Einzelkritik zum Spiel Dänemark gegen Österreich

Einzelkritik zum Spiel Dänemark gegen Österreich Foto: © GEPA
 

Wieder kein Sieg gegen Dänemark!

Das ÖFB-Nationalteam muss im vierten Spiel der Nations-League-Gruppe A1 die zweite Niederlage einstecken. Auswärts in Kopenhagen gibt es eine 0:2-Pleite gegen Dänemark (Spielbericht >>>).

Jonas Wind und Andreas Skov Olsen erzielen noch vor der Pause die beiden Tore für die Dänen. Österreich kann dem im weiteren Spielverlauf nichts mehr entgegensetzen.

LAOLA1 analysiert die Leistung aller ÖFB-Akteure und verteilt Noten (1=Sehr Gut, 2=Gut, 3=Befriedigend, 4=Genügend, 5=Nicht Genügend).

Das sind die Noten für die ÖFB-Kicker:

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HEINZ LINDNER (FC Basel/32 Länderspiele), 90 Minuten, Note: 2

Der Schweiz-Legionär bekam am Montag wieder die Chance, sich anstelle von Pentz im ÖFB-Kasten zu präsentieren - richtig viel vorwerfen kann sich Lindner mit seiner Leistung nicht. Allzu viel bekommt der 31-Jährige in der ersten Halbzeit zwar nicht zu tun, trotzdem klingelt es zwei Mal. Beim ersten Gegentor rutscht er leicht weg, ist dann zwar noch am Schuss von Wind dran, kann das Tor aber nicht mehr verhindern. Beim Tor von Skov Olsen ist er machtlos. In der Schlussphase der zweiten Hälfte wird es erst wieder so richtig gefährlich. Beim Schuss aus spitzem Winkel in der 80. Minute ist er aber genauso zur Stelle wie beim Weitschuss von Eriksen in der 87. Minute. War zwar nicht ganz so eingebunden in den Aufbau wie Kollege Pentz, versuchte aber sein Bestes.


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CHRISTOPHER TRIMMEL (Union Berlin/24/1), 90 Minuten, Note: 4

Der Routinier durfte gegen Dänemark wieder als Rechtsverteidiger in der Viererkette starten, hatte in der Defensive aber durchaus seine Probleme. Der Kapitän von Union Berlin hatte mit dem Speed seiner Gegenspieler öfter zu kämpfen als ihm vermutlich lieb war. So auch beim ersten Gegentor, als er Maehle im Rücken verlor, einen Schritt zu spät kam. Offensiv schaltete er sich zwar hin und wieder ein, seine normalerweise so gefährlichen Flanken, blieben jedoch allesamt an der dänischen Abwehr hängen. In der zweiten Halbzeit rückte er nach der taktischen Umstellung in die Dreierkette.


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GERNOT TRAUNER (Feyenoord/8/1), 90 Minuten, Note: 3

Der Feyenoord-Profi wurde wieder im Zentrum der Innenverteidigung aufgeboten, wo er sofort mit dem hohen Tempo des Dänemark-Angriffs konfrontiert wurde. Exemplarisch dafür steht ein missglücktes Rausrücken in der 19. Minute, der in einem letztlich erfolglosen Konter der Dänen mündete. Trauner versuchte zwar abzuräumen was geht, wurde aber doch hin und wieder am falschen Fuß erwischt. Nach der Umstellung auf Dreierkette kippte er im zweiten Durchgang etwas mehr auf den linken Flügel ab. Im Aufbau versuchte sich der Abwehrspieler so gut einzuschalten wie möglich, richtig Zugriff bekam er jedoch nur selten.


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KEVIN DANSO (RC Lens/9/0), 90 Minuten, Gelb, Note: 3

Der Frankreich-Legionär rutschte aufgrund der Verletzung von Alaba wieder in die Startformation. Der Innenverteidiger wirkte sofort hellwach, stand gut, gewann Laufduelle und wirkte auch in den Zweikämpfen sehr präsent. Nicht ganz ideal agierte er jedoch bei den Gegentoren, wo er sich in beiden Fällen aus der letzten Linie rauslocken ließ, beim zweiten Gegentor hatte er zwar die Chance auf den Ballgewinn, kam aber zu spät. Ansonsten machte Danso - im Gegensatz zum einen oder andern Mitspieler - aber einen frischen Eindruck, schmiss sich bis zum Schlusspfiff in jeden Ball und verteidigte mit viel Herz.


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VALENTINO LAZARO (Benfica Lissabon/36/3), bis 46. Minute, Note: 5

Wurde aufgrund der aktuell dünnen Personaldecke in der ÖFB-Verteidigung von Teamchef Rangnick auf der für ihn etwas ungewohnten Position des Linksverteidigers aufgeboten. Den fehlenden Rhythmus auf der Position sah man ihm von Beginn weg an. Nach einem unsicheren Start mit einigen Stellungs- und Abspielfehlern biss er sich mit energischem Zweikampfverhalten etwas besser ins Spiel rein. Dennoch erwischte Dänemark Lazaro im weiteren Spielverlauf das eine oder andere Mal am falschen Fuß, machte stets Betrieb über seine Seite. Rangnick nahm ihn als Folge zur Halbzeit aus der Partie.


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PATRICK WIMMER (Arminia Bielefeld/1/0), bis 46. Minute, Gelb, Note: 4

Der 21-Jährige wurde am Montag für eine tolle Saison in der deutschen Bundesliga belohnt und durfte erstmals in der Nationalmannschaft auflaufen - so richtig aufblühen konnte er bei seinem Debüt aber nicht. Gleich nach wenigen Sekunden hätte er fast nach Sabitzer-Zuspiel zugeschlagen, verpasste jedoch den Ball, kurz darauf agierte er im Konter zu schlampig, spielte seinem Mitspieler in den Rücken. Der auf dem rechten Flügel aufgebotene Wimmer versuchte zwar hin und wieder das Tempo anzuziehen, konnte die dänische Abwehr aber nie wirklich gefährden. Kurz vor der Pause sah er nach einem ungestümen Einsteigen gegen Maehle Gelb. Nach einer Halbzeit war sein Debüt auch schon wieder vorbei.


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NICOLAS SEIWALD (Red Bull Salzburg/7/0), 90 Minuten, Note: 3

Der 21-Jährige bestritt am Montag in Kopenhagen sein 59. Pflichtspiel in der laufenden Saison. Der Salzburg-Akteur machte trotz seines gewaltigen Programms einen aufgewachten Eindruck, versuchte das Spiel aus dem Zentrum heraus so gut zu dirigieren wie möglich, hatte aber durchaus seine Probleme mit dem aggressiven Anlaufverhalten der Dänen. Mit seinen Pässen versuchte er dem Spiel der Österreicher die nötige Initialzündung zu verleihen, richtig gefährlich wurde es jedoch kaum. Gegen den Ball lieferte Seiwald wieder einen sehr engagierten Auftritt ab. Gegen Spielende merkte man ihm jedoch schon die Müdigkeit an. Exemplarisch dafür steht ein Ballverlust in der 80. Minute, der in einer Dänemark-Chance mündete.


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XAVER SCHLAGER (VfL Wolfsburg/29/2), bis 46. Minute, Note: 3

Als einziger Spieler wurde Schlager in allen vier Spielen dieses Länderspiel-Programms in der Startelf aufgeboten. Am Ende war für den Wolfsburger aber nur eine Halbzeit drin, zu groß war letzten Endes doch die Müdigkeit. Dennoch versuchte der zentrale Mittelfeldspieler seine beste Leistung auf den Platz zu bringen, scheute wie immer keinen Zweikampf, fing den einen oder anderen gefährlichen Ball der Dänen noch in der Enstehung ab. Was dem Spiel des 24-Jährigen am Montag jedoch fehlte, waren die sonst so effektiven Umschaltmomente, zu oft fehlte das Tempo.


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MARCEL SABITZER (FC Bayern/64/11), 90 Minuten, Note: 3

Der 28-Jährige durfte Österreich in Abwesenheit von Alaba und Arnautovic (zumindest zu Beginn) als Kapitän aufs Feld führen. Sabitzer wurde wieder am linken Flügel aufgeboten, sein gefühlvoller Pass auf Wimmer nach nur ein paar gespielten Sekunden hätte auch schon fast für die erste große Chance gesorgt. Nur wenig später ließ er den ersten Warnschuss auf den Kasten von Schmeichel los. Der Bayern-Profi war einer der wenigen Kreativposten in der ersten Hälfte, gewinnbringend waren seine Aktionen letztlich aber nie. In Halbzeit zwei wurde er zunächst etwas mehr ins Zentrum beordert, ehe er wieder links raus musste. Defensiv arbeitete Sabitzer gut mit nach hinten, offensiv blieb er jedoch harmlos.


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SASA KALAJDZIC (VfB Stuttgart/15/4), bis 65. Minute, Note: 4

Der Stuttgart-Angreifer bekam zum zweiten Mal unter Teamchef Rangnick die Möglichkeit, sich zu präsentieren, konnte seine Chance jedoch abermals nicht wirklich nutzen. Immer wieder wurde der großgewachsene Angreifer mit langen Bällen gesucht, war Kalajdzic jedoch mal im Ballbesitz, dann wurde das Spiel der Österreicher nicht unbedingt schneller. In der 12. Minute versucht er es mit einem Schuss aus spitzem Winkel. Einen zweiten Abschluss hatte er noch in der zweiten Halbzeit, als er den Ball nach Laimer-Vorlage mit dem ersten Kontakt deutlich über das Tor setzte. So richtig integriert scheint er noch nicht zu sein im System-Rangnick.


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ANDREAS WEIMANN (Bristol City/19/1), bis 65. Minute, Note: 4

Der England-Legionär durfte nach seinem Premierentreffer gegen Frankreich vergangenen Freitag wieder von Beginn an ran. Der 30-Jährige versuchte seiner Aufgabe mit viel Elan nachzugehen, versuchte Dänemark mit seinem hohen Laufpensum früh unter Druck zu setzen. Richtig viel Einfluss konnte er jedoch nicht nehmen auf das österreichische Spiel, seine Vorlage für Sabitzer führte immerhin zum ersten ÖFB-Abschluss. In Halbzeit zwei wurde Weimann nach der System-Umstellung wieder auf die linke Außenbahn beordert, wo er seine Aufgabe im Defensivverhalten zwar brav erledigte, im Spiel nach vorne jedoch keinen Einfluss hatte.


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STEFAN LAINER (Borussia Mönchengladbach/37/2), ab 46. Minute, Note: 4

Der Gladbach-Verteidiger kam zu Beginn der zweiten Halbzeit rein, wurde abermals als rechter "Wing-Back" aufgeboten. Lainer zeigte sich zwar, wie man es von ihm gewohnt ist, bissig, blieb aber vor allem in der Offensive glücklos. Der 29-Jährige zog zwar einige Male gut am rechten Flügel auf, kaum am Sechzehner angekommen, wurde er aber zu hektisch, traf oftmals die falsche Entscheidung bzw. brachte seine Mitspieler in eine ungünstige Lage.


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KONRAD LAIMER (RB LEIPZIG/24/2), ab 46. Minute, Note: 3

Der Leipzig-Profi musste das erste Mal in der Ära-Rangnick auf der Bank Platz nehmen, wurde nach einer unzufriedenstellenden ersten Hälfte allerdings noch in der Halbzeit gebracht. Mit einem Energieanfall, als er den Ball im Mittelfeld eroberte, sofort in die Spitze sprintete und dann auf Kalajdzic ablegte, zeigte er, was er für die Mannschaft bringen kann. Diese Momente waren in Halbzeit zwei jedoch rar gesät. Wenn Laimer in der Nähe des gegnerischen Sechzehners am Ball war, wurde es zwar gefährlich, aber nie zwingend. Wie immer ein sehr kämpferischer Auftritt, teilweise aber auch etwas schlampig.


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KARIM ONISIWO (Mainz 05/18/1), ab 46. Minute, Note: 5

Ein Tag zum Vergessen! Der Angreifer kam in der Pause, um das Offensivspiel der Österreicher zu beleben, konnte die Erwartungen jedoch alles andere als erfüllen. Der Mainz-Profi zeigte sich zwar bemüht, machte viele Meter, hing aber meiste Zeit nur in der Luft. Onisiwo war so gut wie gar nicht in das österreichische Spiel eingebunden. Bei einem Vorstoß über die rechte Seite, als er einfach mal die Linie entlang ging, stolperte er sich selbst ins Toraus - Sinnbild für einen glücklosen Auftritt.


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MARKO ARNAUTOVIC (FC Bologna/102/33), ab 65. Minute, Note: 4

Wurde nach einer Stunde eingewechselt, konnte dem Offensivpiel der Österreicher jedoch nicht mehr die nötigen Impulse verleihen. Der Routinier konnte lange Zeit gar nicht wirklich ins Spiel eingreifen, ließ sich im Laufe des Spiels aber immer wieder etwas mehr zurückfallen um die Bälle nach vorne zu tragen. Auch hier fehlte ihm jedoch das Glück, zu viele Unstimmigkeiten zerstörten das ÖFB-Spiel.


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MICHAEL GREGORITSCH (FC Augsburg/37/6), ab 65. Minute, Note: 4

Kam gemeinsam mit Arnautovic in die Partie, konnte jedoch nicht für den Turnaround sorgen. Der Augsburg-Angreifer kam im Gegensatz zu seinen Mitstreitern immerhin zu Abschlüssen. In der 75. Minute ratterte sein flacher Weitschuss links am Tor vorbei, nur wenig später kann er ein kurzes Lainer-Zuspiel nicht mehr entscheidend verarbeiten. Seine Präsenz im gegnerischen Strafraum machte letztlich keinen Unterschied.


Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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