Einzelkritik zu Österreich gegen Lettland

 

Das ÖFB-Team feiert in der EM-Quali in Salzburg einen 6:0-Kantersieg gegen Lettland (Spielbericht >>>).

Dementsprechend gut fallen auch die Noten für die ÖFB-Kicker aus:

LAOLA1 analysiert die Leistung aller ÖFB-Akteure und verteilt Noten (1=Sehr Gut, 2=Gut, 3=Befriedigend, 4=Genügend, 5=Nicht Genügend).


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CICAN STANKOVIC (RB Salzburg/1 Länderspiel), 90 Minuten, Note: 2

"Emotional" wäre es für ihn, wenn er ausgerechnet in Salzburg sein Länderspiel-Debüt feiern könnte, meinte der Red-Bull-Salzburg-Goalie im Vorfeld der Partie. Teamchef Franco Foda erfüllte dem 26-Jährigen seinen Traum und gab ihm den Vorzug vor den beiden weiteren potenziellen Debütanten Pavao Pervan und Alexander Schlager. Dass es bei seinem Einstand nicht allzu viele Szenen geben würde, in denen er sich auszeichnen kann, war zu erwarten, aber das kennt Stankovic ja aus Salzburg. Dennoch galt es konzentriert zu bleiben und dies gelang auch bis auf jene Szene in Minute 30, als er schlecht herausspielte, das folgende Schüsschen eines Letten jedoch mühelos entschärfte. Im Vorfeld der Partie hatte Stankovic mit einem Lachen noch moniert, dass er als Salzburg-Goalie mangels Beschäftigung meistens mit einer Durchschnitts-Note bewertet werde (Hier Nachlesen >>>), wir tun ihm bei seinem Länderspiel-Debüt den Gefallen, ihm einen Zweier zu geben.

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STEFAN LAINER (Borussia Mönchengladbach/16/0), 90 Minuten, Note: 2

Einer von sieben aktuellen oder ehemaligen Salzburg-Kickern in der Startelf – für Lainer war es sein erstes Länderspiel als ehemaliger "Bulle". Der nunmehrige Gladbach-Legionär spielte seinen Part auf der rechten Seite so fokussiert, wie man ihn kennt. Holte bei einem Eckball den Elfmeter zum 3:0 heraus. Versuchte es später mit einem Weitschuss, mit dem er Goalie Steinbors forderte.

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ALEKSANDAR DRAGOVIC (Bayer Leverkusen/75/1), bis zur 81. Minute, Note: 2

75. Länderspiel für den Leverkusen-Legionär. Zum Jubiläum war der Wiener mehr mit dem Spielaufbau als mit Abwehraktionen gegen den Gegner beschäftigt. Dies war gegen biedere Letten zu erwarten, dennoch gilt es die Konzentration hoch zu halten und die vermeintlich "kleinen" Szenen sauber zu lösen. Dies gelang Dragovic mit Entschlossenheit und guter Körpersprache – für eine dieser Szenen, einen gewonnen Zweikampf als letzter Mann, holte er sich in Minute 36 Szenen-Applaus vom Salzburger Publikum ab.

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MARTIN HINTEREGGER (Eintracht Frankfurt/42/3), 90 Minuten, Note: 2

Im Prinzip siehe Dragovic. An alter Wirkungsstätte ließ auch Hinteregger nichts anbrennen, hielt die Konzentration hoch und brachte sich immer wieder mit guten Pässen in den Spielaufbau ein. In Polen kommt auf Österreichs Innenverteidiger mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit mehr Arbeit zu als gegen schwache Letten.

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ANDREAS ULMER (Red Bull Salzburg/13/0), 90 Minuten, Note: 2

Der zweite Salzburg-Kicker in der Startelf. Der Routinier agierte gewohnt verlässlich. Da nach hinten diesmal weniger Arbeit zu verrichten war, durfte auch er sich munter an den ÖFB-Angriffen beteiligen. Sein einziger Schussversuch verfehlte jedoch das Ziel.

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KONRAD LAIMER (RB Leipzig/3/1), 90 Minuten, Note: 1

Der Shooting-Star des letzten Lehrgangs stellte erneut unter Beweis, warum er solch eine Bereicherung für dieses ÖFB-Team sein kann. Die Kombination aus Zweikampfstärke, Dynamik und Vorwärtsdrang wirkt einfach belebend. Wie als Beweis dafür steht sein Assist zum 1:0, als er den lettischen Verteidiger quasi zum Blackout zwang. Auch die Vorlage zum 2:0 geht auf sein Konto. Der Leipzig-Legionär lieferte übrigens schon in Nordmazedonien zwei Assists. Beim 5:0 krönte er seine Leistung mit seinem ersten Länderspiel-Tor.

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JULIAN BAUMGARTLINGER (Bayer Leverkusen/69/1), bis zur 74. Minute, Note: 2

Nachdem er die Juni-Länderspiele gegen Slowenien und Nordmazedonien kurzfristig verpasste, kehrte der Kapitän in die Startelf zurück und trat auf, wie man ihn kennt: Zweikampfstark, als Mittelfeld-Organisator und Leader. Allerdings auch als abschlussschwach – in der Anfangsphase platzierte er freistehend einen Kopfball nicht sonderlich gut. Nach einem ÖFB-Jahrzehnt hält er somit weiterhin bei einem Länderspiel-Tor. Auffällig: Wurde von seinen Gegenspielern öfters mit harten Einstiegen zu Boden gebracht.

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VALENTINO LAZARO (Inter Mailand/24/2), bis zur 68. Minute, Note: 2

Für den Neo-Inter-Legionär war es das erste Pflichtspiel in dieser Saison. Der Steirer begann am rechten Flügel, rochierte jedoch zwischenzeitlich mit Alaba. Agierte agil und ideenreich, aber nicht alles ging auf. Er gehörte vor allem vor der Pause zu jenen Österreichern, die vielleicht eine Spur zu uneigennützig agierten und den letzten Pass anstelle des Abschlusses suchten. Schade, dass Alaba in Minute 55 den Ball nach seiner schönen Vorlage übers Tor jagte. Kurz bevor er nach 68 Minuten durch Gregoritsch ersetzt wurde, vergab er noch eine gute Kopfball-Chance.

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MARCEL SABITZER (RB Leipzig/38/6), 90 Minuten, Note: 1

Ja, es war nur Lettland, aber dennoch ist zu beobachten, dass Sabitzer dabei ist, sich im Nationalteam neu zu erfinden. Schließlich setzte er seinen bereits beim letzten Lehrgang begonnenen Aufwärtstrend im ÖFB-Dress fort. Körpersprache, Auftreten und Selbstbewusstsein erinnern derzeit gar nicht an jenen Sabitzer, der sich oft und zurecht für seine Länderspiel-Auftritte kritisieren lassen musste. Kann der Leipzig-Legionär seine Vereins-Leistungen konstant ins Nationalteam übertragen, wäre dies ein großer Gewinn. Gegen Lettland eröffnete er seinen gelungenen Arbeitstag bereits in der 5. Minute mit einem gefährlichen Freistoß. Sein Traumtor zum 2:0 zeigte seine Klasse, auch danach fiel er mit Spielwillen und einigen guten Kombination auf. Ein weiterer Treffer wurde wegen vermeintlicher Abseitsstellung aberkannt. Zudem leitete er das 4:0 ein und bereitete das 6:0 mit seinem Stangenschuss vor.

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DAVID ALABA (Bayern München/70/13), 90 Minuten, Note: 2

In seinem 70. Länderspiel wurde der Bayern-Star am linken Flügel aufgeboten – und das am Jahrestag seiner letzten Torbeteiligungen im Nationalteam (je ein Tor und Assist beim 2:0 im Test gegen Schweden). Es wäre ein Kunststück gewesen, wenn in dieser Partie keine weitere Torbeteiligung dazugekommen wäre – das Assist zum 5:0 kann man ihm zuschreiben. Zuvor probierte er es vergeblich. Versuchte es schon früh mit einer Direktabnahme, besonders in Erinnerung bleibt jedoch sein in Minute 56 eher bitter vergebener Sitzer. Bei der einen oder anderen sehenswerten Vorlage verwehrte im die fehlende Kaltschnäuzigkeit der Kollegen einen Assist.

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MARKO ARNAUTOVIC (Shanghai SIPG/82/26), 89 Minuten, Note: 1

Mit seinen Länderspiel-Treffern 25 und 26 zog Arnautovic mit Matthias Sindelar und Andreas Herzog gleich – ein illustres Trio, das sich in der ewigen ÖFB-Schützenliste den 7. Platz teilt. Okay, der Neo-China-Legionär hatte vor gegnerischen Toren schon schwierigere Aufgaben zu lösen, als den Ball beim 1:0 ins leere Tor zu rollen und später staubtrocken einen Elfmeter zu verwandeln. Aber auch sonst präsentierte sich der 30-Jährige in Spiellaune, so als wollte er es den Kritikern seines Wechsels ins Reich der Mitte, die ihm keine ÖFB-Zukunft mehr zutrauen, extra zeigen. Bei seinem Stangenschuss im Pech.

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MICHAEL GREGORITSCH (FC Augsburg/12/2), ab der 68. Minute - zu kurz eingesetzt

Der Offensivspieler kam für die letzten rund 20 Minuten in eine gewonnene Partie und konnte sich noch mit der Kopfball-Vorlage zum 4:0 und dem Abstauber zum 6:0 in Szene setzen. Fürs Selbstvertrauen definitiv keine schlechte Ausbeute.


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STEFAN ILSANKER (RB Leipzig/37/0), ab 74. Minute - zu kurz eingesetzt

"Sein" 4:0 wird als Eigentor von Goalie Steinbors gewertet, aber für das Ego des Routiniers ist diese Szene wohl Gold wert. Schließlich durchlebt Ilsanker bei RB Leipzig derzeit keine leichte Zeit, wurde nicht für die Champions League nominiert und absolvierte in dieser Saison noch keine Pflichtspiel-Minute.


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FLORIAN GRILLITSCH (TSG Hoffenheim/15/1), ab 81. Minute - zu kurz eingesetzt

Der Hoffenheim-Legionär kam in der Schlussphase für Dragovic ins Spiel.

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Textquelle: © LAOLA1.at

EM-Qualifikation: 6:0-Kantersieg für ÖFB-Team gegen Lettland

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