WM-Boykott? Klare Worte von ÖFB-Boss Pröll
Der Aufsichtsratsvorsitzende des ÖFB äußert sich zu einem möglichen WM-Boykott. In Deutschland ist das aktuell ein Thema.
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Nach 28 Jahren fährt das ÖFB-Team wieder einmal zu einer WM.
Im Sommer 2026 findet diese in den USA, Mexiko und Kanada statt.
Aufgrund der Politik von Donald Trump wird in Deutschland derzeit über einen Boykott diskutiert.
Deutsche Regierungspartei verzichtet auf WM-Reise
Bettina Lugk, sportpolitische Sprecherin der Regierungspartie SDP, meinte zuletzt gegenüber dem "Spiegel": "Die innenpolitische Lage in den USA bleibt äußerst angespannt. Viele Fragen zu Einreisebestimmungen, Sicherheit und den Bedingungen für Fans sind weiterhin offen; teilweise wird Menschen allein aufgrund ihrer Nationalität die Einreise verwehrt."
Vertreter ihrer Partei würden die WM nicht vor Ort besuchen. Einen generellen Boykott lehnt sie, sofern es zu keiner Eskalation kommt, aber ab: "Die aktuelle Diskussion über einen möglichen Boykott der WM 2026 entstand vor dem Hintergrund massiver außenpolitischer Drohungen aus den USA."
DFB-Vize brachte Boykott ins Spiel
DFB-Vizepräsident Oke Göttlich (Präsident St. Pauli) brachte einen Boykott gegenüber der "Hamburger Morgenpost" ins Spiel: "Ich frage mich wirklich, wann der Zeitpunkt ist, darüber konkret nachzudenken und zu reden. Und für mich ist dieser Zeitpunkt definitiv gekommen."
DFB-Präsident Bernd Neuendorf rudert hingegen beim Neujahresempfang der DFL zurück: "Ich glaube, das ist gar keine große Debatte, weil wir sind - glaube ich - sehr einmütig beim DFB, dass wir diese Debatte zum jetzigen Zeitpunkt für völlig verfehlt halten."
Zu seinem Vize meint er: "In der Regel ist es bei uns so, dass wir diese Themen zunächst mal in den Gremien besprechen und uns dann dazu eine Meinung bilden. Er ist jetzt leider vorgeprescht mit dem Thema."
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ÖFB-Boss mit klarer Ansage
In Österreich ist das Thema Boykott wenig präsent.
ÖFB-Aufsichtsratvorsitzender Josef Pröll äußert sich gegenüber dem "Standard" wie folgt: "Es gibt den Grundsatz, Sport und Politik getrennt zu halten. Diesen Grundsatz verfolge auch ich."
Auch Fans werde nicht davon abgeraten, in die Staaten zu reisen. Ein möglicher Boykott könnte erst so richtig Thema werden, sollte die USA einen militärischen Angriff auf Grönland starten.
"Ein militärisches Eingreifen der USA in Grönland wäre natürlich der Supergau. Dann müsste die Situation neu bewertet werden", so der steirische Landespräsident Wolfgang Bartosch gegenüber dem "Standard".