Einzelkritik zu Österreich gegen Niederlande

 

Schade! Österreichs muss nach dem erfolgreichen Auftakt in die Europameisterschaft gegen Nordmezdonien (3:1) im zweiten Spiel am Donnerstag gegen die Niederlande dann doch mit 0:2 die erste Niederlage hinnehmen (Spielbericht >>>).

Im Gegensatz zum ersten Spiel setzte Teamchef Franco Foda gegen die "Elftal" auf lediglich einen Stürmer, der dieses Mal Michael Gregoritsch hieß. David Alaba war erneut in einer Dreier-Abwehrkette im Zentrum im Einsatz. Taktische Varianten, die in Amsterdam nicht zum gewünschten Erfolg führten.

LAOLA1 analysiert die Leistung aller ÖFB-Akteure und verteilt Noten (1=Sehr Gut, 2=Gut, 3=Befriedigend, 4=Genügend, 5=Nicht Genügend).

Das sind die Noten für die ÖFB-Kicker:


Foto: © GEPA

Daniel Bachmann (Watford/4 Länderspiele), 90 Minuten, Gelb, Note: 2

Nach einem Gegentor gegen Nordmazedonien musste Daniel Bachmann gegen die Niederlande zweimal hinter sich greifen. Im Gegensatz zum Auftaktspiel kann man den England-Legionär dieses Mal allerdings getrost bei beiden Toren von jeder Schuld freisprechen. Beim Elfer war Bachmann zwar im richtigen Eck, kam jedoch nicht mehr entscheidend ran, auch beim Treffer von Dumfries war nichts zu halten. Dafür bewies der Keeper unter anderem bei einem Kopfball von de Vrij sein Können.


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ALEKSANDAR DRAGOVIC (Roter Stern Belgrad/92/2), bis zur 84. Minute, Note: 4

Nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung gegen Nordmazedonien war Dragovic gegen die Niederlande beinahe wieder über die volle Distanz im Einsatz. Der Innenverteidiger hatte mit dem schnellen Angriff der Holländer das eine oder andere Mal seine Probleme, auch beim Herausspielen schlichen sich im Spiel von Dragovic einige ungewohnte Fehler ein. Der 30-Jährige agierte oftmals als letzte Absicherung, wenn sich Hinteregger oder Alaba etwas offensiver einschalteten.


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DAVID ALABA (Real Madrid/83/14), 90 Minuten, Gelb, Note: 3

Erneut in der ÖFB-Dreierkette im Zentrum aufgeboten, brachte Alaba Österreichs Nationalteam früh in der Partie in Bedrängnis, als er sich den Ball zu weit vorlegte, dann Dumfries auf den Schlapfen stieg und so einen Elfer verursachte. Ansonsten zeigte der erfahrene Alaba, dass er sich im Abwehrzentrum wohlfühlt, konnte etliche Niederlande-Angriffe mit gutem Stellungsspiel verhindern, offensiv machte er erst gegen Spielende mehr auf sich aufmerksam, sein Weitschuss verfehlte den gegnerischen Kasten nur knapp.


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MARTIN HINTEREGGER (Eintracht Frankfurt/57/4), 90 Minuten, Note: 3

Hinteregger nahm gegen die Niederlande wieder den Part auf der linken Seite der ÖFB-Dreierkette ein, wo er sich gewohnt zweikampfstark präsentierte und auch immer wieder den Weg in die Offensive suchte, auf eigene Faust Vorstöße über die linke Flanke kreierte, die allerdings ultimativ nie zum gewünschten Erfolg führten. Diese Vorstöße hatten aber auch zur Folge, dass Österreich bei Ballverlusten des Öfteren über "Hintis" linke Seite ausgekontert wurde.


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STEFAN LAINER (Borussia Mönchengladbach/31/2), 90 Minuten, Note: 3

Wie aufgezogen beackerte Stefan Lainer gegen die Niederlande die rechte Außenbahn. Defensiv machte der Gladbacher einen soliden Job, speziell bei Gegenstößen der Niederländer machte sich Lainers Lauffreudigkeit das eine oder andere Mal für Österreich bezahlt. Was das Offensivspiel angeht, war der 28-Jährige allerdings nicht ganz so in dieses eingebunden, wie das vielleicht noch gegen Nordmazedonien der Fall war.


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XAVER SCHLAGER (VfL Wolfsburg/22/1), bis zur 84. Minute, Note: 4

Das Spiel von Xaver Schlager hatte durchaus viel Licht und Schatten vorzuweisen. Zwar zeigte sich der Wolfsburg-Legionär sehr umtriebig und giftig in Zweikämpfen, was auch zu vielen Ballgewinnen aus österreichischer Sicht führte, genauso schnell waren die Bälle manchmal auch wieder weg. Das Kämpferherz kann man Xaver Schlager definitiv nicht absprechen, was die Spieleröffnung angeht, kam aus dem Zentrum jedoch zu wenig Kreativität.


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KONRAD LAIMER (RB LEIPZIG/11/1), bis zur 62. Minute, Note: 4

Gemeinsam mit Xaver Schlager bildete Konrad Laimer gegen die Niederlande das zentrale Mittelfeld. Wie sein Nebenmann war auch Konrad Laimer ständig unterwegs und in etwaige Zweikämpfe verwickelt, die der Leipzig-Profi vermehrt auch für sich entscheiden konnte, einzig das Umschaltverhalten ließ bei Österreichs Mittelfeld doch etwas zu wünschen übrig. Mit dem Ball gelang Laimer recht wenig. Nach einer Stunde war der Tank leer.


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ANDREAS ULMER (Red Bull Salzburg/26/0), 90 Minuten, Note: 4

Vor allem in den Anfangsminuten machte Andreas Ulmer vermehrt auf sich aufmerksam. Nach gut fünf Minuten lag Österreich bereits das Wort Elfmeter auf den Lippen, die gute Einzelaktion des Salzburg-Kapitäns bliebt jedoch unbelohnt. Vor allem in Halbzeit eins wurde immer wieder über Ulmers linke Seite gespielt, so richtig durchgekommen, ist Österreich jedoch nie. In Hälfte zwei war das österreichische Spiel etwas ausgewogener, wodurch auch weniger über Ulmers Seite kam.


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MARCEL SABITZER (RB Leipzig/52/8), 90 Minuten, Note: 3

So richtig herausheben lässt sich aus der österreichischen Mannschaft am Donnerstag wohl kaum jemand. Wenn man es jedoch versucht, dann sollte man allerdings Marcel Sabitzer erwähnen, der in Halbzeit eins immer wieder seine Füße im Spiel hatte, wenn Österreich offensiv mal auftrat. In Hälfte rückte der Leipzig-Kapitän wieder eine Reihe zurück, es blieb jedoch dabei, dass die Sabitzer meist der einzige Österreicher war mit einer zündenden Idee.


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CHRISTOPH BAUMGARTNER (TSG Hoffenheim/12/3), bis zur 70. Minute, Note: 3

Gegen die Niederlande war der Hoffenheim-Legionär wieder in etwas gewohnterer Rolle unterwegs, spielte diesmal wieder hinter der Solo-Spitze Gregoritsch. Der jüngste Spieler in Österreichs Kader war es auch, der die beste ÖFB-Aktion in Halbzeit eins verbuchte, mit einem Alleingang in den holländischen Sechzehner den ersten gefährlichen Schuss losließ. Auch danach war der Waldviertler immer wieder in Österreichs Offensivaktionen verwickelt. Nach 70 Minuten war Schluss.


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MICHAEL GREGORITSCH (FC Augsburg/28/4), bis zur 62. Minute, Note: 4

Der Gold-Joker vom Nordmazedonien-Match bekam dieses Mal seine Chance, von Anfang an sein Können unter Beweis zu stellen. Leider konnte Gregoritsch - genauso wie seine Kollegen - in Halbzeit eins jedoch kaum brauchbare Offensivaktionen fabrizieren. Bei der Arbeit gegen den Ball war der Augsburger dafür sehr aktiv, lief die Oranje-Abwehr immer wieder beherzt an, mit dem Ball war von Gregoritsch in diesem Spiel aber schlichtweg zu wenig zu sehen.


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SASA KALAJDZIC (VfB Stuttgart/9/3), ab der 62. Minute, Note: 3

Etwas überraschend musste der Stuttgart-Stürmer zu Beginn des Spiels mit einem Platz auf der Bank Vorlieb nehmen. Nach einer Ecke war der großgewachsene Angreifer allerdings maßgeblich an der ersten großen Torchance des ÖFB-Teams beteiligt, als der Ball letztlich knapp am Tor vorbeikullerte. Beim gelupften Pass auf Onisiwo kurz vor Schluss bewies der 2-Meter-Mann zudem Gefühl.


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FLORIAN GRILLITSCH (TSG Hoffenheim/23/1), ab 62. Minute, Note: 4

Kam nach einer guten Stunde für den ausgelaugten Laimer auf den Platz. Grillitsch, der immer eine enorme Ruhe am Ball ausstrahlt, schaffte es jedoch nicht, das ÖFB-Spiel noch einmal entscheidend anzukurbeln. Eine zündende Idee bzw. der letzte entscheidende Pass kam auch vom Hoffenheim-Legionär nicht.


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VALENTINO LAZARO (Inter Mailand/32/3), ab 70. Minute, Note: 3

Lazaro, 2016 noch knapp den Cut für den Kader verpasst, kam am Donnerstag zu seinem ersten EM-Einsatz. 20 Minuten vor Ende konnte allerdings auch der Gladbach-Profi nicht mehr allzu viel bewegen. Trotz seines Tempos und seiner Technik biss sich auch Lazaro am Oranje-Abwehrblock zu oft die Zähne aus.


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PHILIPP LIENHART (SC FREIBURG/6/0), ab 84. Minute, Note: zu kurz eingesetzt


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KARIM ONISIWO (Mainz/11/1), ab 84. Minute, Note: zu kurz eingesetzt


Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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