Zinsberger hält den Kopf oben
Spanien (9) liegt nach dem 15. Sieg in einer Endrunden-Qualifikation in Folge in der Gruppe 7 ohne Punktverlust an der Spitze. Finnland, das nach zwei Partien auch noch eine weiße Weste hat, und Österreich (je 6) liegen dahinter.
"Für mich war noch gar nichts vorentscheidend. Wenn das letzte Spiel gespielt ist, kann man sagen, wie es ausgegangen ist", sagt Torfrau Manuela Zinsberger.
Auch für Teamchef Dominik Thalhammer, der auch Finnland als harten Konkurrenten im Aufstiegsrennen sieht, ist noch keine Vorentscheidung gefallen. "Aber natürlich tut die Niederlage sehr weh, vor allem nach diesem unglaublich erfolgreichen Jahr. Wir hätten uns einen anderen Abschluss gewünscht", verlautet der 47-Jährige.
Gleiches Personal steckt schwere Revanche ein
Im Vergleich zum 5:3-Erfolg im Elfmeterschießen nach torlosen 120 Minuten im EM-Viertelfinale gab es bei der ÖFB-Auswahl nur zwei personelle Änderungen. Virginia Kirchberger und Nadine Prohaska begannen anstelle der verletzten Viktoria Schnaderbeck und Lisa Makas.
VIDEO - In der Südstadt sorgen die ÖFB-Frauen für Zuschauer-Furore:
(Text wird unterhalb fortgesetzt)
Die Leistung der ÖFB-Kickerinnen war aber eine völlig andere, sie wirkten nach einem intensiven Jahr völlig ausgelaugt.
Die klar spielbestimmenden Spanierinnen revanchierten sich eindrucksvoll, waren immer einen Schritt schneller, die Gäste liefen nur hinterher, kamen auch nicht in die Zweikämpfe. Insgesamt waren die Ibererinnen, für die Alexia Putellas (3.), Patricia Guijarro (16.), Irene Paredes (43.) und Virginia Torrecilla (57.) trafen, näher am fünften Treffer dran, als Österreich am Ehrentor. Keine Topchance und nur ein Torschuss in 90 Minuten verdeutlichten die ÖFB-Harmlosigkeit.
Daran konnte auch die rechtzeitig fit gewordene Offensivstütze Laura Feiersinger nichts ändern.
"Wir haben uns alle viel mehr vorgenommen. Wir haben ihnen viele Räume gegeben, nicht so aggressiv gespielt und waren immer einen Schritt langsamer", resümiert die SC-Sand-Legionärin.
"Die Vorbereitung war wie immer..."
Die beste ÖFB-Akteurin war noch Zinsberger, die nach zwei Zu-Null-Siegen gegen Serbien (4:0) und Israel (2:0) viermal hinter sich greifen musste. "Mit der Leistung, die wir gezeigt haben, das waren definitiv nicht wir", ärgert sich die Niederösterreicherin.