interessanten Vergleich hat der steirische Coach noch auf Lager: „Es ist so ähnlich, wie wenn du Vater bist und dein Sohn die Matura macht. Das ist ein Höhepunkt für uns alle.“
Doch das soll eben erst der Anfang gewesen sein. Und im nächsten Duell mit den Dänen wünscht sich Lienhart dann noch ein wenig mehr Unterstützung von den Fans: „Wir hoffen, dass wir in einen Flow kommen und die Fans mitreißen können.“